
DFB-Pokal - Halbfinale
Tim Wiese ist der Held von Hamburg
Tim Wiese hat Werder Bremen ins Pokalfinale geführt und die Chance auf die Teilnahme am Europacup erhalten. Der Nationaltorwart war der Held der Bremer beim 3:1 im Elfmeterschießen im Halbfinale beim Hamburger SV.
Dank der drei Heldentaten von Wiese gegen Marcell Jansen, Ivica Olic und Jerome Boateng zog Werder zum neunten Male ins Endspiel ein. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 1:0) gestanden.
Am 30. Mai ist im Berliner Olympiastadion Bayer Leverkusen der Gegner des Bundesliga-Zehnten.
Olic gleicht den Rückstand aus
Per Mertesacker (11.) hatte Werder in Führung geschossen, Ivica Olic (67.) schaffte zunächst den Ausgleich für die Hamburger.
In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit sah zudem noch HSV-Kapitän David Jarolim wegen groben Foulspiels gegen Mesut Özil die Rote Karte.
Die Überzahl konnte Bremen in der Verlängerung zwar nicht nutzen, hatte aber im Elfmeterschießen das Glück auf seiner Seite.
Erste Chance verspielt
Der HSV hat damit die erste seiner zuvor drei Titelchancen verspielt und muss weiterhin auf die Fahrt nach Berlin warten. Zuletzt konnten die Hamburger 1987 dort einen Titel gewinnen.
Schon an den nächsten beiden Donnerstagen stehen sich beide Teams erneut in den Halbfinalspielen um den UEFA-Cup gegenüber.
Mertesacker mit der schnellen Reaktion
Mertesacker hatte die Gäste frühzeitig auf Kurs gebracht. Der Nationalverteidiger staubte aus kurzer Distanz nach einem 18-Meter-Freistoß von Diego zur verdienten Führung für die Bremer ab.
Torwart Frank Rost hatte zuvor den Schuss des brasilianischen Spielmachers noch aus dem Torwinkel geholt, Mertesacker reagierte aber schneller als die gesamte Hamburger Abwehr.
Überlegene Gäste aus Bremen
Die Bremer bestimmten über weite Strecken der ersten Halbzeit die Partie vor 55.237 Zuschauern.
Die Gäste wirkten energischer in den Zweikämpfen und gedankenschneller, während die Hamburger nervös spielten und nur zu wenigen durchdachten Angriffen kamen.
Bereits in der sechsten Minute verpasste Hugo Almeida einen möglichen Treffer für Werder, als er eine scharfe Hereingabe von Özil von der rechten Seite nur knapp verfehlte. Auch bei einem Freistoß von Naldo (22.) und einem Schuss von Sebastian Boenisch (29.) war ein Treffer für Bremen möglich.
Trochowski nur auf der Bank
HSV-Trainer Martin Jol hatte Mittelfeldspieler Piotr Trochowski etwas überraschend nicht in der Anfangsformation aufgestellt. Für den kleinen Spielmacher lief Paolo Guerrero auf, so dass die Hamburger mit den drei Spitzen Guerrero, Olic und Mladen Petric antraten.
Diese Maßnahme zahlte sich im ersten Durchgang nicht aus. Allein Guerrero (18.) hatte mit einem Schuss aus 18 Metern eine nennenswerte Torgelegenheit. Der Ball strich aber knapp am Werder-Gehäuse vorbei.
Nach der Pause: Die Wechsel wirken
Nach der Pause wechselte Jol zunächst Jonathan Pitroipa für Guerrero ein und brachte nach 60 Minuten auch Trochowski. Diese Wechsel wirkten zunächst. Die Hamburger bekamen die Partie nun langsam besser in den Griff und wirkten in ihren Offensivbemühungen wesentlich gefährlicher.
Schon in der 47. Minute verhinderte Wiese gegen Pitroipa den möglichen Ausgleich. Die Hausherren hatten allerdings Glück, dass eine völlig verunglückte Abwehraktion von Michael Gravgaard auf dem eigenen Tornetz landete, Rost wäre chancenlos gewesen.
Offener Schlagabtausch in der Verlängerung
Im Gegenzug fiel dann der inzwischen verdiente Ausgleich. Zunächste konnte Wiese noch gegen Olic erstklassig parieren, den anschließenden Nachschuss von Guy Demel fälschte der Kroate dann aber unhaltbar ins Werder-Tor ab.
Anschließend folgte ein offener Schlagabtausch.
Bei den Bremern ragten neben Wiese Mesut Özil und Mertesacker heraus.
Beste Hamburger Spieler waren Pitroipa, der Sekunden vor Schluss noch an Wiese scheiterte, und Rost, der kurz vor Ende der Verlängerung noch gegen Markus Rosenberg und Özil rettete.







