Bayern souverän in der dritten Runde

Von Für SPOX in München: Fatih Demireli
Mittwoch, 31.10.2012 | 22:24 Uhr
Arjen Robben (r.) führte bei seinem Startelf-Comeback den Rekordmeister als Kapitän aufs Feld
© Getty
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Der FC Bayern München hat standesgemäß den Einzug in die 3. Runde des DFB-Pokals geschafft. Gegen den 1. FC Kaiserslautern gewann der Rekordmeister mit 4:0 (1:0). Für die Roten Teufel ist es die erste Pflichtspielniederlage der Saison.

Vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena traf Claudio Pizarro nach elf Minuten zur Führung. Der Peruaner war einer von neun Spielern, die in die Startelf rotiert worden sind. Arjen Robben und Pizarro legten in der 49. und 58. Minute nach. Für den Endstand sorgte Robben (88.)

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bayern bis auf Alaba und Boateng komplett durchgewechselt. Martinez spielt in der Innenverteidigung, Starke steht im Tor. Beim FCK ersetzen Bugera, Torrejon und Hajri, Abel, Linsmayer und Borysluk.

11., 1:0, Pizarro: Bayern geht mit der ersten Chance in Führung. Robben schickt Pizarro auf der rechten Seite in den Strafraum. Der Peruaner vollstreckt mit einem satten Schuss ins lange Eck.

24.: Nach dem Dick Zellner kurz vor dem eigenen Strafraum anschießt, kommt Can an den Ball. Der junge Münchner sucht sofort den Abschluss, scheitert aber an Sippel, der den Ball sicher hat.

25.: Zellner kommt aus gut 20 Metern halbrechet Position zum Abschluss. Sein Schuss wird noch leicht von Boateng abgefälscht und klatscht an den rechten Pfosten.

49, 2:0, Robben: Nach einem langen Ball köpft Jessen die Kugel unnötig in die Mitte. Dort schnappt sich Robben den Ball. Der Holländer steht mutterseelenallein vor Sippel und lässt den Keeper, mit einem strammen Schuss ins rechte Eck keine Chance.

58., 3:0, Pizarro: Nach einem Shaqiri-Freistoß von der linken Seite steigt Pizarro am höchsten. Der Peruaner köpft den Ball aus sieben Metern ins rechte Eck. Keine Chance für Sippel.

88., 4:0 Robben:Alaba steckt schön auf Pizarro durch. Der sieht sich aber drei Pfälzer gegenüber. Trotzdem kann der Peruaner den Ball auf den mitgelaufenen Robben durchstecken. Der Holländer schießt locker ein.

Fazit: Verdienter Bayern-Sieg, der nie gefährdet war.

Der Star des Spiels: Claudio Pizarro. Der Peruaner nutzte seine Chance. Pizarro traf doppelt, war immer anspielbar, schirmte die Bälle gut ab und war eigentlich nie richtig zu greifen. Hätte kurz vor Schluss sogar sein drittes Tor machen können.

Der Flop des Spiels: Leon Jessen. Sein Fehler vor dem 0:2 versetzte Kaiserslautern den Knockout. Damit war das Spiel nach 49 Minuten eigentlich schon entschieden.

Der Schiedsrichter: Der erst 28 Jahre alte Daniel Siebert hatte leichtes Spiel, machte aber seine Sache außerordentlich gut. Die Kartenverteilung war genauso richtig wie Zweikampfbewertung.

Die Trainer:

Jupp Heynckes: Entschied sich für eine breitangelegte Rotation, um der zweiten Reihe eine Chance zu geben, aber auch um Spielern wie Robben und Alaba Spielpraxis zu geben. Letzterer übernahm die Zehner Position, nachdem er gegen Leverkusen noch Linksaußen begann. Dorthin beorderte ihn Heynckes auch im zweiten Durchgang wieder. Trotz klarer Führung gegen den Zweitligisten wechselte Heynckes erstmals in der 79. Minute.

Franco Foda: Das Bayern-Scouting gegen Leverkusen schien Eindruck hinterlassen zu haben. Kaiserslautern mit zwei Viererketten vor dem eigenen Tor - und vorne sollte Idrissou für Zählbares sorgen. Das Vorhaben ging insofern auf, dass Bayern wie gegen Leverkusen nur stückweise schnelle Kombinationen ausspielen konnte. Zumindest vor der Pause. Die Hereinnahmen von Linsmayer und Azaouagh blieben wirkungslos, als das Spiel aber auch schon beinahe entschieden war.

Das fiel auf:

 

  • Kaiserslautern keineswegs nur darauf bedacht, nur zu mauern. Idrissou fand sich in der Anfangsphase gleich zwei, drei Mal in guter Schussposition.
  • In der neuformierten Zentrale der Bayern übernahm Emre Can den offensiven Part, während Tymoschtschuk um den Youngster herumspielte. Can gefiel in dieser Rolle, hatte viele Ballkontakte.
  • Robben-Watch: Der Niederländer wechselte oft die Seiten, war oft anspielbar. Die gefährlichen Aktionen gingen von ihm aus. Ansehnlich seine Vorlage für Pizarros Tor. Dann später auch seine Tore zum 2:0 und 4:0.
  • Kaiserslautern wirkungslos über die Außen: Vor allem über links fand Zellner keinen Zugriff. Auch Baumjohann tauchte im zweiten Durchgang komplett ab.
  • Die Gäste standen vor der Pause defensiv ordentlich, sodass Bayerns Kombinationsversuche immer wieder erstickten. Lauterns Pech: Der erste große Patzer besiegelte quasi Lauterns Schicksal.
  • Auffällig, dass die Bayern das Tempo nach dem 3:0 kaum drosselten. Bedingt wohl auch dadurch, dass sich viele Spieler aus der zweiten Reihe präsentieren wollten.

 

FC Bayern - 1. FC Kaiserslautern: Daten und Fakten zum Spiel

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