"Falkenauge" überwacht Pokalfinale:

Torlinientechnik kommt schon in Berlin

SID
Sonntag, 08.03.2015 | 11:40 Uhr
Die Torlinientechnik gibt am 30. Mai beim DFB-Pokalfinale in Berlin ihr Debüt
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Di13:35
Der Härtetest für den FC Bayern München
Super Liga
SoLive
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
SoLive
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes

Zweieinhalb Monate früher als erwartet soll die Torlinientechnik eingeführt werden. Und zwar genau dort, wo letztlich die Ursache für das Votum zugunsten der Technologie lag: Im Finale um den DFB-Pokal.

Die finale Ursache für die Einführung wird ein Jahr später zum Ausgangspunkt der Torlinientechnik-Ära: Das "Falkenauge" (Hawk-Eye) soll beim Endspiel um den DFB-Pokal am 30. Mai in Berlin erstmals im deutschen Profifußball mögliche Schiedsrichter-Torheiten entlarven. Damit würde die Technik, deren Einsatz in der Bundesliga ab der kommenden Saison im vergangenen Dezember beschlossen wurde, zweieinhalb Monate früher als erwartet eingeführt.

"Nachdem sich die Liga für die Einführung entschieden hat, haben wir uns nun dafür ausgesprochen, die Technik schon vor dem Start der neuen Saison zu nutzen", sagte DFB-Präsidiumsmitglied Peter Frymuth (58), der sich mit seiner Aussage auf die jüngste Sitzung des DFB-Spielausschusses bezog, dem Kölner Express: "Die DFB-Orga-Abteilung kümmert sich nun mit dem Berliner Stadion-Betreiber um die technische Umsetzung."

Technik soll erneute Tor-Debatten verhindern

In der kommenden Pokal-Saison soll die Technologie dann dort zum Einsatz kommen, wo sie vorhanden ist. "Es ist beschlossen, die Technik zu nutzen, wenn sie verfügbar ist. Ab wann sie im Pokal dann verbindlich eingesetzt wird, muss noch entschieden werden", sagte Frymuth. Denkbar wäre, mobile Systeme ab dem Viertelfinale in den Stadien einzusetzen, die nicht mit Kameras ausgestattet sind.

Mit der Einführung der Technik beim Endspiel im Olympiastadion würde der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine ähnliche Debatte wie nach dem Pokalfinale im vergangenen Jahr verhindern. Der nicht anerkannte Treffer des Dortmunders Mats Hummels im Spiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (2:0 n.V.) war letztendlich der Auslöser für die Einführung der technischen Neuerung.

Der DFB-Pokal geht in die heiße Phase - Jetzt bei Tipico wetten!

Zwar wurde bereits als Folge des Phantomtores von Stefan Kießling am 18. Oktober 2013 in Sinsheim über die Einführung diskutiert, bei der Versammlung der 36 Profiklubs im März des vergangenen Jahres war die notwendige Zweidrittel-Mehrheit für die Neuerung aber deutlich verfehlt worden.

15 Bundesligisten stimmen für die Einführung

Es waren schließlich die Bayern, die mit ihrem Antrag nach dem letztjährigen Pokalfinale dafür sorgten, dass sich die Klubverantwortlichen erneut mit dem Thema befassen mussten. Am 4. Dezember stimmten dann schließlich 15 der 18 Bundesligisten für die Einführung der Technik, die schon seit Jahren von den Schiedsrichtern gefordert wurde.

Bei der Frage nach dem System hatte sich der Ligavorstand für das aus dem Tennis bekannte britische Hawk-Eye (englisch für Falkenauge) entschieden. Der Vertrag läuft drei Jahre. TV-Zuschauer wie Stadionbesucher werden live sehen können, wie das System arbeitet.

Die auf Hochgeschwindigkeits-Kameras basierende Technik, die bereits in der englischen Premier League eingesetzt wird, soll rund 135.000 Euro pro Saison und Verein kosten (8000 Euro pro Spiel).

Auch Italiens Serie A entschied sich am Samstag für diese Technik. Zuvor standen in Deutschland auch GoalControl und GoalRef, die ebenfalls vom Weltverband FIFA lizenziert sind, zur Auswahl. Das deutsche GoalControl-System war bei der WM im vergangenen Jahr in Brasilien zum Einsatz gekommen.

Das Achtelfinale des DFB-Pokals im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung