Donnerstag, 25.09.2008

DFB-Pokal

Aufatmen beim kriselnden BVB

Das Spiel seiner Mannschaft war dürftig, die Stimmung von Jürgen Klopp jedoch prächtig. Nach zuletzt zwei peinlichen Schlappen im UEFA-Cup und in der Bundesliga konnte auch der Trainer von Borussia Dortmund endlich wieder lachen.

DFB-Pokal, Dortmund, Hertha, Valdez
© Getty

Der glückliche 2:1-Pokalerfolg in der Verlängerung über Hertha BSC nahm ihm die Angst vor weiteren unliebsamen Schlagzeilen über eine drohende Talfahrt des Revierklubs.

Großzügig sah Klopp über Stockfehler im Aufbauspiel und kapitale Abwehrschnitzer hinweg: "Ich wollte keinen Rasenschach, sondern einen echten Pokalfight sehen."

Angesichts der bedenklichen Entwicklung der vergangenen Tage mit Niederlagen gegen Udine (0:2) und Hoffenheim (1:4) überwog Erleichterung über den Einzug in das Achtelfinale. Zwar offenbarte die Borussia nach wie vor Mängel, wendete aber mit viel Einsatz drohendes Unheil ab.

Klopp: "Fußballerisch wollten wir uns nicht messen"

Dank der Tore von Alexander Frei (7.) und Diego Klimowicz (103.) rang sie einen spielerisch überlegenen Gegner nieder. Mehr war nach Einschätzung von Klopp auch nicht zu erwarten: "Fußballerisch wollten wir uns mit der Hertha nicht messen."

Das befreiende Erfolgserlebnis kam zur rechten Zeit. Schließlich sieht der Bundesliga-Spielplan nun zwei Heimpartien in Serie gegen den VfB Stuttgart und Hannover 96 vor. Diesen Vorteil will der auf Rang zehn abgerutschte BVB nutzen, um in der Tabelle wieder Boden gutzumachen.

Pokal als Motivationshilfe

Schon in der vorigen Saison gewannen die BVB-Profis im Pokal-Wettbewerb das Selbstvertrauen zurück, das sie in den Ligaspielen zuvor verloren hatten. "Wir brauchten dieses Resultat gegen die Berliner, um wieder in Ruhe arbeiten zu können", befand Mittelfeldspieler Florian Kringe.

Klopps Kollegen Lucien Favre war die Partie dagegen sichtlich auf die Stimmung geschlagen. Mit Leichenbittermiene kommentierte der Berliner Coach den Spielverlauf: "Diese Niederlage ist schwer zu akzeptieren. Sie war unverdient."

Wieder Endstation in Runde zwei

Nach dem Ausgleich durch Marko Pantelic (22.), der einen Fehler des indisponierten BVB-Abwehrspielers Neven Subotic eiskalt nutzte, versagten Andrej Woronin (36.) und Maximilian Nicu (60.) bei zwei weiteren großen Chancen die Nerven.

Deshalb war die zweite DFB-Pokalrunde - wie schon im Vorjahr nach dem 0:2 beim Wuppertaler SV - wieder einmal Endstation. "Wir hätten in der regulären Spielzeit für die Entscheidung sorgen müssen", klagte Abwehrspieler Marc Stein.

Alle Daten und Fakten zum Spiel


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