Dienstag, 20.12.2011

Regionalligist fordert Mainz 05 im Pokal

Holstein Kiel träumt wieder von der Sensation

Energie Cottbus und der MSV Duisburg mussten bereits geschlagen die Heimreise antreten, nun soll Bundesligist FSV Mainz 05 das nächste "Opfer" von Regionalliga-Herbstmeister Holstein Kiel sein.

Sofien Chahed (r.) und Holstein Kiel wollen Mainz 05 aus dem Pokal werfen
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Sofien Chahed (r.) und Holstein Kiel wollen Mainz 05 aus dem Pokal werfen

In Kiel steht es bereits Weiß auf Schwarz geschrieben. "Meins" prangt in großen Lettern unter der Pokal-Trophäe auf den T-Shirts, die der Fußball-Regionalligist Holstein extra vor dem Duell im DFB-Pokal gegen Mainz 05 (Mittwoch, 18.45 Uhr im LIVE-TICKER und bei Sky) anfertigen ließ. Auf der Rückseite steht geschrieben: "Mainz Null Fünf Kiel".

Es ist eine Kampfansage mit Augenzwinkern, denn der Viertligist ist sich seiner krassen Außenseiterrolle vor dem Duell mit Mainz im Achtelfinale sehr bewusst. "Es sind nun 'mal drei Klassen Unterschied. Da muss alles passen, um eine Chance auf eine weitere Sensation zu haben", sagte Sportdirektor Andreas Bornemann.

Cottbus und Duisburg mussten schon dran glauben

Doch ähnliche Worte fand er auch vor den ersten Pokal-Runden. Anschließend fertigten die "Störche" erst Energie Cottbus mit 3:0 ab und jagten dann den MSV Duisburg (2:0), immerhin Finalist der vergangenen Saison, völlig verdient aus dem Stadion. Die 10.500 Zuschauer im ausverkauften Holstein-Stadion träumen also nicht ganz unberechtigt von der nächsten Pokal-Sensation.

Doch in Kiel wurde in den vergangenen Jahren viel zu viel geträumt. Und dabei viele Millionen Euro in den Sand gesetzt. Alternde Ex-Bundesligaprofis wie Marcus Marin, André Trulsen oder André Breitenreiter kosteten viel Geld - brachten aber keinen sportlichen Erfolg.

Entspannte Bayern und Hardcore-Fans
Bayern - Ingolstadt 6:0: Pokalpleite? Nein, Danke! Nach der Niederlage in der Liga gegen Hannover meldete sich der Rekordmeister zurück
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Thomas Müller traf und feierte. Hier mit seinem Mittelfeldkollegen David Alaba, der das 2:0 erzielte
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Entsprechend gut war auch die Laune bei Philipp Lahm auf der Bank. Er wurde, wie einige weitere FCB-Stammspieler, geschont
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Hannover - Mainz 0:1 n.V.: 90 Minuten lang gelang beiden Mannschaften kein einziges Tor. Klare Sache: Die Verlängerung musste her
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In der 93. Minute erlöste Andreas Ivanschitz die Mainzer Fans und Spieler mit dem entscheidenden Treffer zum 1:0
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Kurz vor Abpfiff gab es noch einen Elfmeter für Hannover. Didier Ya Konan trat an - und vergab. Unfassbar! Damit war 96 raus
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Frankfurt - Kaiserslautern 0:1 n.V.: Polizeipräsenz in der Commerzbank-Arena. Es wurde ein hitziges Duell erwartet
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Gegen kaum nach vorne spielende Rote Teufel erzielte Erwin Hoffer zwar ein Tor. Dieses wurde allerdings wegen Abseits nicht gegeben
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Als das Elfmeterschießen schon sicher schien, schoss Richard Sukuta-Pasu doch noch das entscheidende Tor für den FCK
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Karlsruhe - Schalke 0:2: 80 Minuten lang hatte Huub Stevens nichts zu lachen. Sein Kollege Rainer Scharinger konnte mit dem 0:0 besser leben
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Doch dann erzwang - wer auch sonst - Klaas-Jan Huntelaar den Siegtreffer für die Gelsenkirchener
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Nur zwei Minuten später war der Drops dann endgültig gelutscht: Joel Matip legte per Kopf das zweite Tor für seine Schalker nach
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Essen - Berlin 0:3: So sieht voller Einsatz aus - Essens Präsident Michael Welling ließ sich das Vereinswappen auf den Hinterkopf rasieren
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Die Underdogs aus Essen konnten lange Zeit mit dem Bundesligisten mithalten. Zur Halbzeit stand die Partie noch 0:0
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In der 64. Minute hatte das Hoffen der Amateure dann aber ein Ende. Adrian Ramos erzielte das 1:0 für die Berliner
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Markenzeichen: jung und mutig

Trainer Thorsten Gutzeit, der nicht dafür bekannt ist den Kopf in den Wolken zu tragen, hat seit 2010 eine junge (Durchschnittsalter 23,7 Jahre) und mutige Mannschaft aufgebaut, die stets mit viel Risiko nach vorne spielt. Leidenschaft und volles Tempo - das zeichnet sein Team aus.

Doch Gutzeit relativierte vor dem Spiel des Jahres: "Wir hatten das Glück, Cottbus und Duisburg jeweils in schwierigen Phasen erwischt zu haben. Gegen Mainz sind unsere Chancen jetzt erheblich geringer."

Doch neben unbedingten Einsatz und Willen, haben die Norddeutschen noch einen weiteren "Trumpf" in der Hand - der Rasen gleicht nach den schweren Regenfällen in den vergangenen Tagen einem Kartoffelacker.

Der Rasen als Sorgenkind

Etwa 100.000 Euro zahlt der Klub für eine innovative Zeltlösung, dessen über 6000 Quadratmeter große Plane die Spielfläche wegen der nicht vorhandenen Rasenheizung möglichst trocken halten soll.

Doch bereits beim Spitzenspiel in der Regionalliga Nord gegen den Halleschen FC (0:0) am vergangenen Freitag glich der Rasen eher einer Badewanne. "Die Mainzer werden sich sicher nicht freuen, wenn sie den Platz sehen", sagte Mittelfeldspieler Rafael Kazior, "ich weiß nicht, ob die auf so einem Boden schon 'mal gespielt haben."

Doch seither haben sich die Platzverhältnisse schon ein wenig gebessert, auch wenn Coach Gutzeit ulkte: "Golf geht nicht, aber man könnte Boßeln. Hohe technische Fußballkunst ist auf jeden Fall unmöglich."

Das Achtelfinale im DFB-Pokal


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