"Wir sind Blut, Schweiß und Tränen"

SID
Donnerstag, 05.03.2015 | 15:42 Uhr
Bielefeld ist der einzige Nicht-Bundesligist in der nächsten Runde
© getty
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Nach dem dramatischen Abstieg im Vorjahr schien Arminia Bielefeld am Boden, nun steht der Klub mit der Steh-Auf-Mentalität neben sieben Bundesligisten im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Die Spieler ließen sich auf dem Zaun als "bestes Team Europas" feiern, Geschäftsführer Marcus Uhlig sprach von "großen Tragödien und großem Spektakel" - doch Norbert Meier blieb die Ruhe selbst. Nach einem kurzen Gefühlsausbruch mit einem Luftsprung direkt nach der 3:1 (1:0)-Sensation gegen Fußball-Bundesligist Werder Bremen kehrte der Trainer von Arminia Bielefeld gleich wieder zur Tagesordnung über und ordnete erst einmal seine Wochenplanung neu.

"Ich habe gar nicht gewusst, dass am Sonntag die Auslosung ist", meinte der Trainer des einzigen Drittligisten im Viertelfinale des DFB-Pokals: "Jetzt muss ich mir das wohl doch mal anschauen." Geschäftsführer Uhlig verspürte derweil "ein Stück weit eine Entschädigung, für das, was wir im Mai erlebt haben". Damals war die Arminia auf die am dramatischsten vorstellbare Art und Weise aus der zweiten Liga abgestiegen - in der Nachspielzeit der Verlängerung des Relegations-Rückspiels gegen Darmstadt 98 im eigenen Stadion.

Arminia die formstärkste Mannschaft

Doch der Verein mit der unglaublichen Steh-Auf-Mentalität, der vor drei Jahren noch Millimeter vor der Pleite stand, zog aus dem "Genickschlag" (Uhlig) wieder Kraft. Und schon vor dem Pokal-Hit gegen Werder machte auf der Alm eine ungewöhnliche Tabelle als Mutmacher die Runde: Mit 27 Punkten aus den vergangenen zehn Spielen ist die Arminia in den Profi-Ligen aller großen Fußball-Länder europaweit die formstärkste Mannschaft.

Es sind auch solche emotionalen Extreme, die den Klub vor allem in der jüngeren Vergangenheit ausmachen. "Arminia hat eben eine ganz spezielle DNA. Einfach geht hier nicht", erklärte der Geschäftsführer: "Arminia Bielefeld ist Blut, Schweiß und Tränen, große Tragödien und großes Spektakel. So sind wir eben."

Noch wichtiger als die Pokal-Sensationen - in der Runde zuvor schalteten die Ostwestfalen schon Hertha BSC aus - ist aber die Rückkehr in die 2. Bundesliga. "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Es gibt keinen Grund durchzudrehen", mahnte der Ex-Werder-Profi Meier schon wenige Minuten nach dem Schlusspfiff: "Die Liga steht für uns an erster Stelle." Und auch Uhlig betonte: "Die Kunst ist es jetzt, vom Rausch-Zustand schnell wieder in den Liga-Modus umzuschalten. Auch der Neun-Punkte-Vorsprung ist für mich noch kein Ruhekissen. Wir müssen weiter gallig und gierig bleiben."

"Es wird gegen alle brutal schwer"

Dennoch blicken sie am Sonntag in Ostwestfalen natürlich gespannt auf die Auslosung und darauf, welchen der sieben Erstligisten sie als Gegner zugelost bekommen. "Es wird gegen alle brutal schwer, deshalb kann es uns egal sein", meinte Uhlig. "Ich muss nicht unbedingt Bayern oder Dortmund bekommen", meinte derweil Torjäger Fabian Klos (18 Liga-Tore): "Das wären ziemlich unlösbare Aufgaben."

Der zweifache Torschütze Manuel Junglas, neben dem in der Nachspielzeit verletzten und wochenlang fehlenden Torhüter Alexander Schwolow (Muskelbündelriss) der überragende Mann, spekulierte schon auf "die nächste Sensation" und meinte nach dem Pokalfight auf einem regelrechten Acker schmunzelnd: "Dann kriegen wir vielleicht auch einen neuen Rasen."

In jedem Fall helfen die Einnahmen von inzwischen mehr als zwei Millionen Euro "dem Klub sehr weiter", erklärte der Geschäftsführer. Damit es in Zukunft mehr Spektakel als Tragödien gibt.

Der Kader von Arminia Bielefeld

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