Jürgen Klinsmann im Interview

Klinsmann verspricht: "Es wird ein großer Fight"

Von Für SPOX an der Säbener Straße: Florian Bogner
Montag, 26.01.2009 | 17:16 Uhr
Jürgen Klinsmann hatte im Trainingslager der Bayern in Dubai kaum Grund zur Klage
© Getty
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Für den FC Bayern geht es zum Rückrunden-Auftakt gleich in die Vollen: DFB-Pokal-Achtelfinale beim VfB Stuttgart am Dienstag, Bundesliga am Freitag beim Hamburger SV. Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann weiß: Die super Vorbereitung seiner Truppe ist Makulatur, wenn diese beiden Spiele in die Hose gehen.

Fünf Siege in fünf Testspielen hat der Rekordmeister eingefahren - am Dienstag um 20.30 Uhr (bei Premiere und im LIVE-TICKER) zählt das aber nicht mehr. "Die Ergebnisse haben wenig Bedeutung", sagte der 44-Jährige am Montag im Pressegespräch an der Säbener Straße.

Zudem verriet der Bayern-Coach, wieso Spiele gegen Stuttgart immer etwas besonderes sind, warum der FCB so gut wie keine Verletzten zu beklagen hat und warum er nach wie vor seiner eingespielten Stammelf vertraut.

Frage: Herr Klinsmann, am Dienstag steht mit dem Achtelfinale des DFB-Pokals zum Rückrundenauftakt gleich mal ein Kracher an. Sind Sie optimal vorbereitet?

Klinsmann: Die Mannschaft ist darauf eingestimmt, dass es ein Pokalfight wird, dass eine sehr schwere Aufgabe auf sie zukommt und dass viele Emotionen reinkommen werden, die schon beim letzten Hinrundenspiel zum Ausbruch kamen. Natürlich wollen wir es ein klein bisschen besser machen. Statt in der letzten Minute einen einzufangen, wollen wir als Sieger vom Platz gehen.

Frage: Wie fällt Ihr Fazit der Vorbereitung aus?

Klinsmann: Die Vorbereitung lief sehr gut, wir haben in konditioneller Hinsicht unsere Hausaufgaben gemacht. Letzte Woche haben wir auch sehr viel im taktischen Bereich gearbeitet. Aber klar ist, dass man immer erst dann, wenn die richtigen Spiele losgehen, einen Gradmesser hat, wo man steht.

Frage: Fünf Testspiele, fünf Siege - welchen Aussagewert hat das?

Klinsmann: Wenig Aussagewert, das ist aber normal. Ob wir 5:0 oder 3:1 gewonnen haben, ist egal. Für uns war es wichtig, die Trainingsarbeit im Spiel umzusetzen. Die Spieler mussten die Automatismen wieder reinbekommen, die Elemente aus dem Training umsetzen.

Frage: Der VfB hatte eher eine holprige Vorbereitung mit vielen Verletzten. Zuletzt musste Stuttgart sogar ein Testspiel aus Spielermangel absagen...

Klinsmann: Es ist egal, dass sie eine schwierige Vorbereitung hatten, oder dass wir alle Spiele gewonnen haben - das zählt alles morgen nicht mehr. Wenn morgen das Spiel angepfiffen wird, ist das für den VfB ein ganz besonderes Spiel. Egal aus welcher Phase der VfB gerade rauskommt, gegen den FC Bayern ist man immer übermotiviert. Da geht man auf alles los, was sich bewegt. Das ist so, damit leben wir. Aber wird haben eine so starke und selbstbewusste Truppe, dass wir nach Stuttgart fahren und sagen können, dass wir unser Spiel aufziehen wollen.

Frage: Ist es nur Zufall oder Glück, dass der FC Bayern kaum Verletzte zu beklagen hat?

Klinsmann: Glück und Zufall spielen da sicherlich keine Rolle, da hat schon auch mit unserer Arbeit zu tun. Verletzungen passieren immer, aber wir haben wirklich erstklassige Leute im Fitness- und Physio-Bereich, die versuchen, vorbeugend zu arbeiten. Nach den Erkenntnissen, die wir aus der Hinrunde von jedem einzelnen Spieler haben, wird immer drauf hingewiesen, wo man vielleicht vorbeugend trainieren muss.

Frage: Also fehlt in Stuttgart nur Daniel Van Buyten.

Klinsmann: Daniel liegt mit einer Magen-Darm-Grippe flach, er fällt aus. Es macht keinen Sinn, ihn im Bus mitzunehmen - vielleicht steckt er sonst noch jemanden an. Sonst sind alle bis auf Toni Kroos (Bänderverletzung, Anm. d. Red.) und Lukas Podolski, der ja noch im Aufbautraining ist, an Bord.

Frage: Wie wichtig ist das Pokalspiel für Sie?

Klinsmann: Sehr wichtig. Für den FC Bayern ist jeder Wettbewerb wichtig. Auswärts in Stuttgart zu spielen, ist alles andere als einfach, ein Hammerlos. Aber wenn man nach Berlin möchte, muss man auch diese Hürde überspringen. Das werden wir mit allem Elan versuchen.

Frage: Hat sich in der Vorbereitung jemand besonders hervorgehoben?

Klinsmann: Nein. Die ganze Mannschaft hat fokussiert trainiert, da kann man niemanden herausheben. Die Atmosphäre und Stimmung ist sehr positiv. Ich bin gespannt, wie sich Landon Donovan präsentiert. Bislang ist das sehr positiv. Jetzt hoffen wir, dass er unserem Spiel seinen Stempel aufdrückt.

Frage: Hamit Altintop ist nach seiner längeren Verletzungspause ja fast so was wie ein Neuzugang für Sie. Wie weit ist er schon?

Klinsmann: Seine Präsenz ist klasse, er ist ein Geber-Typ. Mit welcher Stimmung er während seiner Verletzung jeden morgen ins Leistungszentrum gekommen ist und sein ganzes Verhalten während der Reha-Phase war bewundernswert. Seit Ende November drückt er jetzt aufs Gaspedal und will rein in die Mannschaft.

Frage: Wie nahe ist er dran?

Klinsmann: Er zeigt es in jedem Training, auch die Testspielleistungen waren sehr engagiert. Aber im Moment ist Bastian Schweinsteiger auf der Position gesetzt, weil er eine sehr gute Vorrunde gespielt hat. Hamit muss warten, bis er seine Chance bekommt.

Frage: Dann steht die Mannschaft ja.

Klinsmann: So ziemlich, ja.

Frage: Nur rechts hinten ist noch ein Fragezeichen. Oddo dürfte ja grundsätzlich spielen. Oder bringen Sie Christian Lell?

Klinsmann: (lacht in die Runde) Grundsätzlich müssen wir mal die Aufstellung abwarten. (zu den Journalisten) Wenn ihr jetzt schon zehn Positionen habt, müsst ihr mir wenigstens eine lassen. Ist ja sonst morgen schon alles kalter Kaffee.

Frage: Spüren Sie einen besonderen Erfolgsdruck?

Klinsmann: Am Ende des Jahres muss der ein oder andere Titel da sein, so ist die Erwartungshaltung bei uns. Die Spieler wissen das. Mit K.o.-Spielen darf man nicht scherzen, das kann man nicht wieder gut machen. Ein Bundesliga-Spiel kann man korrigieren, ein DFB-Pokalspiel nicht. Das ist den Jungs bewusst und so werden sie auch rangehen. Hoffentlich.

Frage: Sie haben von sehr vielen Emotionen in Verbindung mit der Partie in Stuttgart gesprochen. Muss man da bremsen?

Klinsmann: Nein, mit Emotionen meinte ich alleine die Konstellation: Es ist ein Südderby, dazu war das letzte Spiel mit dem tollen Tor kurz vor Schluss sehr packend. Ich denke, dass sich beide Seiten voll reinhängen werden, es wird ein Fight. Wie wir gehört haben, ist der Platz ein bisschen holprig, weil der VfB in den letzten Tagen auch drauf trainiert hat. Lassen wir uns mal überraschen.

Sattes Programm: Die nächsten Spiele der Bayern

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