Mit Baumeister Arnold kam der Erfolg zurück

SID
Montag, 01.08.2011 | 13:27 Uhr
Mit Marc Arnold kamen die Erfolge zurück zu Eintracht Braunschweig
© Getty
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Eintracht Braunschweig war in der Bedeutungslosigkeit verschwunden und begeistert jetzt in der 2. Bundesliga. Marc Arnold ist der Baumeister des Erfolges.

In Braunschweig scheint die Zeit nur auf den ersten Blick stehengeblieben zu sein. Das Stadion ist zwar etwas maroder geworden, aber immer noch dasselbe wie in den guten alten Zeiten.

An der grauen Betonfassade hängt ein Schild: "Tradition verbindet". Hier heißt das Stadion noch Stadion, und nicht Arena. Aber ab Herbst wird der Wandel in Braunschweig nicht nur auf dem Rasen sichtbar sein.

Dann wird die Haupttribüne modernisiert. "Unsere Konkurrenz schläft nicht. Ohne den Umbau könnten wir nicht überleben", sagte Marc Arnold, Braunschweigs Sportdirektor, vor dem DFB-Pokal-Duell mit Bayern München. Der alte VIP-Raum wird 18 feinen Logen weichen, 1500 Businessplätze sollen entstehen. Die Stadt spendiert dafür einen zweistelligen Millionenbetrag.

Was dem Stadion noch bevorsteht, hat die Mannschaft längst hinter sich: einen radikalen Umbau. "Unser Konzept ist es, junge Spieler zu holen, sie weiterzuentwickeln und für unser Ziel zu begeistern", sagte Arnold, Baumeister des derzeitigen Eintracht-Erfolges.

Euphorie in der Stadt

Die Euphorie in der Stadt ist nach den zwei Auftaktsiegen (3:1 gegen 1860 München und 2:0 in Aachen) und Platz eins in der 2. Liga grenzenlos. An fast jeder Ecke in der Stadt hängen blau-gelbe Fahnen oder Schals.

Einige Anhänger träumen nach dem Aufstieg sogar schon vom Durchmarsch des Teams von Trainer Torsten Lieberknecht in die Bundesliga.

"Wir wollen keinen in seiner Freude beeinträchtigen", sagte Arnold zu der Begeisterung, "auch wir freuen uns über den tollen Saisonstart, beurteilen die Lage aber wie in den vergangenen drei Jahren realistisch". Weiterarbeiten ist das Motto, bloß nicht abheben wie in der Vergangenheit.

Eintracht Braunschweig war deutscher Meister 1967 und noch in den 70er Jahren sorgten Stars wie Torwart Bernd Franke, Bernd Gersdorff oder Danilo Popivoda für sportlichen Erfolg.

1977 holte Jägermeister-Fabrikant Günter Mast mit seinen Millionen Paul Breitner von Real Madrid. Danach ging es bergab. Der Klub war über Jahre kein schlafender Riese, sondern ein träumender Zwerg. "Es ist hier in der Vergangenheit viel zerstört worden", sagte Arnold. Noch 2008 drohte der Absturz in die vierte Liga.

Mit Arnold kam die Wende

Im selben Jahr übernahm Arnold die sportliche Leitung. Und seitdem ist die Eintracht kein Auffangbecken mehr für Profis, die zu viele Kilometer auf dem Tacho haben. Das Team wurde immer jünger und besser.

"Wir haben in diesem Sommer bewiesen, dass wir auch für die zweite Liga gute, junge, ablösefrei Spieler finden können", sagte Arnold. Die Mannschaft ist im Schnitt 25 Jahre jung, der Gesamtwert des Kaders wird auf knapp acht Millionen Euro beziffert. Es ist der geringste der 2. Liga.

Aber Trainer Lieberknecht schickt seine "Baby-Löwen" mit einem Plan auf den Platz. Überzahlsituationen schaffen, Ball erobern und den schnellen Abschluss suchen.

"Die Leute merken, dass wir etwas aufgebaut haben. Ich denke, dass haben sie lange vermisst", sagte er. Und Arnold glaubt: "Wir sind gut aufgestellt und absolut optimistisch, die Klasse zu halten." Es gab Zeiten, da waren die Verantwortlichen in Braunschweig nicht so bescheiden. Aber die sind vorbei.

Eintracht Braunschweig im Überblick

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