Dienstag, 11.02.2014

Einziger Zweitligist im Viertelfinale

FCK: Mit großem Spaß zum großen Geld

Der 1. FC Kaiserslautern ist als einziger Zweitligist noch im Viertelfinale des DFB-Pokals vertreten. Am Mittwoch wollen die Roten Teufel bei Bayer Leverkusen die Überraschung schaffen.

FCK-Trainer Kosta Runjaic hofft auf die Sensation gegen Bayer Leverksuen
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FCK-Trainer Kosta Runjaic hofft auf die Sensation gegen Bayer Leverksuen

Mit großem Spaß zum großen Geld - zumindest in den Dimensionen eines chronisch klammen Zweitligisten. "Gegen Fürth war es ein Big-Point-Spiel, gegen Bayer Leverkusen wird es ein Big-Fun-Spiel", sagte Trainer Kosta Runjaic vom 1. FC Kaiserslautern vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal am Mittwoch beim Bundesliga-Zweiten (19 Uhr im LIVE-TICKER).

Vier Tage nach dem 2:1 im Spitzenspiel gegen die SpVgg Greuther will der letzte verbliebene Zweitligist den Rückenwind nutzen und für eine Überraschung sorgen. Die garantierten 1,75 Millionen Euro für den Halbfinal-Einzug könnte der zweimalige Pokalsieger auch ganz gut gebrauchen, um seinen Kader für den erhofften Aufstieg aufzurüsten. Und die Rückkehr des viermaligen Meisters in die Eliteklasse ist im Fall eines Erfolgs beim Champions-League-Teilnehmer schließlich programmiert.

Mögliche Wiederholung

"Wir haben 2009/2010 ja schon mal im DFB-Pokal gegen Leverkusen gespielt und gewonnen. Und danach sind wir aufgestiegen...", sagte Torwart Tobias Sippel, der sich vor allem auf einen Leverkusener Nationalspieler konzentrieren möchte: "Sydney Sam hat immer ein Tor gegen uns gemacht, nachdem er aus Lautern weg ist - das will ich dieses Mal unbedingt verhindern."

Nach Ansicht von Runjaic wäre es allerdings falsch, sich nur auf einen Leverkusener zu fokussieren. "Bayer hat einen Kader mit hervorragender Qualität, der für drei Wettbewerbe ausgerichtet ist. Da werden wir mit unglaublicher Leidenschaft dagegenhalten müssen. Wir werden versuchen, mit viel Laufarbeit diszipliniert zu arbeiten", sagte der Coach, der die Pokalpartie als Bonusspiel sieht.

Aufstieg bleibt das Ziel

"Der Fokus liegt nach wie vor auf dem Aufstieg in die Bundesliga. Wir werden sicherlich rotieren und eine etwas andere Startelf haben", äußerte Runjaic, der wahrscheinlich den Winter-Neuzugängen Srdjan Lakic und Chinedu Ede eine Chance geben wird. Zudem baut der Coach, dessen Klub zuletzt im Abstiegsjahr 1996 das Halbfinale erreicht hat und den Pokal dann auch gewann, auf die Unterstützung der 3500 mitreisenden Fans: "Ich gehe davon aus, dass man unsere Fans gut hören wird."

Runjaic spielte damit auf die Leverkusener Zuschauer-Debatte an. Bayer-Geschäftsführer Michael Schade hatte das geringe Interesse für das Duell gegen den FCK bedauert. "Wir haben erst etwa 23.000 Karten verkauft. Das empfinde ich als etwas enttäuschend", hatte Schade am Wochenende erklärt: "Ich habe schon gehofft, dass die Mannschaft in diesem wichtigen Spiel stärker unterstützt wird. Zumal wir so viele Jahre kein Heimspiel im Pokal hatten."

Teamchef Sami Hyypiä kommentierte das Thema gewohnt trocken: "Wir können die Leute nicht zwingen, ins Stadion zu kommen", sagte der Finne, der auf Mittelfeldspieler Stefan Reinartz (Fersenprobleme) verzichten muss. Doch auch ohne Reinartz sowie Stefan Kießling und Emir Spahic, die wohl beide geschont werden, will Sam seinem Ex-Klub nichts gönnen: "Wenn wir spielen, was wir können, schlagen wir Lautern." - Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Leverkusen: Leno - Donati, Wollscheid, Toprak, Guardado - Bender, Rolfes, Castro - Sam, Derdiyok, Son.

Kaiserslautern: Sippel - Dick, Torrejon, Heintz, Löw - Karl, Jenssen - Matmour, Alushi, Ede - Lakic.

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)


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