Fussball

Mario Götze: "Drei Tore in 120 Minuten, das muss normalerweise reichen"

Von SPOX
Mario Götze war wenig begeistert von der Abwehrleistung des BVB.

Die Dienstagsspiele im Achtelfinale des DFB-Pokals brachten einige Überraschungen. Insgesamt flogen drei Bundesligisten raus, was Mario Götze vom BVB mit der eigenen Abwehrleistung hadern ließ. Bei Werder Bremen wiederum erfreut man sich an der eigenen kämpferischen Leistung. Peter Bosz wiederum beklagt einen klaren Leistungsabfall nach der Pause.

SPOX hat die Stimmen und Reaktionen zum Achtelfinale des DFB-Pokals gesammelt.

Borussia Dortmund - Werder Bremen 5:7 n.E.

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Es ist keine Überraschung für mich, dass es schwer war. Schade, dass wir nach dem 3:2 nicht mehr den Ausgleich verhindern konnten. Es lag an Details, an Kleinigkeiten, wie man an unseren Gegentoren gesehen hat.

... über die Verletzung von Marco Reus: "Wir wissen noch nichts, aber er hat etwas gespürt im Oberschenkel und da wäre es dumm gewesen, weiterzuspielen."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Ich hatte schon ruhigere Abende. Aber das ist ein schönes Gefühl. Wir haben heute unser Spiel zu Ende gebracht, auch wenn es die ein oder andere schwierigere Situation für uns gab. Wir sind immer wieder zurückgekommen und haben an uns geglaubt."

... über das Spiel: "Ich hatte schon ruhigere Abende. (lacht) Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und - auch wenn es dramatisch war - aus meiner Sicht verdient gewonnen. Es gab ein paar Situationen in der Verlängerung, bei denen ich das Gefühl hatte, dass es schwierig für uns wird. Beim 3:2 war es ein klares Handspiel gegen uns. Aber wir haben uns gefangen. Wir haben es uns einfach verdient über die letzten Wochen und Monate, weil wir viele solche Spiele gemacht haben und dann gab es doch nur ein Unentschieden. Heute haben wir es zu Ende gebracht."

... über Oelschlägel: "Ohne ihn gewinnen wir das Spiel schon in der regulären Spielzeit. Sein Reflex gegen Kruse war der Wahnsinn. Ich kenne ihn schon lange, aus der Jugend. Ich gehe davon aus, dass er das auf Dauer für sich einordnen kann, dass er sich das erarbeitet hat. Er hat heute trotz allem gezeigt, dass er auf diesem Niveau spielen kann."

Mario Götze (Stürmer Borussia Dortmund): "Wir haben hier in 120 Minuten drei Tore gemacht, das muss normalerweise reichen. Aber wir müssen konsequenter spielen und dürfen hinten die Gegentore nicht bekommen. Wir gehen zweimal in Führung, das ist in der Summe natürlich bitter und ein gebrauchter Abend."

Eric Oelschlägel (Torhüter Borussia Dortmund): "Es war ein emotionaler Tag. Es ist alles noch frisch. Auf jeden Fall ist es ein Tag, den ich nicht vergessen werde. Die Jungs haben mir gut zugesprochen und mich motiviert."

Max Kruse (Stürmer Werder Bremen): "Wir haben uns das total verdient. Wir haben gekämpft mit Leidenschaft pur von vornherein und zweimal einen Rückstand in der Verlängerung aufgeholt. Wir haben es vorher gesagt: Dortmund ist heute zu schlagen. Und das haben wir zum Glück geschafft. Großen Dank an die gesamte Mannschaft. Einfach überragend, dass wir das Viertelfinale erreicht haben. Jetzt schauen wir mal, wer bei der Auslosung herausspringt."

Claudio Pizarro (Stürmer Werder Bremen): "Das war heute sehr wichtig für uns. Unser letztes Spiel in Nürnberg war nicht so gut, aber wir wussten, dass heute die Chance bestand, es besser zu machen. Wir haben bis zum Ende gekämpft und dieses Mal auch die Tore gemacht."

1. FC Heidenheim - Bayer Leverkusen 2:1

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim): "Wir sind froh, dass wir gegen so einen Gegner gewinnen konnten. Jetzt darf man auch mal feiern. Ich hoffe, dass uns das auch Schwung für die Liga gibt. Wir dürfen aber nicht überdrehen. Ab morgen ist wieder Alltag. Wir haben in der Halbzeit die richtigen Zeichen gesetzt. Wir haben nach dem 1:1 mit Überzeugung gespielt, umso schöner ist es, dass wir es geschafft haben."

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Unsere erste Halbzeit war noch ganz ordentlich, aber wenn man die zweite Halbzeit sieht, war die Niederlage berechtigt. Der Unterschied zwischen den Halbzeiten war einfach zu groß. Das darf nicht passieren. Wir hatten sehr viele unnötige Ballverluste, waren zu sehr beschäftigt mit dem Schiedsrichter anstatt Fußball zu spielen."

Julian Brandt (Mittelfeldspieler Bayer Leverkusen): "Wir haben eine große Chance vertan und aufgrund der zweiten Halbzeit völlig verdient verloren. Das war die schwächste zweite Halbzeit, die ich im DFB-Pokal erlebt habe. Absolut unnötig und enorm ärgerlich."

Hamburger SV - 1. FC Nürnberg 1:0

Hannes Wolf (Trainer Hamburger SV): "Wir sind natürlich sehr zufrieden. Vor drei Tagen hatten wir ein sehr schweres Spiel mit zehn Mann in Bielefeld, umso bemerkenswerter, was die Mannschaft heute auf allen Ebenen gezeigt hat. Wir haben permanent Druck gemacht. Da ist der Funke auch zwischen dem Stadion und der Mannschaft übergesprungen. Wir sind sehr glücklich."

Michael Köllner (Trainer 1. FC Nürnberg): "Ein sehr verdienter Sieg des HSV. Wir haben nicht die Form auf den Platz gebracht, die wir uns vorgestellt hatten. Wir hatten zu große Probleme in unserem Spiel und haben eine große Chance liegengelassen. Das ist sehr, sehr bitter. Nun geht es aber darum, dass wir in den wenigen Tagen die Mannschaft vorbereiten, um in Hannover ein besseres Ergebnis einzufahren."

Berkay Özcan (Mittelfeldspieler HSV): "Dass ich heute das erste Mal seit langem wieder in der Startelf stand, dann mein erstes Tor für den HSV erzielen konnte und letztlich mit einer kleinen Trophäe zum Spieler der Partie ausgezeichnet wurde, ist natürlich eine tolle Geschichte. Die Auszeichnung werde ich meiner Mutter schenken."

Jann-Fiete Arp (Stürmer HSV): "Wir haben ganz viel geackert und letztlich dieses eine Tor erzielt! Nürnberg hat natürlich Qualität und ist nicht umsonst aufgestiegen. Wir wussten aber um ihre schwere Situation in der Liga und wollten eine mögliche Verunsicherung unbedingt ausnutzen. Heute haben wir es dann geschafft, unser Spiel auch über die vollen 90 Minuten durchzubringen."

Lewis Holtby (Mittelfeldspieler HSV): "Es war ein geiles Pokalspiel. Wir waren sehr dominant, wie auch die Statistik ausweist. Wir müssen zwar früher das 2:0 machen und den Gegner somit frühzeitig killen, aber mit so einer Selbstsicherheit mit einer so jungen Mannschaft zu gewinnen, zeugt von Substanz und Klasse. Deshalb geht ein großes Kompliment an die ganze Mannschaft."

Christian Mathenia (Torhüter 1. FC Nürnberg): "Wir haben schlecht gespielt. Der HSV ist absolut verdient weitergekommen. Unsere Leistung ist unerklärlich. Wir müssen uns bei unseren tollen Fans entschuldigen. Mit dieser Leistung gibt es am Samstag in Hannover ein böses Erwachen."

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