Pokal-Aus in Wuppertal

Favres Traum von Arsenal

Von Daniel Börlein
Mittwoch, 31.10.2007 | 09:20 Uhr
© Getty
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München - Ganz Europa bewunderte am vergangenen Champions-League-Spieltag den Auftritt des FC Arsenal.

Mit einer 7:0-Packung schickten die Wenger-Boys Slavia Prag auf die Heimreise und zeigten, dass Arsenal mittlerweile nicht nur schönen, sondern auch effektiven Fußball spielen kann.

Dass das geschulte Trainerauge solche Partien gerne auch mal anders bewertet, belegte Arsene Wenger nach der Partie. Der Gunners-Coach bemängelte, doch noch einige Fehler erkannt zu haben. Eine Meinung, mit der er wohl ziemlich alleine da stand.

"Irgendwann auch hier"

Auch Hertha-Trainer Lucien Favre hat die Zaubervorstellung der Londoner natürlich gesehen. Auch er war begeistert vom schnellen, flüssigen und direkten Spiel der Londoner. Und auch er hatte danach eine ganz exklusive Meinung: "Glauben Sie mir: Irgendwann wird das auch hier so sein."

Wie bitte? Der ganz große Fußball in Berlin? Bei Hertha? Ja, Favre ist überzeugt davon, in der Hauptstadt einen schlafenden Riesen wecken zu können. Der Schweizer glaubt daran irgendwann um die deutsche Meisterschaft mitspielen zu können.

Die Betonung muss dabei allerdings auf irgendwann liegen. Denn bei der 0:2-Niederlage in Wuppertal in der 2. Runde des DFB-Pokals bewies seine Elf einmal mehr, dass sie momentan nicht das Zeug für ganz oben hat.

Favre am Boden zerstört

So konnte Wuppertals Trainer Wolfgang Jerat seine Mannschaft mit relativ einfachen Mitteln zum Sieg führen. "Ich bin sehr glücklich, dass unsere Rechnung aufgegangen ist. Dazu war die Art und Weise, wie wir den Sieg herausgespielt haben, sehr schön", sagte Jerat. "Wir haben nicht nur auf Fehler gewartet, sondern uns bemüht, aktiv am Spiel teilzunehmen. In der zweiten Halbzeit haben wir es im Gegensatz zur Hertha verstanden, noch etwas zuzulegen."

Sein Gegenüber war dagegen am Boden zerstört. "Das ist eine große Enttäuschung für uns. Wir hatten in der ersten Halbzeit mehrere Chancen, aber wir haben die nicht genutzt. Auch Anfang der zweiten Halbzeit haben wir noch viel Druck gemacht", analysierte Favre, der mit dem FC Zürich den Schweizer Pokal geholt hatte.

"Dummheit" von Simunic

Klar, die Berliner hatten beim SV die besseren Chancen und den Regionalligisten weitgehend im Griff. Doch die Hauptstädter leisteten sich in Person von Josip Simunic auch diesen einen, entscheidenden Aussetzer, der den großen Teams für gewöhnlich eben nicht passiert.

"Ich bin sehr enttäuscht, denn wir hatten uns gerade für diesen Wettbewerb sehr viel vorgenommen. Aber das ist ganz klar durch eigene Dummheit zunichte gemacht worden", kommentierte Manager Dieter Hoeneß den Platzverweis von Simunic.

Der Kroate hatte sich 15 Minuten vor Spielende mit seinem Gegenspieler beharkt und diesem dann unbeherrscht ins Gesicht geschlagen. "Es war dumm. Eine Rote Karte in dieser Phase zu bekommen, ist nicht gerade von Vorteil", giftete Kapitän Arne Friedrich. Es war Simunics sechster Platzverweis in Bundesliga und Pokal.

Ins Mittelfeld befördert

Dabei hatte Favre den 29-Jährigen zuletzt noch in die Pflicht genommen und aus der Innenverteidigung ins zentrale, defensive Mittelfeld befördert. "Er hat zusammen mit Mineiro gut gespielt", sagte der Coach nach dem 2:0-Erfolg gegen Bochum am vergangenen Wochenende.

Doch was Favre noch sagte, zeigt, dass er sich mit gut nicht zufrieden geben will: "Beide müssen mehr nach vorne bringen. Von dieser Position brauchen wir auch Tore und Assists."

Mit Rücktritt gedroht

Der Schweizer ist ein extrem ehrgeiziger Trainer, der für den Erfolg auch den unbequemen Weg nicht scheut. Als er schon zu Saisonbeginn heftig kritisiert wurde und die versprochenen Neuzugänge ausblieben, soll er intern bereits mit Rücktritt gedroht haben.

Letztlich blieb Favre freilich und führte die Hertha - vor der Saison von vielen als Problem-Team ausgemacht - ins gesicherte Mittelfeld, auf Schlagdistanz zu den UEFA-Cup-Plätzen.

Doch auch damit wird sich der 50-Jährige längst nicht begnügen. Schließlich soll seine Elf mal so spielen wie der FC Arsenal. Fragt sich nur, ob er dazu die richtige Mannschaft hat.

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