DFB-Pokal - Achtelfinale

Farfan schießt Schalke ins Viertelfinale

Von Stefan Rommel / Markus Matjeschk
Dienstag, 21.12.2010 | 22:32 Uhr
Viel Kampf, kaum Klasse: Schalkes Peer Kluge (l.) im Zweikampf mit Augsburgs Kees Kwakman
© Getty
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Der FC Schalke 04 steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath siegte beim Zweitliga-Herbstmeister FC Augsburg dank eines Treffers von Jefferson Farfan mit 1:0 (0:0) und darf damit weiter vom fünften Pokalsieg der Klubgeschichte träumen.

30.000 Zuschauern in der impuls-Arena in Augsburg sahen eine insgesamt schwache Partie mit Schalke als glücklichen Sieger.

Das Tor des Tages erzielte Jefferson Farfan (84.).

Reaktionen:

Felix Magath (Trainer Schalke): "Hätten heute hier die Bayern gespielt, dann weiß ich nicht, ob die das Spiel zu Ende gespielt oder abgebrochen hätten bei den Bodenverhältnissen. Ich würde mich nicht beschweren, aber der Boden hier war schlechter als der bei uns in der Veltins-Arena. Da sind die technischen Möglichkeiten schwerer auszuspielen, als wenn man auf einem Teppich spielt. Aber trotzdem bin ich zufrieden."

Jos Luhukay (Trainer Augsburg): "Ich denke, dass wir die hundertprozentige Chance hatten mit Tobias Werner, als er ein bisschen zu ängstlich war oder nicht überzeugend genug. Aber nichtsdestotrotz bin ich ganz stolz auf die Mannschaft."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Augsburg mit Oehrl im Mittelfeld, Bertram dafür auf der Bank. Im Sturm wieder Hain und Rafael. Thurk sitzt immerhin auf der Bank.

Schalke überlässt hier nichts dem Zufall und tritt deshalb in absoluter Bestbesetzung an. Natürlich läuft auch der zuletzt glücklose Huntelaar im Sturm neben Raul auf.

23.: Oehrl mit dem langen Ball aus der eigenen Hälfte rechts raus auf Hain. Zwei, drei Übersteiger gegen Schmitz, dann der Schlenzer vom Strafraumeck. Mit links setzt Hain die Kugel über den linken Giebel.

65.: Langer Ball auf Werner. Schalke spielt auf Abseits, haut aber nicht hin. Der Augsburger ist frei durch, sein Schuss aus elf Metern aufs kurze Eck ist aber zu unplatziert. Neuer rettet zur Ecke.

78.: Schmitz dringt in den Strafraum ein, geht an drei Mann vorbei. Rückpass an den Fünfer. Raul ist dran, Jentzsch geschlagen - aber Bellinghausen rettet auf der Linie.

79.: Farfan legt zur Mitte. Rakitic trifft den Ball aus 14 Metern nicht richtig. Das Kullerbällchen drückt Huntelaar beinahe noch über die Linie.

84., 0:1, Farfan: Raul wühlt sich gegen zwei Gegenspieler irgendwie durch. Der Ball landet über Umwege bei Farfan, der aus acht Metern unhaltbar in die lange Ecke einschiebt.

Fazit: Eine spielerisch furchtbar schwache Partie hat mit Schalke einen glücklichen Sieger gefunden.

Der Star des Spiels: Raul zeigte auch nicht wirklich viel, war aber mit seinen zwei, drei wirklich sehenswerten Aktionen - nicht zuletzt seiner Torvorbereitung - auffälligster Akteur auf dem Platz.

Die Gurke des Spiels: Klaas-Jan Huntelaar war ein Schatten seiner selbst. Der Niederländer bewegte sich sehr schlecht, nahm quasi überhaupt nicht am Spiel teil. Da auch nur sehr wenige Anspiele den Weg in den Strafraum fanden, war der Hunter quasi isoliert. Sein einziger Torschuss ging zehn Meter über das Tor.

Die Pfeife des Spiels: Manuel Gräfe aus Berlin fuhr eine kleinliche Linie und behielt diese auch bei. Hatte das Spiel an sich gut im Griff. Richtige Entscheidung, Huntelaar nicht mit Gelb-Rot vom Platz zu werfen.

Analyse: Von Beginn an war es auf dem schwer bespielbaren Platz ein umkämpftes Spiel, das der Zweitligist bissiger annahm. Schalke verließ sich lange Teit auf seine bessere Spielanlage, vergaß aber, die einfachen Zweikämpfe anzunehmen.

Augsburg formierte sich im 4-2-3-1 und mit sehr kleinen Abständen zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen und machte Schalke so das Aufbauspiel sehr schwer.

Durch die Mitte ging bei Königsblau so gut wie nichts, Jurado wirkte auf links ohne Esprit. Lediglich Farfan setzte ein paar Akzente, aber auch der Peruaner hatte gegen schnell doppelnde Augsburger einen schweren Stand.

Die zweite Halbzeit war lange Zeit noch unansehnlicher, beide Mannschaften offenbarten auf schwierigen Bodenverhältnissen teilweise grausame technische Mängel. Schalke ließ es viel zu lange schleifen, wachte erst in der letzten Viertelstunde auf.

Eine gute Aktion von Raul reichte dann letztlich zum Sieg gegen einen unangenehmen Gegner.

Augsburg - Schalke: Daten zum Spiel

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