Donnerstag, 13.02.2014

Nach Pokalblamage gegen Kaiserslautern

Leverkusen im Schockzustand

Das 0:1 n.V. im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den 1. FC Kaiserslautern ist den Verantwortlichen von Bayer Leverkusen auf den Magen geschlagen. Für das Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag gegen Schalke 04 (18.30 Uhr im LIVETICKER) wurde Besserung gelobt.

Die Enttäuschung über das Ausscheiden gegen den Zweitligist war in Leverkusen groß
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Die Enttäuschung über das Ausscheiden gegen den Zweitligist war in Leverkusen groß

Erst herrschte blankes Entsetzen, dann mischte sich die Angst vor einem Absturz in der bislang so grandios verlaufenen Saison für Bayer Leverkusen in die Kommentare der Protagonisten.

"Das war viel zu wenig und die schlechteste Leistung in der ganzen Saison. Warum wir so schlecht gespielt haben, weiß ich nicht", sagte Kapitän Simon Rolfes nach der 0:1-Blamage gegen den Zweitligisten ratlos.

Für den Routinier war der Auftritt der Werkself gegen die Pfälzer noch desaströser als beim 0:5-Debakel gegen Manchester United in der Gruppenphase der Champions League im vergangenen November. "Die beiden Gegner kann man nicht vergleichen. Gegen einen Zweitligisten ist uns nichts eingefallen, das muss uns zu denken geben", sagte der 32-Jährige.

Nach vier Niederlagen in den letzten sechs Pflichtspielen müsse man vor dem Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag gegen Verfolger Schalke 04 und dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am kommenden Dienstag gegen Paris St. Germain (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) schnell die Kurve kriegen, um weiteren Schaden vom Verein abzuwenden.

Völler: "Nur erzählen reicht nicht"

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Knapp 20 Minuten konnten die Hamburger Gegenwehr leisten. Dann machten die Bayern ernst. Mandzukic trifft zum 1:0
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Bayerns Innenverteidiger Dante kann sich nur wenig später über seinen Treffer zum 2:0 freuen
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Hamburg-Trainer Bert van Marwijk konnte einem schon Leid tun. Sein Team wurde in der zweiten Hälfte regelrecht vorgeführt
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Die Bayern feiern am Ende einen ungefährdeten Sieg. Nein nicht 1:2 Herr Westermann. 5:0 lautet das Endergebnis
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BAYER LEVERKUSEN - FC KAISERSLAUTERN 0:1 n. V.: Debütant Guardado (r.) zeigt gleich mal aus welchem Holz er geschnitzt ist
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Bayer-Torjäger Stefan Kießling konnte keine seiner Chancen nutzen. Das Spiel ging in die Verlängerung
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Dort wurde es dann hektisch. Leverkusen protestiert gegen den Elfmeter für den FCK. Idrissou vergibt die Vorentscheidung vom Punkt
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Ruben Jenssen (2.v.l) erzielte wenig später den einzigen Treffer des Abends und macht die Pokalblamage von Leverkusen perfekt
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1899 HOFFENHEIM - VFL WOLFSBURG 2:3: Ricardo Rodriguez brachte die Wölfe gleich zweimal vom Elfmeterpunkt in Führung
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Roberto Firmino sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Auch die Brasilianer Gustavo und Naldo konnten das nicht verhindern
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Den Hoffenheimern war jedes Mittel recht, um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen
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Das 3:1 durch den Niederländer Bas Dos brachte dann die Vorentscheidung
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EINTRACHT FRANKFURT - BORUSSIA DORTMUND 0:1: Die Eintracht und der BVB lieferten sich anfangs einen packende Fight mit viel Tempo
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Pierre-Emerick Aubameyang versuchte es mit seiner ungewöhnlichen Schusstechnik per Freistoß - traf aber nicht
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Richtig Zoff gab es immer wieder mit Carlos Zambrano. Meist trug er seine Fehde mit Robert Lewandowski aus, hier drückt ihm Kevin Großkreutz einen Spruch
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Am Ende traf Aubameyang doch noch. Er nickte per Kopf nach einer Ecke ein und wurde so zum Mann des Abends
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Bayer-Sportchef Rudi Völler hatte den Grund für die Pleite schnell ausgemacht. "Nur erzählen, dass wir ins Pokalfinale wollen, das reicht nicht. Du musst gegen eine Mannschaft aus der zweiten Liga auch Zweikämpfe gewinnen, sonst geht es nicht", monierte der 53-Jährige und legte damit den Finger in die Wunde.

Denn gegen die Roten Teufel hatte Bayer nicht nur spielerisch auf der ganzen Linie enttäuscht, sondern auch kämpferisch versagt. "Wir hatten keine Einsatz- und Laufbereitschaft", räumte Rolfes selbstkritisch ein.

Bayer-Trainer Sami Hyypiä, der möglichst bald seinen Vertrag unter dem Bayer-Kreuz verlängern soll, wirkte angesichts der leblosen Darbietung seiner Profis konsterniert: "Wir hätten heute noch fünf oder sechs Stunden spielen können und hätten kein Tor geschossen", sagte er und fügte hinzu: "Die Spieler sind fit und gesund, also muss es im mentalen Bereich liegen."

"Ein Schuss vor den Bug"

Dass es einzig und allein an der Einstellung der Leverkusener Spieler lag, die sich vermeintlich schon im Pokalfinale in Berlin gesehen hatten, hatte auch Völler erkannt.

"Wir müssen in jedem Spiel 100 Prozent bringen, sonst funktioniert das nicht", sagte der frühere DFB-Teamchef und forderte von seinem Team eine schnelle Wiedergutmachung: "Vielleicht war es zum richtigen Zeitpunkt ein Schuss vor den Bug. Nun müssen wir aber ganz schnell wieder die andere Richtung einschlagen."

Da pflichtete ihm Geschäftsführer Michael Schade bei. "Die Niederlage tut sehr weh. So dürfen wir uns nicht noch einmal präsentieren", sagte der neue Bayer-Boss, der zurzeit mit einer teuren Imagekampagne die Marke Bayer Leverkusen in ein besseres Licht rücken will. Leistungen wie gegen Kaiserslautern sind allerdings kontraproduktiv.

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