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DFB-Pokal, 2. Runde: Timo Werner glänzt bei RB Leipzigs Sieg über TSG 1899 Hoffenheim

SID
DFB-Pokal
© getty

Timo Werner glänzte beim Duell zwischen RB Leipzig und TSG 1899 Hoffenheim. Bayer Leverkusen ist über Borussia Mönchengladbach hinweggefegt und ist ganz souverän ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Hier gibt's das Roundup zu den Spielen am Mittwoch.

RB Leipzig - TSG 1899 Hoffenheim 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Werner (48.), 2:0 Werner (56.)

Torjäger Timo Werner hat sich bei Trainer Julian Nagelsmann eindrucksvoll für die Aufgaben in der gemeinsamen Zukunft empfohlen und RB Leipzig ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Beim Sieg gegen den vom künftigen RB-Coach Nagelsmann betreuten Ligarivalen TSG Hoffenheim erzielte der eingewechselte Nationalspieler beide Tore.

Damit bescherte Werner auch Leipzigs Coach Ralf Rangnick den Sieg im intensiv geführten Duell mit dessen Wunschtrainer, der den Posten bei RB zur Saison 2019/20 antritt. Rangnick bleibt Sportchef. Es war Nagelsmanns erster Auftritt in Leipzig seit der Bekanntgabe des Wechsels nach Sachsen. Dass er RB nicht die erste Niederlage seit über einem Monat zufügte, lag vor allem am bärenstarken Werner.

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 0:5 (0:2)

Tore: 0:1 Brandt (5.), 0:2 Jedvaj (45.+1), 0:3 Bellarabi (67.), 0:4 Bellarabi (74.), 0:5 Volland (80.)

Heiko Herrlich darf nach einem furiosen Pokalcoup aufatmen. Der zuletzt angezählte Trainer gewann mit Bayer Leverkusen den Westschlager gegen eine in der zweiten Hälfte indiskutable Mönchengladbacher Borussia verdient und sammelte weitere Pluspunkte. Während die eiskalte Werkself zum siebten Mal in acht Jahren im Achtelfinale steht, setzte sich für Gladbach ein Heimfluch fort.

Nach der 6:2-Gala in Bremen überzeugte die muntere Werkself also erneut. Vor allem bei Kontern setzte Bayer immer wieder Nadelstiche. Für die harmlosen Gladbacher endete der Traum vom Pokalsieg dagegen wie schon vor einem Jahr gegen den Rheinrivalen. Im erst neunten Pokalspiel im Borussia-Park war es die sechste Heimniederlage.

Holstein Kiel - SC Freiburg 2:1 (1:1)

Tore: 0:1 Petersen (1.), 1:1 Serra (26.), 2:1 Kinsombi (79.)

Böses Erwachen im hohen Norden: Der SC Freiburg ist nach einer schwachen Vorstellung beim Zweitligisten Holstein Kiel aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Für das Bundesliga-Team von Trainer Christian Streich war nach der verdienten Niederlage bereits in der zweiten Hauptrunde Endstation. Zugleich vermasselten die Breisgauer auf der weiten Dienstreise ihre Generalprobe für den Auftritt am Samstag bei Rekordmeister Bayern München.

Nils Petersen sorgte vor 9.361 Zuschauern für einen Start nach Maß für die Gäste. Bereits nach 43 Sekunden traf der Nationalstürmer freistehend per Kopf zum 1:0. Holstein glich aber bald danach aus, der eine präzise Flanke des starken Alexander Mühling verwertete. Kapitän David Kinsombi sorgte schließlich nach feiner Kombination für den Kieler Siegtreffer.

Arminia Bielefeld - MSV Duisburg 0:3 (0:3)

Tore: 0:1 Verhoek (12.), 0:2 Schnellhardt (39.), 0:3 Oliveira Souza (45.)

Arminia Bielefeld hat in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den MSV Duisburg kein Land gesehen und schlittert immer tiefer in die Krise. Das Team von Trainer Jeff Saibene unterlag dem Ligarivalen auf der heimischen Alm und kassierte damit die fünfte Pflichtspiel-Niederlage in Folge.

SC Weiche Flensburg 08 - Werder Bremen 1:5 (1:3)

Tore: 0:1 Pizarro (8.), 1:1 Ilidio (27.), 1:2 Kainz (37.), 1:3 Klaassen (44.), 1:4 Harnik (76.), 1:5 harnik (80.)

Claudio Pizarro (8.), Florian Kainz (37.), Davy Klaassen (44./Foulelfmeter) und der eingewechselte Martin Harnik (76./80.) trafen für klar überlegene, aber keinesfalls glänzende Bremer. Für Werder-Trainer Florian Kohfeldt war das nie gefährdete Weiterkommen das perfekte Geschenk zum einjährigen Dienstjubiläum auf der Bank der Grün-Weißen.

Die Flensburger Amateure durften nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ilidio Santos (27.), der nebenberuflich als Kellner arbeitet, nur kurz von einer Fortsetzung ihres Pokal-Abenteuers träumen. Die Elf von Trainer Daniel Jurgeleit hatte ganz offensichtlich zu viel Respekt vor dem Bundesliga-Vierten und agierte lange Zeit viel zu defensiv gegen hinten beileibe nicht immer sattelfeste Bremer.

1. FC Köln - FC Schalke 04 6:6 n.E.

Hier geht's zur Spielanalyse.

Borussia Dortmund - Union Berlin 3:2 n.V.

Hier geht's zur Spielanalyse.

Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg 2:3 (1:1, 0:1) n.V.

1:0 Breier (35.), 1:1 Zrelak (90.), 2:1 Hildebrandt (94.), 2:2 Palacios-Martinez (103.)

Elfmeterschießen: 1:0 Pepic, 1:1 Behrens, 1:2 Margreitter, 1:3 Mühl, 2:3 Williams, 2:4, Leibold

Verschossene Elfmeter: Hildebrandt (Rostock), Bülow (Rostock)

Lang gezittert, nie aufgesteckt und am Ende nervenstark vom Punkt: Der 1. FC Nürnberg ist nach einem Wechselbad der Gefühle ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Beim erbittert kämpfenden Drittliga-Klub Hansa Rostock gewann der Favorit am Mittwoch in der zweiten Runde mit 4:2 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (1:1, 0:1) gestanden. Rostock verpasste somit die Runde der besten 16 (5./6. Februar) zum elften Mal nacheinander.

Tim Leibold ließ mit seinem entscheidenden Versuch vom Punkt das Ostseestadion verstummen. Im Spiel hatten Pascal Breier (35.) per Slapstick-Tor und Jonas Hildebrandt (94.) mit einem direktem Freistoß für Rostock getroffen. Adam Zrelak (90.) und Federico Palacios (103.) glichen zweimal für die Franken aus.

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