Samstag, 08.09.2012

Per Mertesacker im Interview

"Österreich wird eine schöne Kostprobe"

Durch den Ausfall von Marcel Schmelzer rückte Per Mertesacker beim 3:0-Sieg gegen die Färöer Inseln ins deutsche Nationalteam. Nach dem erfolgreichen Auftakt in die WM-Qualifikation spricht der Abwehrspieler im Interview über die Erkenntnisse des Spiels, den kommenden Gegner Österreich und seinen Saisonstart mit dem FC Arsenal.

Per Mertesacker (l.) bestritt gegen Färöer sein 82. Länderspiel
© Getty
Per Mertesacker (l.) bestritt gegen Färöer sein 82. Länderspiel

SPOX: Herr Mertesacker, war das 3:0 gegen die Färöer das Spiel, das man im Vorfeld auch erwarten durfte?

Mertesacker: Das ist ganz schwierig. Da sitzt man nach dem Spiel in der Kabine und kann das nicht so recht einordnen. Man konnte sich das schon vorstellen auf Grund der Erfahrungen aus den Spielen vor zehn Jahren und den letzten Ergebnissen der Färöer jetzt. Wir haben versucht, das Tempo immer hoch zu halten. Das war aber schwierig. Unsere besten Szenen hatten wir, nachdem wir den Ball wieder zurückerobert hatten. In der ersten Halbzeit hätten wir ein, zwei Tore mehr machen müssen. Aber wir nehmen das jetzt mal so hin.

SPOX: In der Defensive lief nicht alles reibungslos.

Mertesacker: Das war teilweise sehr überraschend, wie sie nach vorne gespielt haben.

SPOX: Überraschend, weil der Gegner so gut nach vorne gespielt hat oder weil es in der deutschen Mannschaft noch das eine oder andere Problem in der Rückwärtsbewegung gab?

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Mertesacker: Wir sind noch jung in der Saison und haben noch nicht alles verdaut, was bei der EM passiert ist. Diese junge Mannschaft muss sich noch weiterentwickeln. Da ist es auch hilfreich, wenn noch nicht alles passt.

SPOX: Kann man etwas mitnehmen im Hinblick auf das Spiel gegen Österreich am Dienstag?

Mertesacker: Wir freuen uns, dass wir mal fünf Tage am Stück als Mannschaft zusammen trainieren können. Dass wir das eine oder andere in den Einheiten noch einstudieren können, was wir in den ersten Tagen noch nicht trainieren konnten. An Doppelspieltagen kann man in den Einheiten sehen, dass Dinge auch Früchte tragen. Wir haben versucht, so konsequent wie möglich auf das hin zu trainieren, was uns hier erwartet. Teilweise ist uns das gelungen, teilweise nicht so. Aber ich glaube, das ist normal.

SPOX: Wie kann man Österreich am Dienstag erwarten - besonders wenn man an das letzte, sehr knappe Spiel in Wien denkt?

Mertesacker: Das wird ganz schwierig. Die Österreicher haben ein gutes Selbstvertrauen im Moment, das ist eine gute Mannschaft mit vielen Legionären - auch vielen, die in Deutschland spielen. Deswegen wird das eine schöne Kostprobe für uns.

SPOX: Wussten Sie, dass sie spielen würden? Oder sind Sie "nur" durch die Verletzung von Marcel Schmelzer ins Team gerückt?

Mertesacker: Das weiß ich nicht. Marcel hat am Morgen nach dem Warm-up gesagt, dass er nicht spielen kann. Vorher war noch nicht klar, wie die Aufstellung sein wird. Da bin ich also der falsche Ansprechpartner für die Frage.

SPOX: Aber Sie wären davon ausgegangen, dass Sie spielen?

Mertesacker: Das spielt erstmal keine Rolle. Jeder ist froh, wenn er Teil der Mannschaft sein kann. Wenn man aber vorher nicht gespielt hat, stehen da noch mehr Fragezeichen. Das ist ja logisch.

SPOX: Der Saisonstart mit weiterhin null Gegentreffern in Liga und Nationalmannschaft lässt sich gut an.

Mertesacker: Das ist cool, so lässt es sich gut leben. Wir haben mit Arsenal jetzt auch große Aufgaben gegen gute Gegner, auch in der Champions League. Ich bin guten Mutes, dass ich mich da auch weiterentwickeln kann. Nicht nur im Klub, sondern auch hier bei der Nationalmannschaft. Das war heute ein guter Anfang, ein guter Start für mich in die Saison.

SPOX: Und wenn Marcel Schmelzer wieder fit ist, darf man gespannt sein, wie der Trainer entscheidet?

Mertesacker: Wir sind alle gespannt. Wir haben eine gute Mannschaft, die überall doppelt gut besetzt ist. Wir müssen alle gut trainieren, uns weiterentwickeln. Das ist der Anreiz.

Per Mertesacker im Steckbrief

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Für SPOX in Hannover: Stefan Rommel

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