"Irgendwas muss anders gelaufen sein"

SID
Mittwoch, 28.01.2009 | 00:15 Uhr
Hatte nach der deutlichen Pleite einen dicken Hals: VfB-Keeper Jens Lehmann
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Nach der deutlichen Abfuhr durch den FC Bayern sinniert Jens Lehmann darüber, was in der Vorbereitung falsch gelaufen ist. Bayern-Manager Uli Hoeneß ist dagegen rundum zufrieden. HSV-Coach Martin Jol schwärmt von Ivica Olic und Philipp Tschauner nimmt alle Schuld auf sich.

Premiere hat die wichtigsten Protagonisten der Dienstagsspiele des Achtelfinales vors Mikrofon bekommen.

Jens Lehmann (VfB Stuttgart):

...über die körperlichen Unterschiede: "Das ist ein bisschen überraschend gewesen, da für beide Mannschaften jeweils eine Vorbereitung dazwischen lag. Man muss sich die Frage stellen, warum Bayern so schnell, spritzig und präsenter war und wir mal so gar nicht. Bayern war einfach sehr, sehr gut. Wenn ich heute nicht Spieler gewesen wäre, hätte ich als Zuschauer auch Spaß an deren Spiel gehabt. Man muss eben auch mal zugeben, dass der Gegner gut war und wir klar schlechter waren."

...über Fehler in der Vorbereitung: "Irgendwas muss ja anders gelaufen sein. Das ist bei allen Mannschaften so, jeder macht ein bisschen was anders. Das Problem ist, dass wir keine Zeit haben, innerhalb von drei Tagen großartig was zu ändern."

Uli Hoeneß (Manager FC Bayern):

...über das Spiel: "Wir haben gewusst, dass die Mannschaft in guter Verfassung ist. Die Mannschaft hat gut gespielt und die Stimmung ist prima. Das war Fußball, wie man sich ihn vorstellt. Man hat gemerkt, dass der VfB noch nicht so in Form und noch nicht harmonisiert ist."

...auf die Frage, was ihm am besten gefallen hat: "Alles."

...über Bayerns linke Seite: " Das ist sehr gut. Aber ich finde auch, dass Schweinsteiger und Altintop erstklassig gespielt haben."

...über VfB-Coach Markus Babbel: "Das war heute seine erste Niederlage. Wenn man dann gleich richtig verliert, wird vielleicht nichts mehr kommen."

Markus Babbel (Trainer VfB Stuttgart):

...über das Spiel: "Das ist sehr bitter für uns. Wir waren viel zu ängstlich und haben alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind vor Ehrfurcht erstarrt und haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden."

Jürgen Klinsmann (Trainer Bayern München):

...über das Spiel: "In der Deutlichkeit hätte ich unseren Sieg nicht erwartet. Wir hatten im Hinterkopf, die ersten 20, 25 Minuten zu überstehen. Die Mannschaft hat dann aber schnell kapiert, dass sie hier nach vorne spielen, Druck machen und Tore erzielen kann."

Philipp Lahm (Bayern München):

...über das Spiel: "So einfach kann Fußball sein. Wenn man aggressiv steht, wenn man defensiv sehr gut organisiert ist, dann haben wir offensiv natürlich eine überragende Qualität. Das war jetzt der Beginn der Rückrunde und wir hoffen, dass es jetzt so weiter geht."

Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart):

...über das Spiel: "Wir haben zu keiner Minute das gezeigt, was uns ausmacht. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft auch in der Höhe verdient verloren. Wir waren nicht mutig genug. Wir waren auch zu ängstlich, ich weiß nicht warum. Wir müssen ganz schnell den Schalter umlegen."

Bastian Schweinsteiger (Bayern München):

...über einen möglichen höheren Sieg: "Wir haben das ein oder andere Tor noch verschenkt. Aber es ist bei dem Spielstand auch erlaubt, ein bisschen lockerer zu Werke zu gehen."

Rene van Eck (Trainer Carl Zeiss Jena):

...über das Spiel: "Es war eine hervorragende Leistung meiner Mannschaft. Wir haben uns nicht nur hinten reingestellt, das 3:1 war dann der entscheidende Moment gegen uns."

Fred Rutten (Trainer Schalke 04):

...über das Spiel: "Ich habe erwartet, dass wir kämpfen und die nächste Runde erreichen. Das war der erste Schritt, aber am Samstag haben wir wieder ein wichtiges Spiel. Es war ein richtiges Pokalspiel, wir haben taktisch gut gestanden. Ich freue mich immer, wenn Stürmer Tore schießen, denn das gibt Selbstvertrauen."

Andreas Müller (Manager Schalke 04):

...über das Spiel: "Es war das erwartet schwere Spiel. Jena hat uns alles abverlangt. Die Mannschaft hat toll gekämpft. Sicherlich können wir auch besser Fußball spielen, aber es ging einzig und allein um einen guten Start ins neue Jahr. Wir haben zwei sehr schöne Tore gemacht und den Sieg letztlich erzwungen."

Martin Jol (Trainer Hamburger SV):

...über das Spiel: "Ich bin froh, dass wir in der nächsten Runde sind und sehr glücklich darüber, dass Ivica Olic in seinem letzten Spiel vor der Sperre gezeigt hat, dass er in den kommenden Monaten alles für uns geben wird. In der ersten Halbzeit haben wir zeitweise viel zu langsam gespielt. 1860 hat tief gestanden, aber das hatten wir auch so erwartet. Trotzdem war das 1:0 zur Halbzeit zu wenig. Zum Glück hatten wir Ivica Olic. Er hat seine Tore gemacht und war heute wieder sehr wichtig. Hoffentlich macht er bis zum Ende der Saison so weiter.

Ivica Olic (Hamburger SV):

...über seinen Dreierpack: "Ich habe meine Form über die Winterpause halten können. Nun kann ich zwei Spiele leider nicht spielen. Deshalb habe ich heute ohne Ende Gas gegeben. Am Freitag hoffe ich, dass die Mannschaft auch ohne mich gewinnen kann. Wir sind sehr stark zu Hause und es wird mit Sicherheit ein schönes Spiel."

Marco Kurz (Trainer 1860 München):

...über das Spiel: "Für einen Sieg hätten wir eine perfekte Leistung gebraucht. Diese ist uns leider nicht gelungen. Wir haben zu viele Fehler gemacht. Jetzt gilt es, aus so einem Spiel zu lernen und das Positive mitzunehmen. Ich denke wir haben uns teuer verkauft. Aber man hat schon gesehen, dass die Qualität bei den Hamburgern höher ist als bei uns. Wenn wir ein perfektes Spiel abgeliefert hätten, hätten wir eine Chance gehabt, aber das ist uns nicht gelungen. Über Philipp Tschauner brauche ich nichts zu sagen. Er muss solche Spiele in seiner Entwicklung machen, daraus lernen und zuversichtlich ins Spiel am Wochenende gehen."

Phlilipp Tschauner (Torwart 1860 München):

...über das Spiel: "Heute war mehr Schatten als Licht in meinem Spiel. Die Gegentreffer zum 0:2 und 0:3 schmeiße ich mir quasi selber rein. Es waren individuelle Fehler von mir, die nicht passieren dürfen. Ich nehme die Schuld auf mich. Es tut mir leid für die Mannschaft, weil sie alles gegeben hat."

Heiko Butscher (SC Freiburg):

...über das Spiel: "Die erste Halbzeit war sehr gut von uns. Wir haben das Geschehen dominiert und hatten die besseren Chancen. Das 0:1 war für uns wie ein kleiner Genickbruch. Wir hätten nach dem 0:1 besser reagieren müssen und haben das Heft zu leicht aus der Hand gegeben.Danach hat uns Mainz klassisch ausgekontert. Wir haben es dann zwar noch mal versucht, aber haben unsere Linie verloren."

Markus Feulner (FSV Mainz 05):

...über das Spiel: "In der ersten Halbzeit wollte keiner einen Fehler machen. Es ging eben um sehr viel. Wir haben den ersten Fehler der Freiburger gnadenlos ausgenutzt und dann war das Spiel auf einmal offen. Wir haben dann unsere Chancen genutzt und haben verdient gewonnen."

...über sein Wunschlos: "Hauptsache ein Heimspiel, dann ist egal wer kommt. Aber die Bayern noch nicht. Sonst ist es echt egal."

Das Achtefinale des DFB-Pokals im Überblick

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