Dienstag, 28.12.2010

Nach Vorschlag von Joachim Löw

Beckenbauer: Klopp für DFB-Job zu jung

Franz Beckenbauer hält Jürgen Klopp für die Löw-Nachfolge noch nicht reif genug: "Für den Bundestrainer-Job ist er zu jung. Ein Bundestrainer braucht internationale Erfahrung."

Der Kaiser, Franz Beckenbauer, weiß, welche Attribute ein Bundestrainer braucht
© Getty
Der Kaiser, Franz Beckenbauer, weiß, welche Attribute ein Bundestrainer braucht

Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer sieht Trainer Jürgen Klopp vom Tabellenführer Borussia Dortmund noch nicht reif für das Amt des Bundestrainers.

"Für den Bundestrainer-Job ist er viel zu jung. Ein Bundestrainer braucht auch internationale Erfahrung - ob als Spieler oder Trainer. Klopp sollte lieber noch zehn Jahre im Bundesliga-Tagesgeschäft bleiben", sagte Beckenbauer der "Bild"-Zeitung.

Der aktuelle Bundestrainer Joachim Löw hatte zuvor den 43-jährigen Klopp sowie den erst 37 Jahre alten Mainzer Coach Thomas Tuchel als Nachfolger ins Gespräch gebracht.

Löw-Vertrag läuft bis nach EURO 2012

"Klopp und Tuchel können auf ihre Weise auch die deutsche Nationalmannschaft führen, ganz klar. Sie haben einen roten Faden, und den verfolgen sie konsequent", hatte Löw in einem Interview mit der "FAZ" gesagt. Löws Vertrag als Bundestrainer läuft noch bis zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine. Der Kontrakt von Klopp in Dortmund wurde zuletzt bis 2014 verlängert, Tuchel ist noch bis 2013 an den FSV Mainz 05 gebunden.

Dagegen würde DFB-Präsident Theo Zwanziger wohl lieber heute als morgen den Vertrag mit Löw bis zur WM 2014 verlängern. Zwanziger will deshalb auch noch längst nicht über mögliche Ersatzkandidaten spekulieren.

"Joachim Löw ist fachlich und charakterlich ein ausgezeichneter Trainer, mit dem wir noch lange zusammenarbeiten wollen. Deshalb mache ich mir überhaupt keine Gedanken über einen möglichen Nachfolger", sagte Zwanziger.

Löw: Tuchel und Klopp sind legitime Nachfolger

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