Fussball

"Die Auftaktsiege überraschen mich nicht"

Von Interview: Kevin Bublitz / Mark Heinemann
Dennis Kruppke ist mit Eintracht Braunschweig in die 2. Liga aufgestiegen
© Getty

Wettschulden sind Ehrenschulden: Daher schaute SPOX bei Zweitligaspitzenreiter Eintracht Braunschweig vorbei. Dennis Kruppke hatte nämlich im November letzten Jahres gewettet, dass er in der Hinrunde mehr Tore schießen, als die Eintracht kassieren würde. Kruppke schaffte es und SPOX freut sich nun über ein handsigniertes Trikot. Nach der Übergabe sprach der 31-Jährige über den erfolgreichen Ligastart des Aufsteigers.

SPOX: Dennis Kruppke, haben Sie selbst damit gerechnet, dass Sie die Wette gewinnen?

Dennis Kruppke: (lacht) Die Wette war ein schöner Spaß. Da es nun geklappt hat, gebe ich das Trikot natürlich gerne ab. Wenn es so weiterläuft, können wir noch andere Wetten abschließen.

SPOX: Gutes Stichwort. Welche Wette gehen wir zur 2. Liga ein?

Kruppke: Zur 2. Liga müssen Sie sich etwas einfallen lassen. Aber bitte immer daran denken, dass die 2. Bundesliga qualitativ besser ist als die 3. Liga. Ob da die gleiche Wette noch einmal geht, müssen wir schauen.

SPOX: Hätten Sie das Los FC Bayern im Pokal nicht lieber erst in der nächsten Runde bekommen?

Kruppke: Ich habe mich gefreut, dass wir die Bayern in der ersten Runde bekommen haben, weil ich gerne gegen ein Team aus der oberen Region der Bundesliga spielen wollte. In den letzten Jahren sind wir zumeist gegen Mannschaften ausgeschieden, die vermeintlich kleine Namen hatten.

SPOX: Die Eintracht ist sehr gut in die Zweitligasaison gestartet und hat aus den ersten beiden Partien zwei Siege geholt. Trägt Sie noch die Aufstiegseuphorie?

Kruppke: Nein. Ich denke, dass wir einfach relativ weit und eingespielt sind. Wir hatten und haben eine gute Mannschaft. Daher treten derzeit mit breiter Brust auf und zeigen das auf dem Platz. Die beiden Auftaktsiege überraschen mich nicht. Man sollte jetzt aber natürlich nicht damit rechnen, dass wir nun jede Partie gewinnen werden.

SPOX: Besteht die Gefahr, dass die Euphorie zu groß wird?

Kruppke: Bei uns in der Mannschaft besteht die Gefahr nicht. Wir bekommen natürlich mit, dass die Fans viel Spaß haben und auch in der Stadt viel los ist. Aber wir Spieler bleiben auf dem Boden. Es wird keinen geben, der überdreht.

SPOX: Welchen Anteil hat Trainer Torsten Lieberknecht?

Kruppke: Er hat einen großen Anteil am Erfolg, weil er auch die Spieler geholt hat, die charakterlich in den Kader passen. Mit ihm ging es kontinuierlich bergauf. Er achtet viel auf Details und arbeitet sehr akribisch. Dafür, dass er noch ein sehr junger Trainer ist, macht er seine Sache gut. Der Erfolg spiegelt das wieder.

SPOX: Im Verein ist es auch in schwächeren Phasen ruhig geblieben. Ein Faustpfand der Eintracht?

Kruppke: Es gehört aus meiner Sicht dazu, dass man in schlechteren Phasen nicht immer über den Trainer diskutiert. Der Weg des Vereins ist völlig richtig. Ich glaube, ein Trainer kann nicht innerhalb von zwei Wochen Erfolg haben. Kurzfristig ja, aber dann braucht es einfach einen gewissen Zeitraum, bis man sich eingespielt hat.

SPOX: Sind Sie auf einer Wellenlänge, weil er noch nicht so lange aus dem aktiven Profigeschäft raus ist?

Kruppke: Ja, das hilft sicherlich. Er weiß, wie wir denken und kann sich in die Spieler hineinversetzen.

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