Im Schatten der Lügen-Affäre

Hertha muss Schalter umlegen

SID
Dienstag, 20.12.2011 | 16:25 Uhr
Interims-Coach Rainer Widmayer (l.) muss nun ohne Markus Babbel die Hertha ins Viertelfinale führen
© Getty
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Das Kommen von Michael Skibbe als neuer Trainer wird für Hertha BSC zur finanziellen Belastung. Auch deshalb muss Babbel-Freund Rainer Widmayer den Hauptstadt-Klub am Mittwoch unbedingt ins Viertelfinale des DFB-Pokals führen.

Die Verpflichtung von Michael Skibbe gestaltet sich schwieriger als gedacht, jetzt soll ausgerechnet Markus Babbels Freund Rainer Widmayer Hertha BSC ins Pokal-Viertelfinale führen.

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Für den mit rund 30 Millionen Euro verschuldeten Hauptstadt-Klub geht es gegen den 1. FC Kaiserslautern am Mittwoch um 1,25 Millionen Euro TV-Gelder und nach der Lügen-Affäre der letzten Tage auch um viel Prestige.

Nur zwei Runden eingeplant

"Wir haben im DFB-Pokal nur zwei Runden geplant. Wir freuen uns über alle Zusatzeinnahmen. Ein Weiterkommen bringt uns eine Summe im siebenstelligen Bereich", sagte Manager Michael Preetz am Dienstag. Nach der Trennung von Babbel müssen die Berliner das Restgehalt des Ex-Trainers von geschätzten 500.000 Euro zahlen. Es sei denn, die mögliche Klage gegen den Ex-Trainer wegen vereinsschädigenden Verhaltens hat Erfolg.

Noch teurer wird es, wenn Hertha tatsächlich Michael Skibbe als neuen Trainer holt. Nach Informationen von türkischen Zeitungen am Dienstag soll die Ablösesumme für den 46 Jahre alten Trainer vom türkischen Erstligisten Eskisehirspor nicht bei 250.000 Euro, sondern gar bei 500.000 Euro liegen.

Preetz sagt nichts zu Gerüchten

Wie Türkspor berichtet, soll Hertha sogar ins Gespräch gebracht haben, dass Skibbe die Ablösesumme selbst bezahlt. Während Preetz dazu keinen Kommentar abgab, sagte Skibbe der Zeitung Türkspor.

"Ich werde mich erst nach unserem letzten Spiel am Mittwoch dazu äußern. Ich bin sehr glücklich in der Türkei. Ich lebe hier sehr gut. Ich bin sehr dankbar für die Gastfreundschaft."

Widmayer kostengünstige Lösung

Angesichts des Kostendrucks ist auch verständlich, dass Preetz im Pokalspiel auf Widmayer setzt. Der langjährige Freund von Babbel ist die kostengünstige Lösung, weil er noch unter Vertrag steht. "Ich habe nicht gezögert, als Michael Preetz mich gefragt hat", sagte Widmayer mit breitem schwäbischen Akzent. "Die Mannschaft ist heiß und geil darauf, die nächste Runde zu erreichen."

Dennoch ist die Personalie brisant. Widmayer arbeitet seit Jahren mit Babbel und hat sich in der Lügen-Affäre auch auf die Seite des Chef-Trainers geschlagen. Dennoch setzt Preetz ihn am Mittwoch auf die Bank. Danach wird die Zusammenarbeit aber wohl beendet. "Wir werden nach dem Spiel eine Entscheidung bekannt geben", sagte Widmayer.

Spiel des Jahres für Hertha

Die Pokal-Partie, für die im Vorfeld schon 40.000 Karten verkauft wurden, ist für Hertha so etwas wie das "Spiel des Jahres". Deshalb auch wollte Preetz lange Zeit einen Bruch mit Babbel vor Weihnachten verhindern.

Seit vier Jahren hat der Hauptstadt-Klub das Viertelfinale nicht mehr erreicht. Preetz glaubt, dass die Mannschaft den Rummel der letzten Tage wegsteckt: "Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft mit diesem Umstand professionell umgehen kann."

Kurz zeigt sich skeptisch

Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz blieb angesichts des Theaters beim Gegner skeptisch. "Ob das bei dem einen oder anderen Berliner Spieler irgendwelche Auswirkungen hat, kann ich nicht nachvollziehen. Mir ist jedenfalls ziemlich egal, wer da als Verantwortlicher auf der Bank sitzt", meinte der Coach der Pfälzer.

Fraglich blieb, ob Herthas angeschlagene Abwehrspieler Christian Lell (Oberschenkelverletzung) und Roman Hubnik (Zerrung) und Andre Mijatovic (Bänderverletzung) rechtzeitig fit werden. Am besten sah es bei Kapitän Mijatovic aus, der am Dienstag wieder trainieren konnte.

Der DFB-Pokal im Überblick

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