Fussball

Lasogga-Doppelpack! HSV kämpft sich ins DFB-Pokal-Halbfinale

Von SID
Pierre-Michel Lasogga traf gegen Paderborn doppelt.
© getty

Pierre-Michel Lasogga fiel Trainer Hannes Wolf strahlend um den Hals, dann ließ sich der "Doppelpacker" ausgiebig von den mitgereisten Fans des Hamburger SV feiern: Nach einem Tor-Rekord von Matchwinner Lasogga hat der HSV erstmals seit zehn Jahren das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht.

"Das ist unbeschreiblich. Jetzt will ich den HSV auch nach Berlin schießen", sagte der 27-Jährige nach dem verdienten 2:0 (0:0) im Zweitliga-Duell beim SC Paderborn.

15 Jahre nach dem Skandalspiel beider Teams an gleicher Stelle ließ Lasogga mit seinen Pokaltreffern Nummer fünf und sechs (54./68.) die Rothosen vom vierten Pokalgewinn der Vereinshistorie träumen.

Er spüre "Euphorie, was sonst?", sagte Lasogga nach Schlusspfiff am Sky-Mikrofon: "Wir hatten uns so viel vorgenommen, es war ein außergewöhnlicher Abend. Wenn wir so spielen wie heute, steht auch dem Aufstieg nichts mehr im Weg."

Nach 325 Tagen: Papadopoulos gibt HSV-Comeback

Lasogga erfüllte mit seinen Treffern zudem den Auftrag von Ivica Olic. Vor der Partie hatte der ehemalige HSV-Angreifer, mit sechs Treffern in der Pokalsaison 2008/2009 Hamburgs erfolgreichster Schütze, gefordert, sein Nachfolger solle sich den "Pokal-Rekord schnappen".

Lasogga tat wie befohlen. "Das ist großartig. Ich werde für diesen Verein bis zum letzten Tag alles geben", sagte der Stürmer, der seine persönliche Zukunft erneut offen ließ: "Danach wird man sehen, was passiert."

Bis zum 15. Halbfinal-Einzug der HSV-Geschichte war es aber ein langer Weg. Besonders vor der Pause entwickelte sich eine zähe Partie. Paderborn zeigte sich an konterstark und brachte vor allem David Bates und Gotoku Sakai in der neuformierten HSV-Abwehr in Bedrängnis. Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos gab nach 325 Tagen sein Comeback nach einer schweren Knieverletzung.

Nach HSV-Sieg in Paderborn: Lassoga will mehr

Der HSV und Paderborn begegneten sich zum dritten Mal im DFB-Pokal. Im letzten Duell 2004, damals noch im Hermann-Löns-Stadion, manipulierte der damalige Schiedsrichter Robert Hoyzer die Partie, in der sich der damalige Regionalligist Paderborn nach einem 0:2-Rückstand noch mit 4:2 gegen den Bundesligisten aus Hamburg durchgesetzt hatte.

Die Entscheidung beim Wiedersehen fiel nach der Pause. Nach einem Eckball stieg Lasogga am höchsten und überwand Paderborn-Schlussmann Leopold Zingerle per Kopf. "Der Trainer hat uns vor dem Spiel gesagt, dass Standards wegen unserer körperlichen Überlegenheit wichtig werden. Das war der Dosenöffner, danach haben wir das Spiel dominiert. Zum Glück haben wir den Sack zugemacht", sagte Lasogga, der 14 Minuten nach seinem 1:0 mit einem Flachschuss im Strafraum nachlegte.

Nach der bitteren Halbfinalniederlage gegen Werder Bremen vor zehn Jahren kann der HSV somit erstmals seit dem letzten Pokalerfolg 1987 wieder ins Endspiel nach Berlin einziehen. Darauf hofft auch Lasogga. "Ich stehe zum ersten Mal in meiner Karriere im Halbfinale des DFB-Pokals. Und jetzt will ich mehr."

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