wird geladen

FC Bayern beendet Ära Guardiola mit Double

So wie einst im Prager Eden

Sonntag, 22.05.2016 | 20:50 Uhr
Pep Guardiola mit seinen Spielern. Für den Trainer die wichtigsten Menschen seiner Amtszeit
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
Rom -
Bologne
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

Die Ära Pep Guardiola endet, wie sie begann - mit einem emotionalen Sieg im Elfmeterschießen. Der Trainer scheidet in Frieden von seinem alten Klub und wird sich zukünftig wieder mit seinem ärgsten Rivalen rumschlagen müssen.

Pep Guardiola wird in München bleiben. Sieben bis zehn Tage ist er noch in der Stadt, um alles zu regeln, ehe er sich in den Urlaub verabschiedet und anschließend nach Manchester fliegt, um bei City ein neues Projekt in Angriff zu nehmen.

Eilig hat es Guardiola nicht, München zu verlassen. Er muss auch nicht flüchten, er kann den FC Bayern durch "das große Tor verlassen", wie Thomas Müller sagte. Er liebe diese Stadt und werde auch künftig immer wieder kommen, um Freunde zu treffen, die er in seinen drei Jahren gewonnen habe.

Diesen privaten Aspekt hat Guardiola in den letzten Tagen und Wochen immer wieder betont, als er erklärte, warum er seine Zeit in München als gelungen einstuft und warum die Zahl der Titel oder der Gewinn des Champions-League-Pokals nicht entscheidenden Einfluss auf sein Fazit haben.

Eloge auf Philipp Lahm

Eins, zwei, drei. Bevor Guardiola gemeinsam den DFB-Pokal mit Philipp Lahm in die Höhe reckte, gab er den Takt vor. Es war zwar nicht so gemeint, aber es passte trotzdem ganz gut zu seinem mittlerweile geflügelten Satz: "Titel sind Nummern." Auch das Double ist eine Nummer. Genauso wie Systeme Telefonnummern seien.

Guardiola hat die Fokussierung auf Silberware als Bewertungsgrundlage seiner Arbeit akzeptiert - auch wenn er sie verstanden hat -, selbst aber ganz andere Kriterien angewandt. Der Fußball gehört in seiner Welt den Spielern und deshalb werde er die Alabas, die Boatengs und die Müllers auch ganz besonders vermissen. Aber keinen wohl so sehr wie Philipp Lahm.

"Er hat mir sehr geholfen. Er ist der erste Rechtsverteidiger, den ich gesehen habe, der eine Spielweise dominiert. Sein Spiel heute war fürs Lehrbuch. Er spielt immer gut. Ich habe noch nie ein schlechtes Spiel von ihm gesehen und verstehe nicht, warum er noch nicht Fußballer des Jahres war", sagte Guardiola. "Philipp wird für mich immer etwas Besonderes bleiben. Er ist der richtige Kapitän für Bayern und eine absolute Legende für diesen Verein. Lahm ist auf einem Niveau mit Müller, Beckenbauer, Rummenigge."

Dass Lahm den Trainer bei der Pokalübergabe nach vorne holte, zeigte zum Abschluss auch noch einmal deutlich, dass das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer bis zum Schluss intakt war. Guardiola nahm die Geste an, jubelte ausgelassen und verschwand dann wieder im Hintergrund.

Offen, emotional - unnahbar?

Zuvor hatte er kurz nach dem Schlusspfiff viele Tränen vergossen. Man merkte förmlich, wie der ganze Druck von ihm abfiel und wie sehr er sich über diesen positiven Abschluss mit seiner liebgewonnen Mannschaft freute.

"Nach dem Abpfiff sind vielleicht alle Dämme gebrochen und ich denke, das darf er auch. Vorher musste er seinen Beruf machen - jetzt kann er endlich auch mal Mensch sein und muss nicht mehr Maschine sein", sagte Thomas Müller.

Es war ja vor allem die Akribie, die Besessenheit, die Guardiolas hervorstechende Charaktereigenschaften in diesen drei Jahren waren, die ihm aber auch gleichzeitig das Prädikat "unnahbar" einbrachten, obwohl er sich auch immer Zeit nahm für die Fans und deren Autogrammwünsche und so emotional coachte, wie noch kein Trainer vor ihm. Trotzdem hatte sich am Ende eine ambivalente Beziehung zwischen Fans und Trainer entwickelt.

Mit dem Pokalsieg und der abschließenden Feier auf dem Rathausbalkon nahmen beide Seiten gebührend Abschied voneinander. Guardiola versprach den Champions-League-Titel in den nächsten Jahren und rief "Mia san Mia" ins Publikum. Das jubelte ihm zu.

Alles begann in Prag

Für den FC Bayern endete in Berlin die Ära Guardiola sportlich, wie sie im August 2013 in Prag begann. Nach dem verlorenen deutschen Supercupfinale gegen Borussia Dortmund, das sehr früh in der Vorbereitung stattfand, war der Titel im europäischen Supercup gegen Jose Mourinhos FC Chelsea das erste Aha-Erlebnis unter Guardiola.

Wie im Olympiastadion fiel auch in der Eden Arena damals die Entscheidung im Elfmeterschießen. Die Bayern verwandelten alle fünf Elfmeter und Matthias Sammer stellte hinterher vor allem die emotionalen und gleichzeitig inhaltlich präzisen Worte des Trainers heraus.

"Seine Ansprachen waren unglaublich, gerade vor dem Elfmeterschießen. Der Trainer hat erklärt, was zu tun ist und wer die Elfmeter schießen wird. Das war ein Produkt der Ansage. Ich schätze es sehr, mit welcher Intensität unser Trainer mit der Mannschaft arbeitet", sagte Sammer.

Er habe die Mannschaft "geführt unter ganz anderen Attributen, wie man vielleicht denkt. Nicht nur inhaltlich, sondern vor allem auch moralisch."

Unterschied zu Tuchel

Auch im Olympiastadion hat Guardiola vor dem Elfmeterschießen klare Ansagen gemacht und damit offensichtlich die richtige Mischung gefunden. Bis auf Joshua Kimmich verwandelten alle Spieler sicher und mit großer Überzeugung.

Hier lag einer der großen Unterschiede an diesem Abend zwischen Lehrmeister Guardiola und Schüler Tuchel, der sich für die falsche Auswahl seiner Elfmeterschützen kasteite. Der BVB-Trainer musste auch feststellen, dass die Bayern mit mehr "Schärfe, Vertrauen und Überzeugung" ins Spiel gingen als seine Mannschaft.

Mit Guardiolas Abschied aus der Bundesliga verliert Tuchel seinen Bruder im Geiste. Auf der anderen Seite ist er sich aber sicher: "Die Chancen, die Bayern künftig schlagen zu können, werden durch seinen Abgang nicht geringer."

Auf Guardiola wartet der Plagegeist Mourinho

So viel Wohlwollen wie in der Bundesliga wird Guardiola in der Premier League von seinen ärgsten Konkurrenten sicher nicht zuteilwerden. Zumal mit Jose Mourinho sein schlimmster Plagegeist kurz davor steht, die Geschicke beim Lokalrivalen Manchester United zu übernehmen.

Guardiola hat in den letzten fünf Monaten laut eigener Aussage in München sehr gelitten, weil ihm viele seinen freiwilligen Rückzug aus Bayern übelnahmen und deshalb aus seiner Sicht nicht fair mit umgingen.

Für gewöhnlich geht es in Englands Yellow Press noch etwas rauer zu und mit Mourinho wartet nun ausgerechnet noch dieser Gegner auf ihn, den er vor Jahren einmal als "puto amo" (verdammten Chef) der Pressekonferenzen bezeichnete. The Special One weiß aus jahrelanger Erfahrung, wie er mit der englischen Presse spielen kann.

Wie es das vom Geld getriebene Schicksal im Fußball will, wird sein erstes Testspiel mit City beim International Champions Cup (ICC) in Peking ausgerechnet gegen United stattfinden. Beim Blick auf den Spielplan dürfte er aber erleichtert feststellen, dass es besser wird. Das zweite Match steigt in Shenzhen - gegen Borussia Dortmund mit Thomas Tuchel.

Die Saison des FC Bayern im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung