Deutschland zittert sich ins Halbfinale

Von Florian Bogner / Oliver Brandt
Montag, 22.06.2009 | 22:40 Uhr
Gonzalo Castro brachte den DFB-Nachwuchs bereits nach vier Minuten in Führung
© Getty
Advertisement
Premier League
Live
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Live
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Live
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Live
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Live
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Premier League
Man United -
Huddersfield
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)

Mit einem 1:1-Unentschieden im letzten Gruppenspiel gegen England hat sich die deutsche U 21 von Trainer Horst Hrubesch bei der Europameisterschaft in Schweden als Zweiter der Gruppe B ins Halbfinale gezittert.

Dafür reichte der DFB-Elf eine einzige Torchance, die der Leverkusener Gonzalo Castro schon nach vier Minuten zur frühen Führung nutzte. Danach war die B-Elf der Engländer, gegen die die deutsche U 21 seit 27 Jahren auf einen Sieg wartet, das bessere Team.

Jack Rodwell erzielte per Kopf den Ausgleich (29.), der den Three Lions den Gruppensieg bescherte.

Hrubesch verärgert

"Wir wollten 100 Prozent geben, das war aber nicht der Fall - das ärgert mich. Wir haben dem Gegner zuviele Räume gegeben. Wir machen das Tor und haben Möglichkeiten, schnell zu spielen. Aber wir tun es nicht", sagte ein unzufriedener Hrubesch und kündigte an: "Wir werden jetzt Klartext reden, um frischen Schwung fürs Halbfinale zu bekommen."

Marko Marin, der erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, verteidigte die zaghafte Haltung in der Schlussphase: "Wenn ein Punkt reicht, spielen wir am Schluss natürlich nicht auf Sieg, um kein Tor zu kassieren."

Spaniens 2:0-Erfolg über Finnland im Parallelspiel war bedeutungslos. Gegner der Deutschen im Halbfinale am Freitag (20.45 Uhr) ist der Sieger der Gruppe A - dafür kommen noch Schweden, Italien und Serbien in Frage.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Marko Marin und Dennis Aogo sind nach schwachen Leistungen auf die Bank verbannt, dafür beginnen Änis Ben-Hatira und Patrick Ebert. Bei England hat Stuart Pearce gleich zehn Mann ausgetauscht - nur Adam Johnson war beim 2:0 gegen Spanien schon dabei. Michael Mancienne hat zudem seine Rot-Sperre abgesessen.

4., 1:0, Castro: Zuckerpass von Boateng durch die Mitte, Castro läuft von rechts perfekt ein und steht frei vor dem Tor. Aus 13 Metern netzt er den Ball wunderschön mit dem Außenrist ein.

9.: Mesut Özil zieht in die Mitte, schießt aus 18 Metern. Ein Engländer wirft sich dazwischen.

15.: Nach einem Eckball kommt Rodwell aus sechs Metern zum Kopfball. Der Ball landet aber klar über dem Gehäuse.

17.: Von rechts flankt Driver vor das Tor, Gardners Kopfball aus sechs Metern ist fest, landet aber genau bei Neuer.

29. 1:1, Rodwell: Der sechste Eckball der Engländer landet auf dem Kopf von Jack Rodwell, der aus knapp fünf Metern einnickt. Da hat Beck gepennt.

36.: Der starke Driver auf der rechten Seite völlig frei, flankt von der Grundlinie an den Fünfer. Dort steht Danny Rose, der den Ball knapp über das Tor haut - allerdings mit der Hand. Der Schiedsrichter hat's gesehen.

Halbzeitfazit: Guter Start der deutschen Mannschaft, die dann aber unverständlich passiv agierte und sich den Ausgleich fing. England mit mehr Ballbesitz, Deutschland mit Schwächen im Spiel nach vorne.

57.: Pearce will noch was sehen und bringt Theo Walcott für Fraizer Campbell.

65.: Starke Aktion von Özil! Am rechten Strafraumeck setzt sich der Mittelfeld-Mann gegen zwei Mann durch. Sein Schuss wird jedoch zur Ecke abgefälscht.

77.: Stearman ist nach einer Ecke am linken Fünfereck völlig frei. Doch Neuer wirft sich in den Schuss des Engländers und pariert zur Ecke.

85.: Der eingewechselte Marin probiert es mal aus knapp 20 Metern mit einem Schlenzer. Das Leder verfehlt aber deutlich das Ziel.

Schlussfazit: Deutschland enttäuschte über 90 Minuten und konnte sich am Ende bei Neuer, Höwedes und Boateng bedanken, dass man erstmals seit 27 Jahren wieder im Semifinale steht.

So diskutierten die SPOX-User während des Spiels

Der Star des Spiels: Andrew Driver. Der 21-Jährige, der für die Hearts of Midlothian in Schottland spielt, flitzte die rechte Außenbahn runter, als ob es kein Morgen gäbe und spielte Marcel Schmelzer dabei kugelrund. Ein Glück, dass Drivers Flanken in der Mitte meist keinen richtigen Abnehmer fanden.

Die Gurke des Spiels: Marcel Schmelzer. Vor allem in der ersten Halbzeit kamen fast alle gefährlichen Aktionen der Engländer über seine Seite zustande. Schmelzer - überhaupt erst nach der Verletzung von Sebastian Boenisch ins Team gekommen - lief Driver und später Walcott eigentlich nur hinterher.

Die Pfeife des Spiels: Peter Rasmussen. Hatte das Spiel sicher in der Hand und kam mit einer einzigen Gelben Karte für Roses Handspiel aus. Auch dank seiner ruhigen Spielführung dürfen alle sieben gelbbelasteten deutschen Spieler im Halbfinale auflaufen.

Die Lehren des Spiels: Die erhoffte Leistungssteigerung gegenüber den ersten beiden Spielen gegen Spanien (0:0) und Finnland (2:0) ist ausgeblieben. Dass es dennoch zum ersten Halbfinal-Einzug seit 27 Jahren reichte, war vor allem der soliden Defensive und der mangelnden Motivation der Engländer zu verdanken.

Die Deutschen begannen endlich mal mit Schwung und wurden nach Boatengs Traumpass auf Castro früh belohnt. Danach fiel das Hrubesch-Team aber in alte Verhaltensmuster zurück: Kein Flügelspiel, zu ungenaue Anspiele in die Spitze und behäbig nachrückende Mittelfeldspieler machten das Angriffsspiel für die englische B-Elf leicht ausrechenbar.

Überhaupt B-Elf: Ein Klassenunterschied zwischen der deutschen Stammformation und den englischen Reservisten war nicht zu erkennen. Im Gegenteil: England hatte vor allem im ersten Durchgang viel mehr Ballbesitz und über die gesamte Spielzeit gesehen auch die zwingenderen Torchancen. Vor allem nach Standards wackelte die DFB-Defensive ein paar Mal bedenklich.

Mesut Özil war gar nicht zu sehen und auch die erstmals in der Startelf berücksichtigten Ebert und Ben-Hatira machten zwar Meter, sorgten aber nicht für große Akzente. In der Schlussphase nahm Deutschland den Gang sogar ganz raus und musste um das Weiterkommen bangen.

Nun hat Hrubesch bis Freitag Zeit, das Offensiv-Spiel des DFB-Nachwuchses wieder auf Vordermann zu bringen: Dann steht nämlich um 20.45 Uhr das Halbfinale an. Der Gegner wird am Dienstag ermittelt.

Gruppe B: Deutschland als Gruppenzweiter weiter

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung