Fussball

Hoeneß: "Der erste richtige Rückschlag"

Von Für SPOX in Düsseldorf: Markus Hoffmann
Nach dem Aus im Pokal will Uli Hoeneß alles tun, um die verbliebenen Saisonziele zu erreichen
© Getty

Den ersten von drei möglichen Titeln hat der FC Bayern München verspielt: Mit dem 2:4 bei Bayer Leverkusen sind die Münchener im Viertelfinale aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Der FCB zeigte dabei 70 Minuten lang eine enttäuschende Vorstellung und fand erst in der Schlussphase ins Spiel.

Nach der Partie in Düsseldorf stand Uli Hoeneß den Journalisten Rede und Antwort. Der Bayern-Manager über die Gründe für die Niederlage, die Situation der Bayern vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover am Samstag und die Diskussionen um Trainer Jürgen Klinsmann.

Frage: Herr Hoeneß, wie tief sitzt die Enttäuschung nach dem Pokal-Aus?

Uli Hoeneß: Natürlich ist man enttäuscht wenn man im Viertelfinale ausscheidet, weil man es nicht mehr gut machen kann. Wir müssen nun versuchen, die Enttäuschung einigermaßen wegzustecken. Wenn wir jetzt den Kopf in den Sand stecken, dann geraten unsere anderen Ziele in Gefahr.

Frage: Woran hat es gelegen?

Hoeneß: Wir haben sicherlich versucht, dem Druck des Gegners stand zu halten. Das funktioniert natürlich nur, wenn keine großen individuellen Fehler passieren. Genau dadurch sind in der zweiten Halbzeit die Gegentore gefallen. Die Anschlusstreffer zum 1:3 und 2:3 haben uns eine gewisse Hoffnung gegeben. Aber dann fehlte uns vorne einfach auch das Glück. Dass wir dann in einen Konter laufen, müssen wir halt akzeptieren.

Frage: Haben Sie eine Erklärung für die schwachen ersten 70 Minuten?

Hoeneß: Man muss auch einmal akzeptieren, wenn ein Gegner gut spielt. Leverkusen hat über weite Strecken richtig stark gespielt. Den FC Bayern zeichnet normalerweise aus, dass er ruhig bleibt, kein Tor kassiert, den Gegner müde spielt und dann selbst das Tor schießt. Durch individuelle Fehler ist die Situation leider aus dem Ruder gelaufen.

Frage: Wie kritisch ist die Situation nun beim FC Bayern?

Hoeneß: Das war der erste richtige Rückschlag, weil wir aus einem Wettbewerb ausgeschieden sind. Alle anderen Dinge sind ja noch reparabel. Wir müssen versuchen, kritisch mit der Situation umzugehen, aber auf keinen Fall dem nachgeben, was die Medien ja schon seit Wochen versuchen, nämlich totale Unruhe in den Verein zu bringen, Spieler gegen Trainer und umgekehrt auszuspielen. Da müssen wir versuchen, ruhig zu bleiben und die Situation zu meistern.

Frage: Wie optimistisch sind Sie, dass Ihnen das gelingt?

Hoeneß: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass unsere Ausgangsposition nicht schlecht ist, aber wir müssen natürlich besser spielen.

Frage: Draußen am Mannschaftsbus hat es schon Klinsmann-raus-Rufe gegeben. Wie reagieren Sie darauf?

Hoeneß: Ich glaube es macht keinen Sinn, solche Dinge zu kommentieren. Sie haben da vielleicht etwas gehört. Das ist aber nicht Vox populi. Da muss man erstmal abwarten. Wir werden nicht jedem, der da schreit, gleich nachgeben.

Frage: Das Thema wird wohl immer wieder aufkommen. Wie könnte man das verhindern? 

Hoeneß: Ganz einfach, indem ich Ihre Fragen dazu nicht mehr beantworte.

Frage: Jürgen Klinsmann hat vor dem Spiel gesagt, es sei fünf vor zwölf und er möchte in allen Wettbewerben bis zum Schluss vertreten sein. Der Anspruch hat sich heute erledigt.

Hoeneß: Man darf aber auch nicht so überheblich sein, zu glauben, dass man jedes Jahr drei Wettbewerbe gewinnt. Ich finde die wichtigsten Wettbewerbe, die wir uns zum Ziel gesetzt haben, sind noch da. Das sind Champions League und Meisterschaft. Nun müssen wir hart arbeiten, um dort unsere Ziele zu erreichen.

So diskutierten die mySPOX-User nach dem Spiel

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