wird geladen

Eine kleine Hommage an die Kreisklasse

Sonntag, 09.10.2016 | 14:00 Uhr
Toni Kroos war nicht so dominant in Deutschlands Spielaufbau eingebunden wie sonst
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Nur was für richtig harte Kerle: Six Nations auf DAZN
J1 League
Live
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Deutschland dominiert beim 3:0 gegen Tschechien gewohntermaßen die Partie, aber auf eine auffällig andere Art und Weise. Die Effektivität der Lösungsfindung macht das deutsche Spiel attraktiv und nimmt den DFB mit auf eine Reise zu seinen Wurzeln.

Kreisklassenfussball hat viele Stereotype. Eines davon ist das Hoch-und-weit-Spiel. Der klassische Befreiungsschlag als Stilmittel gegen die eigene Unfähigkeit.

Vor allem in den letzten Jahren, da der Fußball extrem dynamisch und technisch versiert geworden ist, waren lange Bälle immer häufiger verpönt. Pep Guardiola ließ sie in seinen Mannschaften ohnehin verbieten. Aber auch der DFB entwickelte seinen Leitfaden dahin, dass dem langen, schwieriger zu kontrollierenden Flugball stets der elegantere, sicherere Kurzpass vorzuziehen ist.

Erlebe die WM-Qualifikation Live und auf Abruf auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Joachim Löw war immer ein Bewunderer des vermeintlich schönen Spiels. Doch die DFB-Elf verlor sich in den letzten Monaten ein bisschen darin. Zielstrebigkeit und Gefahr blieben phasenweise auf der Strecke. Löw kündigte Veränderungen für die WM-Quali an, eine Weiterentwicklung des eigenen Spiels.

Konsequent ab Anpfiff

Das Quaifikationsspiel gegen Tschechien hat gezeigt, dass die Mannschaft die Ansage verstanden hat. "Die EM-Quali war uns vielleicht eine Warnung. Vor zwei Jahren sind wir das eine oder andere Spiel nicht so konsequent angegangen. In dieser Saison machen wir das besser", sagte Jonas Hector nach dem 3:0-Erfolg.

Tatsächlich war dem DFB-Team die Konsequenz seines Vorhabens am Samstag deutlich anzumerken. Von der ersten Minute an suchten Deutschlands Aufbauspieler schnörkellos den Weg in die Spitze, minütlich segelten weite Bälle auf die offensiven Außenbahnen, von wo aus es gefährlich wurde. Zentrale Figuren in diesem Werk: Mats Hummels und Jerome Boateng.

"Es war heute gerade in der ersten Halbzeit auffällig, dass die Bälle reihenweise quer über den Platz flogen, das stimmt schon. Tatsächlich waren es aber eigentlich Jerome und Toni Kroos, die die Bälle spielen sollten", erklärte Hummels, dessen ansatzlose Seitenwechsel auf den sehr offensiv eingestellten Kimmich teilweise gleich sechs oder sieben Gegenspieler aus dem Spiel nahmen.

Diagonalbälle das stilistische Mittel zum Erfolg

Auch wenn der Bayern-Verteidiger anschließend betonte, man habe zuvor nicht gewusst, wie die Tschechen agieren würden, und deshalb spontan zu dieser Regelmäßigkeit an langen Bällen gegriffen, so gab er augenzwinkernd auch zu: "Man kann aber nicht von der Hand weisen, dass diese Diagonalbälle in den letzten Tagen im Training durchaus auch mal ein Thema waren."

Löws Trainerstab hat den Gegner gut analysiert. Dass Tschechien, das unter dem neuen Trainer Karel Jarolim wieder offensiver attackieren möchte und das auch gegen Deutschland recht mutig, aber auch blauäugig tat, die defensiven Außenbahnen immer wieder entblößt, hatte der deutsche Bundestrainer als Schwachstelle beim Gegner ausgemacht: "Wir wussten, dass wir die Mannschaft mit Diagonalbällen aufreißen können", sagte Löw.

Wichtig zu sehen war aber vor allem, dass seine Mannschaft selbst erkannte, dass diese Bälle das Mittel sind - nicht nur zwei-, dreimal im Spiel, sondern permanent. Denn die Tschechen stellten sich überhaupt nicht darauf ein.

So entwickelte sich in der ersten Hälfte eine Aneinanderreihung schneller Spielverlagerungen mittels Flugbällen, die aber nie abstumpften, sondern in ihrer Qualität immer wieder bewundernswert waren und Deutschland auf eine andere Art und Weise als beispielsweise bei der WM 2014 wieder einen Hurra-Fußball einverleibten. Neuer brachte das humorvoll auf den Punkt: "Man kann sagen, dass es heute fast schon ein kleines Battle war: 'Wer spielt den schönsten Pass?'

Tschechien der perfekte Gegner

Dass die deutschen Außenverteidiger hoch agieren, war schon bei der EM und zuletzt auch gegen Norwegen zu sehen. "Der Trainer möchte, dass sie sich mit einschalten", erklärte Neuer. Am Samstag reizten Hector und Kimmich diese Vorgabe aber maximal aus - richtigerweise.

Bei aller Euphorie muss man aber auch relativieren: Tschechien war der perfekte Gegner für diese Spielweise. Während Deutschland es normalerweise gewohnt ist, "dass die meisten Gegner eher abwartend agieren und wir den Ball dann an die Sechser und Achter übergeben", wie Hummels erklärte, versuchten die Tschechen, früh drauf zu gehen. Das ging deutlich zu Lasten des defensiven Stellungsspiels.

Entsprechend nahmen sich die deutschen Innenverteidiger der Sache an. Das ist "aber ja etwas, das Jerome und ich durchaus können", so Hummels weiter. Es ist nicht einmal übertrieben, zu sagen, dass die beiden Deutschlands Spielmacher waren. Hummels witzelte dahingehend, dass er ja "schon seit zehn Jahren im Verein" sage, "dass ich die Zehn will."

Interessant wird zu sehen sein, wie Deutschland mit seinem nostalgischen Stilmittel auch gegen defensivere Gegner zurechtkommt. Vielmehr wird die Mannschaft weiterhin beweisen müssen, dass sie auch in andere Richtungen flexibel ist. Das sah auch Neuer so: "Das zu bestätigen, ist nicht immer einfach. Es kommt immer auf den Gegner an und das, was er zulässt. Das kann in Hannover schon wieder etwas anders aussehen, wenn sich die Nordiren hinten reinstellen."

Unorthodoxes Spiel bringt Attraktivität

Am Samstag zumindest machte das DFB-Team den Hamburger Fans aber endlich wieder Spaß. Weil die Mannschaft schnell Lösungen fand und sie fast konsequent über 90 Minuten anwendete. Was Deutschland spielerisch bot, war mal anders. Die Effektivität und Penetranz der für Löws Team unorthodoxen Spielgestaltung wirkte auf die Zuschauer attraktiv - ohne jegliche Einbußung der sonst auch im stupiden Kurzpassspiel bekannten deutschen Dominanz.

Alle Spiele und Termine: Der DFB-Fahrplan bis zur WM 2018 in Russland

Auf dem Weg der vom Bundestrainer angekündigten Evolution bis zur WM 2018 war die Partie gegen Tschechien ein erster Schritt, so etwas wie die Modifikation 1.1. Jarolims Truppe lief Deutschland zwar fast schon blind ins offene Messer. Wichtiger ist aber, dass die Nationalmannschaft gezeigt hat, dass sie anpassungsfähig ist und diese Naivität des Gegners konsequent bestrafen kann.

Da passt es im großen Gesamtbild auch ganz gut, dass der DFB in den vergangenen Monaten vermehrt Kampagnen fuhr, die den Amateurfußball in Deutschland wieder in den Vordergrund rücken und stärken sollen. Spielerisch jedenfalls, war der Samstagabend überspitzt gesagt auch eine kleine Hommage an die Kreisklasse.

Deutschland - Tschechien: Daten zum Spiel

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung