Krawalle in Halle beim DFB-Pokalspiel

DFB-Kontrollausschuss ermittelt

SID
Sonntag, 10.08.2008 | 17:48 Uhr
DFB-Pokal, Fussball, Hannover, Schlaudraff
© DPA
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Halle - Nach gewalttätigen Fan-Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel gegen Hannover 96 drohen dem Halleschen FC ernsthafte Sanktionen. Der Kontrollausschuss des DFB wird sich mit den Vorfällen im Kurt-Wabbel-Stadion beschäftigen.

Schiedsrichter Lutz Wagner hatte die Begegnung in der 80. Minute beim Stand von 4:0 für den Bundesligisten für zehn Minuten wegen Ausschreitungen auf den Zuschauerrängen unterbrochen. Am Ende gewannen die Niedersachsen mit 5:0 (1:0).

Der Hallesche FC ist bereits mehrfach wegen seiner Fans negativ in die Schlagzeilen geraten. Der Regionalligist reagierte und reduzierte die Zuschauerzahl für das Meisterschaftsspiel gegen Sachsen Leipzig am 17. August auf 1500 Besucher.

Enke staucht Anhänger zusammen

Mit herausgerissenen Sitzschalen waren knapp 50 Randalierer aus Halle an den Zaun des Gästefanblocks gestürmt, aus dem zuvor Feuerwerkskörper abgeschossen worden waren.

Die Polizei schritt erst nach einigen Minuten ein. Viel aktiver war Nationaltorhüter Robert Enke. Er stürmte in die eigene Fankurve und schrie die Anhänger an.

Hannovers Trainer Dieter Hecking sagte: "Solche Dinge haben in unseren Stadien nichts zu suchen. Dabei ist es völlig egal, wer angefangen hat oder provoziert wurde. Einige Anhänger beider Vereine gaben kein gutes Bild ab. Solche Chaoten beschmutzen den Ruf des deutschen Fußballs."

Kein unbeschriebenes Blatt

HFC-Präsident Michael Schädlich betonte: "Wir möchten uns in aller Form für diese unschönen Szenen entschuldigen. Das besonnene Verhalten des Schiedsrichter-Kollektivs und der Spieler beider Klubs trug maßgeblich zur Deeskalation dieser bedrohliche Situation bei... Wir werden die Schuldigen gnadenlos aus unseren Reihen verbannen und schnellstens die höchstmöglichen Stadionverbote aussprechen."

Die Saalestädter mussten bereits im Oktober 2006 ein Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen, nachdem der damals in Diensten des FC Sachsen Leipzig stehende Nigerianer Adebowale Ogungbure rassistisch beleidigt wurde.

In der vergangenen Saison wurden dem Verein wegen antisemitischer Rufe aus dem Fanblock gegen die Reserve des FC Carl Zeiss Jena drei Punkte abgezogen.

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