Klopp: "Selten war ein Trainer stolzer"

SID
Mittwoch, 21.12.2011 | 12:09 Uhr
Borussia Dortmund gewann den DFB-Pokal zum letzten Mal 1989
© Getty
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Der deutsche Meister Borussia Dortmund hat mit einer unglaublichen Energieleistung seinen Pokalfluch besiegt und steht nach einem 5:4 im Elfmeterschießen (0:0 n.V.) bei Zweitligatabellenführer Fortuna Düsseldorf erstmals wieder seit der Saison 2007/08 im Viertelfinale.

Roman Weidenfeller war außer Rand und Band.

Der Schlussmann von Borussia Dortmund schnappte sich eine BVB-Fahne, rannte wie eine Irrwisch Richtung Gästeblock und feierte mit den rund 6000 eigenen Fans, als hätte der deutsche Meister die Champions League gewonnen.

"Das war eine ganz starke Vorstellung unserer Mannschaft, wir haben gefühlt fast eine Woche lang mit zehn Mann gegen elf starke Fortunen gespielt. Wir haben das überragend gemacht, und sind deshalb am Ende auch verdient eine Runde weitergekommen", sagte der starke Dortmunder Torwart nach dem 5:4 des Favoriten im Elfmeterschießen des Pokal-Achtelfinales bei Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf, der 120 Minuten ein 0:0 gegen die "Mannschaft des Jahres" gehalten hatte.

Klopp: "Ein unglaublicher Kraftakt"

Während BVB-Kapitän Sebastian Kehl nach dem Kraftakt um 23.15 Uhr erstmal eine Kiste Bier in die Dortmunder Kabine orderte, verteilte sein Trainer Jürgen Klopp Lobeshymnen auf seine Mannschaft, die zwei Wochen zuvor noch sang- und klanglos als Vierter der Champions-League-Vorrunde aus dem Europacup ausgeschieden war. "Es gab selten einen Trainer, der stolzer auf seine Truppe war als ich heute. Es war ein unglaublicher Kraftakt, und umso schöner fühlt es sich an", sagte der Meistertrainer.

Klopp war sich aber bewusst, dass seine Notelf bei den starken Rheinländern auch das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite hatte.

 

BlogFlop des Spiels: Ein paar Feuerzeugwerfer

"So wie sich das Spiel entwickelt hat, wäre Weihnachten auch keine Katastrophe gewesen, wenn wir hier verloren hätten. Was die Mannschaft aus dem Spiel gemacht hat, 86 Minuten in Unterzahl zu spielen, bei den zurückgenommenen Elfmetern ruhig zu bleiben oder zumindest im Spiel zu bleiben, das ist auch außergewöhnlich", analysierte der BVB-Coach das Match, in dem zunächst alles gegen die Gäste gelaufen war.

Owomoyela sieht Gelb-Rot, Perisic der Matchwinner

Am Ende sorgte aber Ivan Perisic mit seinem entscheidenden Elfmeter für kollektive Erleichterung und großen Jubel beim BVB, für den Weidenfeller den Elfer von Thomas Bröker abgewehrt hatte.

Nach der Gelb-Roten Karte gegen Patrick Owomoyela (34.) sah es lange nach eine weiteren Pleite der Dortmunder im DFB-Pokal nach den peinlichen Knockouts gegen die unterklassigen Klubs VfL Osnabrück und Kicker Offenbach in den vergangenen beiden Spielzeiten aus.

"Wir haben fast 90 Minuten in Unterzahl gespielt. Wir mussten das System umstellen, wir mussten Leute ersetzen, wir mussten Leute auf dem Feld lassen, die eigentlich verletzt waren. Diese ganze Geschichte hat nach dem Spiel den speziellen Jubel verursacht", sagte Klopp angesichts der Ausfälle von sieben verletzten bzw. erkrankten Stammspielern.

Hummels: "Wollen ins Finale nach Berlin"

Nationalspieler Mats Hummels fügte an: "Wir sind in den letzten zwei Jahren zweimal in so einer Dramaturgie rausgeflogen, jetzt sind wir weitergekommen. Auch weil wir, glaube ich, zum ersten Mal in der Dortmunder Vereinsgeschichte, fünf von fünf Elfmetern verwandelt haben. Nun wollen wir auch ins Finale nach Berlin."

Aber nicht nur der Pokal, auch die Titelverteidigung bleibt im kommenden ein großes Ziel für den BVB, wie Weidenfeller verdeutlichte: "Die Liga lassen wir natürlich auch nicht außer Acht. Wir sitzen den Bayern im Nacken und wollen da noch einmal alles geben."

Abhaken und aufsteigen

Auf die Liga konzentriert sich auch Düsseldorf, das im kommenden Sommer nach 15-jähriger Abstinenz die Rückkehr in die Bundesliga feiern will.

"Nie war es leichter, Dortmund zu schlagen. Aber das müssen wir abhaken und uns auf unser großes Ziel fokussieren", sagte Fortuna-Abwehrchef Jens Langeneke, der ebenso wie seine Kollegen nicht lange den vielen vergebenen Chance nachtrauerte.

Düsseldorf - Dortmund: Daten und Fakten

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