Ausgemacht: die Schalker Schwachstelle

Von Für SPOX in Berlin: Haruka Gruber
Samstag, 21.05.2011 | 14:30 Uhr
Lange Gesichter bei Schalke nach sechs Pflichtspielniederlagen in Folge
© Getty
Advertisement
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Premier League
Man United -
Huddersfield
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)

Selten gab es im Finale um den DFB-Pokal einen derart klaren Favoriten wie diesmal. Dennoch sind die Aussichten des MSV Duisburg gegen den FC Schalke nicht so düster. Denn: Schalke hat eine Achillesferse - und der MSV einige Trümpfe.

Ralf Rangnick war kein Quell überbordender Emotionen, als er auf das DFB-Pokal-Finale gegen den MSV Duisburg (19.30 Uhr im LIVE-TICKER) angesprochen wurde: "Wir sind überzeugt davon, mit einer normalen Leistung das Spiel zu gewinnen."

Während beim Trainer des FC Schalke 04 die Emotionslosigkeit regierte, vermischte sein Duisburger Gegenüber Fatalismus mit etwas Galgenhumor: "Ich weiß selber nicht, wer am Samstag einsatzbereit sein wird, aber wir werden elf Spieler aufbieten können", sagte Milan Sasic angesichts der zahlreichen Ausfälle.

Mit Kapitän Srdjan Baljak, Entdeckung Julian Koch, dem vielseitigen Jürgen Säumel und dem gesperrten Bruno Soares fehlen definitiv vier Spieler, die in der Startelf hätten stehen können.

Milan Sasic im Interview: Sein Weg vom Flüchtling zum Profi-Trainer

Außerdem gehen mit Stoßstürmer Stefan Maierhofer, Anführer Ivica Grlic und Rechtsverteidiger Benjamin Kern drei weitere Leistungsträger lädiert in das ungleiche Endspiel zwischen dem Zweitliga-Mitläufer und dem Champions-League-Halbfinalisten.

Doch sind die Aussichten des MSV tatsächlich so düster wie es augenblicklich erscheint? Drei Faktoren geben zumindest Anlass zu vorsichtiger Zuversicht.

1. Sefa und die Schalker Problemseite

Sechs Pflichtspielniederlagen in Serie brachten Schalke ins Grübeln, was sich denn seit den Festtagen gegen Inter geändert haben könnte. Mangelt es der Mannschaft an Charakterfestigkeit? Oder setzten sich die Spieler zu sehr unter Druck, wie Benedikt Höwedes vermutet?

Neben aller Tiefenpsychologie gibt es jedoch auch eine ganz banale Erklärung: Schalkes linke Seite spielt schlecht.

Nach zwei miserablen Leistungen fehlt Rangnick das Vertrauen in Linksverteidiger Hans Sarpei. Sein Nachfolger Sergio Escudero weiß aber auch nur gelegentlich mit Vorstößen zu gefallen und lässt sich defensiv allzu oft düpieren.

Vor ihm steht Jose Manuel Jurado, dem jedoch wie Alternative Alexander Baumjohann die Form abhanden kam und der angesichts fehlender Spezialisten ohnehin nur notdürftig auf Außen aushilft.

Entsprechend gelegen kommt es den Duisburgern, dass sie über eine rechte Seite verfügen, die mit Offensivstärke und Dynamik besticht. Der wahrscheinlich rechtzeitig einsatzbereite Rechtsverteidiger Kern erwies sich als guter Vertreter von Koch und gab in dieser Saison fünf Assists.

MSV-Held Bachirou Salou im Interview: "Die Bayern konnten mich nicht stoppen"

Rechtsaußen Sefa Yilmaz wiederum neigt zu unerklärlichen Formschwankungen, aber neun Scorer-Punkte und sehenswerte Dribblings deuteten im Saisonverlauf an, warum der DFB und der türkische Verband um die Gunst des 21-Jährigen balgen.

Eine taktische Möglichkeit: Yilmaz und sein linker Gegenpart Olcay Sahan (14 Scorer-Punkte) wechseln immer wieder die Seiten. Yilmaz: "Die Schalker haben in der Defensive immer mal wieder gepatzt. Darauf hoffen wir auch diesmal."

2. Ivica Grlic und die Frage nach dem Fußball-IQ

Die Schlacht um das Zentrum: Schalke bietet vermutlich Peer Kluge und Kyriakos Papadopoulos in der Doppel-Sechs auf, Duisburg hingegen bevorzugt wohl drei Mittelfeldspieler - womit der MSV numerisch, aber auch taktisch einen Vorteil haben dürfte.

Denn Grlic, Ivica Banovic und Gotan Sukalo kommen zwar zusammen nicht an die Athletik eines Padaopoulos heran, dafür bringen sie einen höheren Fußball-IQ und internationale Erfahrung mit ihren Nationalmannschaften mit.

Außerdem sind sie erstaunlich effizient: Grlic gelangen acht Scorer-Punkte, obwohl er nur 13 Mal in der Anfangself stand, Sukalo erzielte trotz defensiver Grundausrichtung 8 Saisontore. Und auch die Bilanz eines Filip Trojan, der Grlic im Falle eines Ausfalls ersetzen würde, liest sich ordentlich: 19 Starteinsätze, 9 Scorer-Punkte.

Vorschau: Nur Schalke hat etwas zu verlieren

3. Stefan Maierhofer und die Lufthochheit

In Extremsituationen können im Körper eines Menschen Adrenalin und dadurch bedingt Kräfte freigesetzt werden, die nicht für möglich gehalten wurden. Auf diesen Effekt hofft auch Maierhofer, der nach seinem Mittelfußbruch zumindest eine Resthoffnung hegt, von Beginn an aufzulaufen.

"Mehr Adrenalin, als in diesem Spiel dabei zu sein, kann es gar nicht geben", sagte der österreichische Nationalspieler. Eine überraschende Rückkehr wäre umso wichtiger, da auf keiner Position der qualitative Unterschied zwischen dem Stammspieler und den Backups derart gravierend ist wie im Sturm.

Manuel Schäffler verzeichnete in den letzten fünf Saisonspielen zwar gute vier Scorer-Punkte, aber er und Maurice Exslager bringen nicht die Qualität eines Maierhofer mit. Wenn die Standards von Grlic so platziert sind wie in der 2. Liga, dürften Höwedes oder Christoph Metzelder Schwierigkeiten mit Maierhofer sowie seinen 2,02 Metern und 100 Kilo bekommen. "Psychologisch ist es für uns von Vorteil, wenn Stefan aufläuft. Der bindet gleich zwei Schalker", sagt Sahan.

Aber Maierhofer kommt nicht nur als Sturmtank und Wandspieler eine immense Bedeutung zu: Kraft seines Charismas und seiner Willensstärke gehört er zu den Leitfiguren der Mannschaft. Der 28-Jährige sagt: "Für das Pokalfinale habe ich alle Schmerzen und Qualen auf mich genommen. Jetzt will ich auch den Pott hochhalten und beim Bankett eine Sieger-Zigarre paffen."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Duisburg: Yelldell - Kern, Reiche, Bajic, Veigneau - Banovic, Grlic (Trojan), Sukalo - Yilmaz, Sahan - Schäffler (Maierhofer)

Schalke: Neuer - Uchida, Höwedes, Metzelder, Escudero - Papadopoulos, Kluge - Farfan, Jurado - Raul, Huntelaar

Der Weg ins DFB-Pokal-Finale

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung