HSV im Schongang ins Halbfinale

SID
Hamburger SV - SV Wehen Wiesbaden 2:1: Der Zweitligist war beim Gastspiel in Hamburg der krasse Außenseiter
© Getty

Der Hamburger SV hat durch einen in den Schlussminuten noch gefährdeten 2:1-Sieg gegen den Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht.

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Der Hamburger SV ist im Schongang ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen und kann damit weiterhin von drei Titeln in dieser Saison träumen.

Beim 2:1 (2:0)-Erfolg über den SV Wehen-Wiesbaden machte sich der Klassenunterschied zwischen dem Tabellenzweiten der ersten Liga und dem Schlusslicht der zweiten Liga trotz des knappen Ergebnisses deutlich bemerkbar.

Entscheidender Spieler beim insgesamt leicht herausgespielten HSV-Erfolg war Torjäger Mladen Petric, der in der 17. Minute den Wiesbadener Marko Kopilas durch seinen Einsatz zu einem Eigentor zwang und in der 36. Minute selbst erhöhte. Nach dem Anschlusstreffer von Sandro Schwarz in der 85. Minute wurde es allerdings noch einmal spannend.

HSV gelingt Favoriten-Sieg

Die meisten der 35.378 Zuschauer in der erstaunlich gut gefüllten Arena sangen schon weit vor Spielende das Lied von der Fahrt nach Berlin.

Die Hamburger stehen nach dem erwarteten Erfolg erstmals seit 1997 wieder in der Vorschlussrunde des Pokalwettbewerbes.

Der einzige Vorwurf, den Trainer Martin Jol seiner Mannschaft machen konnte, war, dass sie angesichts zahlreicher Torchancen nicht noch höher gewonnen hat.

HSV bestimmt das Spiel

Von Beginn an entwickelte sich die erwartet einseitige Partie. Die Gäste aus Hessen, die sich bereits seit Sonntag in der Hansestadt auf die Partie vorbereitet hatten, kamen zunächst kaum aus ihrer Hälfte heraus.

Sie hatten bereits in der 14. Minute Glück, als Marcell Jansen mit einem Kopfball nur die Latte traf.

Drei Minuten später war der Widerstand dann aber schon gebrochen. Nach einer schönen Kombination über David Jarolim und Collin Benjamin gingen Petric und Kopilas gemeinsam zum Ball, wobei der Abwehrspieler der Gäste der Kugel die letzte entscheidende Richtungsänderung gab.

Starker Walke

Weitere HSV-Tore verhinderte vor allem Torhüter Alexander Walke. Der Schlussmann parierte gegen Schüsse von Jarolim (22.), Jonathan Pitroipa (25.) und vor allem gegen Paolo Guerrero (32.).

Nach dem Wechsel tat der HSV nur noch so viel wie unbedingt nötig. Trainer Martin Jol wechselte den angeschlagenen Mannschaftskapitän Jarolim sowie Guerrero aus. Trotzdem hatten die Hausherren weiterhin sehr gute Chancen. So verhinderte erneut Walke Torerfolge von Petric (53.) sowie Pitroipa (61.).

Die größte Gefahr in der Schlussphase waren gelegentliche Unkonzentriertheiten angesichts der vermeintlich sicheren Führung in der HSV-Abwehr.

Verletzungspech auf beiden Seiten

Beide Trainer mussten in der Partie auf Grund von Verletzungen auf zahlreiche Spieler verzichten.

Bei den Hamburgern fehlten mit Guy Demel, Michael Graavgard und Bastian Reinhardt gleich vier etatmäßige Verteidiger. Außerdem wurde Nationalspieler Piotr Trochowski geschont.

Die Hessen mussten auf den verletzten Spielmacher Lewan Zkitischwili sowie Benjamin Siegert, Christopher Hübner und Torjäger Sanibal Orahovac verzichten.

Diese Schwächungen konnten die Gäste gegen den deutlich besser besetzten HSV nie kompensieren.

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