Calmund kritisiert Strafforderung gegen Dresden

SID
Dienstag, 08.11.2011 | 14:31 Uhr
Reiner Calmund hat die drohende Strafe für Dynamo Dresden öffentlich kritisiert
© Getty
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Dynamo Dresden erhält in Reiner Calmund im Kampf gegen den drohenden Ausschluss aus dem DFB-Pokal weitere prominente Unterstützung.

Reiner Calmund, ehemaliger Bundesliga-Manager von Bayer Leverkusen und bis vor kurzem Berater Dynamos, hält das vom DFB-Kontrollausschuss geforderte Strafmaß für überzogen.

"Der DFB darf kein Exempel statuieren, er muss im Interesse des gesamten Fußballs das Problem an der Wurzel packen. Es geht nur, dass Vereine, Verband, Polizei, Staatsanwaltschaft und andere Behörden die Gewalt im Umfeld des Fußballs durch eine gezielte Kooperation und Zusammenarbeit gemeinsam in den Griff bekommen", hieß es in einer vom Verein verbreiteten Pressemitteilung Calmunds.

"Es hilft nicht, Vereine drakonisch zu bestrafen und sie dann mit Problemen, die sie schon alleine aus rechtlichen Gründen nicht lösen können, allein zu lassen."

Pokalausschluss vom Kontrollausschuss beantragt

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte am vergangenen Mittwoch beim DFB-Sportgericht beantragt, Dynamo aus dem Pokalwettbewerb der kommenden Saison auszuschließen. Dagegen hat der Verein fristgerecht Widerspruch eingelegt.

In der vergangenen Woche hatten auch die Dresdener Klub-Idole Ulf Kirsten und Hans-Jürgen "Dixie" Dörner den angedrohten Pokal-Ausschluss kritisiert.

Randalierer zur Verantwortung ziehen

Calmund fordert, die Randalierer "mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln" zur Verantwortung zu ziehen.

"Es ist einfach nicht mehr zu akzeptieren, dass eine gewaltbereite Minderheit das Image unseres Vereins und der Stadt beschädigt und damit viele tausende Mitglieder und Fans in Misskredit bringt", hieß es in der Mitteilung weiter: "Ich habe mich als Vereinsmitglied an diesem Abend geschämt."

Dresdner Fans hatten rund um das Spiel der zweiten Pokalrunde bei Borussia Dortmund (0:2) randaliert und zwei Polizisten verletzt. 15 Personen wurden festgenommen.

Dynamo Dresden im Steckbrief

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