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Bayerns Thomas Müller im Interview

"Die Hand hat da nichts verloren"

Sonntag, 22.05.2016 | 11:00 Uhr
Nach 2010, 2013 und 2014 gewinnt Thomas Müller zum vierten Mal in seiner Karriere den DFB-Pokal
© getty
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Der FC Bayern München ist DFB-Pokalsieger, Thomas Müller hat diesen Titel nun schon zum vierten Mal gewonnen. Nach dem Finale sprach Müller in der Mixed Zone zur Presse. Der Nationalspieler über Pep Guardiolas Tränen, sein Vermächtnis und Eier a la Oliver Kahn.

Frage: Herr Müller, Glückwunsch zum Pokalsieg. Wie fällt Ihr Fazit dieser 120 Minuten plus Elfmeterschießen aus?

Thomas Müller: Elfmeterschießen ist immer etwas Grausames für alle Spieler, die 120 Minuten durchgeackert haben. Irgendwann müssen wir aber eine Entscheidung herbeiführen. Die Erleichterung war sehr groß, weil wir ganz gut geschossen haben. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, aber vorne hat die Durchschlagskraft gefehlt. Aber es war eine überragende Leistung.

Frage: Unmittelbar nach dem Ende der Partie kamen bei Pep Guardiola die Emotionen durch, es flossen viele Tränen. Wie haben Sie das wahrgenommen?

Müller: Wenn alles vorbei ist, dann ist der Druck weg und die Dämme können auch mal brechen. Vorher muss er seinen Beruf machen. Jetzt kann er auch endlich mal Mensch und muss nicht Maschine sein. Das kann ich dann schon verstehen. Für ihn war der Ausgang ausschlaggebend für zwei Extreme. Jetzt geht er durch das große Tor aus der Saison heraus.

Frage: Bei der Pokalübergabe hat ihm die Mannschaft den Pott in die Hand gedrückt.

Müller: Man muss kein Romantiker für so etwas sein. Er hat in den drei Jahren sehr viel investiert. Ich glaube, dass es kein Spaß ist, sich vor jeder Partie vier Spiele des Gegners in voller Länge anzuschauen, obwohl man bereits das Ergebnis kennt. Man muss auch dementsprechend einmal daran denken, was hinter den Kulissen los ist, um die Arbeit anderer Menschen zu beurteilen - auch wenn er für die Medien nicht so greifbar war, wie sie es gerne gehabt hätten. Die Arbeit, die er vollbracht hat, muss man einfach wertschätzen.

Frage: Was behalten Sie von ihm?

Müller: Wir nehmen alle sehr viel mit. Er hat uns taktisch sehr viel beigebracht, gerade wie man auf unterschiedlichste Spielsituationen reagiert. Das sieht man auch in jedem Spiel. Wir haben eine Mannschaft wie Dortmund, die nicht mehr nur diesen Konterfußball wie unter Jürgen Klopp spielt, absolut im Griff gehabt. Sie konnten nicht von hinten heraus spielen. Das ist eine super Leistung, denn Thomas Tuchel ist ein guter Trainer, der immer wieder die Systeme variiert. Wir hatten aber immer eine schnelle Antwort darauf und waren von Pep klasse vorbereitet. Wir haben das Spiel deutlich dominiert.

Frage: Hat Sie Guardiola besser gemacht?

Müller: Er hat uns individuell und als Mannschaft auf jeden Fall besser gemacht. Das bedeutet im Fußball aber dann nicht unbedingt, dass man automatisch jedes Spiel gewinnt. Dessen muss man sich bewusst sein.

Frage: Dortmund hadert mit der Szene in der 39. Minute zwischen Franck Ribery und Gonzalo Castro. Ihre Meinung dazu?

Müller: Ich habe bisher noch nicht gesehen, was Castro genau gemacht hat. Natürlich hat die Hand da nichts verloren. Ich möchte jetzt im Nachhinein aber nicht als Pokalsieger hadern. Das ist mir dann ehrlich gesagt auch egal.

Frage: Der BVB hat nun das vierte Endspiel in Serie verloren. Sie kennen viele Dortmunder Spieler gut aus der Nationalmannschaft. Fühlen Sie auch ein bisschen mit den Schwarzgelben?

Müller: Auf jeden Fall. Auch wir haben ja nicht jedes Finale für uns entschieden. Wir haben auch zum Großteil alle ein super Verhältnis zueinander. Es ist immer wieder schön, gegen sie anzutreten. Es macht einfach Spaß, gegen die Besten zu spielen.

Frage: Wie sahen Sie das Elfmeterschießen? Sie haben Ihren Strafstoß ja souverän verwandelt.

Müller: Ich habe natürlich daran gedacht, dass ich den letzten wichtigen Elfmeter im Champions-League-Rückspiel gegen Atletico verschossen habe. Ein solch gutes Gedächtnis habe ich noch. Vielleicht gibt es dann Spieler, die in einer solchen Situation nicht angetreten wären. Es gibt einfach zwei Möglichkeiten: Entweder du sagst dir, dass du in deine eigene Stärke vertraust - oder eben nicht. Die Kollegen haben mir auch gut zugesprochen, dass ich antreten soll.

Frage: Hat Guardiola die Spieler gefragt, ob sie schießen möchten oder hat er selbst entschieden, wer antritt?

Müller: Er hat schon ein paar Ansagen gemacht, aber es war eher eine Mischung. Ein paar Spieler haben sich auch aufgedrängt. Ich dachte mir: Du bist zwar körperlich müde, aber dein Kopf hat noch etwas drauf. Dann muss man halt a la Oliver Kahn auch mal die Eier in die Hand nehmen. (lacht)

FC Bayern München - Borussia Dortmund: Daten zum Spiel

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