Jenas Coach Rene van Eck im Interview

Van Eck: "Rutten kann seinen Skalp behalten"

Von Interview: Kevin Bublitz/Mark Heinemann
Montag, 26.01.2009 | 15:21 Uhr
Rene van Eck ist seit September Chefcoach von Carl Zeiss Jena
© Getty
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit BVB, VfB und Leipzig
Primera División
Live
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Live
Monaco -
Caen
Serie A
Live
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Live
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Live
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

16 Klubs haben im DFB-Pokal überwintert, einer davon ist Carl Zeiss Jena, das als einziger Drittligist den Sprung ins Achtelfinale geschafft hat. Dort geht es nun gegen den FC Schalke 04 (Di., 18.45 Uhr im LIVE-TICKER und Internet TV) zum Duell David gegen Goliath.

SPOX traf Jenas Coach Rene van Eck zum Gespräch. Im Interview spricht der Niederländer über seine gemeinsame Vergangenheit mit Fred Rutten, Schalkes Probleme und den Sinn von Poposchießen.

SPOX: Kennen Sie das Buch "Der letzte Mohikaner"?

Rene van Eck: Ich habe es nicht gelesen, aber den Titel habe ich schon mal gehört. Warum?

SPOX: Nun ja, Sie als letzter Drittligist sind quasi der letzte Mohikaner im DFB-Pokal. Um im Bild zu bleiben: Wie zieht der letzte Mohikaner in die Schlacht gegen Schalke 04?

Van Eck: Optimal vorbereitet. Wir sind topfit und können nur gewinnen. Natürlich ist Schalke der klare Favorit, aber das ist das Schöne an dem Spiel. Jena hat letzte Saison gegen Bielefeld, Nürnberg und Stuttgart gezeigt, wie man gegen Bundesligisten erfolgreich besteht.

SPOX: Herr Rangnick hatte vor dem Spiel gegen den FC Bayern München den Skalp gefordert. Fordern Sie jetzt den Skalp von Fred Rutten?

Van Eck (lacht): Nein. Das ist zwar ein besonderes Fußballspiel, aber den Skalp brauchen wir nicht. Wenn wir eine Runde weiterkommen, kann Fred seinen Skalp gerne behalten.

SPOX: Fred Rutten ist Ihr Landsmann. Kennen Sie ihn eigentlich persönlich?

Van Eck: Fred war unser Kapitän in der holländischen U-21-Nationalmannschaft. Er war einer von zwei älteren Spielern, die nominiert werden durften.

SPOX: Können Sie uns sagen, was ihn ausmacht?

Van Eck: Er war ein sehr guter Fußballer und ein starker Libero, der immer sehr sicher und abgeklärt agiert hat. Nicht umsonst hat man ihn damals "Das Türschloss von Enschede" genannt. Leider hatte er viel Pech mit Verletzungen und musste seine Karriere relativ früh beenden.

SPOX: Was unterscheidet Sie von Fred Rutten?

Van Eck (lacht): Er kommt vom Land, ich aus der Stadt.

Wer kommt ins DFB-Pokal-Viertelfinale? Jetzt auch unterwegs topinformiert!

SPOX: Ein Unterschied ist wohl auch, dass es zuletzt sehr viel Trubel auf Schalke gab und Rutten es nicht gerade leicht hat bei Ihrem Gegner. Durch einen Sieg könnten Sie Ruttens Probleme noch erheblich vergrößern.

Van Eck: Man wünscht natürlich keinem Menschen, dass er irgendwo Probleme hat. Aber ehrlich gesagt beschäftige ich mich damit nicht wirklich. Ich bin Angestellter bei Jena. Ich kann aber auch gar nicht beurteilen, was da genau los ist. Das sind die Probleme von Schalke und die müssen sie selber lösen. Ein Holländer kommt weiter, das steht schon mal fest. Das ist doch die Hauptsache.

SPOX: Sie trainieren mit Ihrer Mannschaft zum Teil über zehn Stunden. Im Trainingslager soll es noch härter gewesen sein. Was für eine Philosophie steckt dahinter?

Van Eck: In der Vorbereitung trainieren wir in der Tat so lange. Aber wir stehen selbstverständlich nicht zehn Stunden auf dem Platz. Da würden die Spieler ja erfrieren. Die Spieler müssen topfit aus der Vorbereitung kommen, denn die Rückstände kann man in der Meisterschaft nicht mehr aufholen. Das hat man zu Saisonbeginn gesehen.

SPOX: Was waren Sie selber für eine Art Spielertyp und wie wirkt sich das auf Ihre Trainingsarbeit aus?

Van Eck: Ich war Innenverteidiger und musste meine Zweikämpfe immer unbedingt gewinnen. Mein Charakter und meine Mentalität waren meine größte Stärke. Ich habe im Training immer alles gegeben, um auf dem Platz voll konzentriert zu agieren. Und das verlange ich jetzt auch von meinen Spielern. Ich versuche diese Einstellung meiner Mannschaft vorzuleben.

SPOX: In Chelsea müssen Neuzugänge vor der ganzen Mannschaft singen, Klinsmann baute Buddhas auf. Sie überraschten die internationale Presse mit Ihrem...

Van Eck: ...Poposchießen.

SPOX: Poposchießen, interessant. Nach Trainingsspielen durfte die Siegermannschaft den Allerwertesten ihrer Mannschaftskollegen anvisieren und hatte dabei sichtlich Spaß.

Van Eck: Es ist einfach so, dass wir Reize schaffen wollen, indem für die Spieler etwas auf dem Spiel steht. Das darf man alles nicht so künstlich aufplustern, wie es die türkische Presse getan hat. Es geht beim Poposchießen einfach um Gewinnen oder Verlieren und es musste auch jeder einmal knien. Man kann natürlich auch um fünf Euro für die Mannschaftskasse spielen, aber wo ist da der Reiz?

SPOX: Aber schöner ist es doch sicherlich, wenn man schießen darf.

Van Eck (lacht): Schön ist es natürlich nicht, wenn man knien muss. Aber der Mannschaft bereitet das so oder so enorm viel Spaß.

SPOX: Mussten Sie auch mal ran?

Van Eck: Ich muss gestehen, ja. Wir haben ein Spiel Jung gegen Alt gemacht. Die Jungen haben gewonnen, also musste ich mich auch einmal hinknien. Das gehört eben dazu.

SPOX: Haben die Spieler Sie denn auch getroffen?

Van Eck: Die haben mich getroffen. Aber wer das war, weiß ich nicht. Gezielt haben sie auf jeden Fall gut.

SPOX: Wo haben Sie die Idee her?

Van Eck: Ich habe das aus Finnland. Da haben wir allerdings aus 16 Metern geschossen. Aber da ist es schwierig, einen zu treffen. Außerdem kommen die Schüsse vom Sechzehner nicht so fest. Deswegen habe ich gesagt, dass wir aus fünf Metern schießen, dann spürt man auch besser, wenn man getroffen wird. Das ist reizvoller (lacht).

SPOX: Das klingt lustig...

Van Eck: ...aber nur, wenn man schießen darf, oder?

Alle Partien des Achtelfinales

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung