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DFB-Team: Mats Hummels im Interview

Hummels: "Keiner denkt, er ist Weltmeister"

Mittwoch, 16.11.2016 | 09:00 Uhr
Mats Hummels gehört mit 27 Jahren bereits zur älteren Garde
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Mats Hummels zeigt sich nach dem Italien-Spiel beeindruckt vom Talentpool des DFB und lobt vor allem die Einstellung der jungen Spieler. Auch das Zusammenspiel der neuen Truppe habe gut funktioniert. Ein Element war dabei besonders wichtig.

Frage: Herr Hummels, wie hat Ihnen der Auftritt der jungen Nationalmannschaft gefallen?

Mats Hummels: Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir hatten heute keine alltägliche Besetzung. Wieder sind mit Yannick Gerhardt und Leon Goretzka neue Gesichter hinzugekommen. Zudem haben wir noch recht viel gewechselt. Dafür war das Match wirklich sehr gut von uns.

Frage: In der ersten Halbzeit schien Deutschland alles im Griff zu haben. Woher kam der Bruch nach der Pause?

Hummels: Ich weiß gar nicht, ob Dominanz für den ersten Durchgang das richtige Wort ist. Aber wir hatten einfach alles unter Kontrolle. Im zweiten Durchgang hat Italien deutlich mehr Druck gemacht und wir konnten uns nicht mehr befreien. Aber auch das haben wir uns schließlich wieder rausgekämpft. Letztlich kann man deshalb sagen, dass wir heute mehr gute als schlechte Sachen gesehen haben.

Frage: Mit dem Spiel gegen Italien geht gleichzeitig auch das DFB-Jahr 2016 zu Ende. Wie fällt ihr Fazit aus?

Hummels: Es war ein super, aber eben kein exzellentes Jahr. Dazu lief es bei der EM in Frankreich nicht gut genug. Nichtsdestotrotz spielen wir einen guten Fußball, haben durch die Bank eine tolle Einstellung und eine guten Zug in der Mannschaft. Das sind Dinge, die wir beibehalten müssen. Der Weg stimmt, aber jetzt haben wir erst einmal vier Monate Pause. Dann müssen wir das alles wieder abrufen.

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Frage: Das Team wurde neu zusammengewürfelt. Wie hat das Zusammenspiel funktioniert?

Hummels: Wir haben zuvor ja schon mal mit einer Dreierkette gespielt. Daraus konnten wir schon eine gewisse Stabilität entwickeln. Mustafi hat im Zentrum gespielt und gab von dort aus immer lautstarke Anweisungen, um die Spieler in ihre Positionen zu bringen. Generell haben wir das komplette Spiel über viel miteinander gesprochen und uns abgestimmt. Das war der richtige Ansatz und hat einiges einfacher gemacht. Dennoch sind das alles sportliche Abläufe, die sich früher oder später automatisch ergeben.

Frage: Mit Yannick Gerhardt feierte der nächste Spieler unter Löw sein Länderspieldebüt. Haben wir in Deutschland inzwischen einen endlosen Talentpool?

Hummels: Das ist schon wirklich beeindruckend. Schon seit langer Zeit kommen einfach immer wieder Talente nach. Ich habe das Gefühl, alle zwei Jahre kommt ein ganzer Haufen neuer Spieler, die man direkt in kalte Wasser schmeißen kann. Es wäre toll, wenn das genau in diesem Tempo weitergeht und weiter Spieler nachrücken. Mir gefällt vor allem die Einstellung der Jungs. Da ist keiner dabei, der denkt, er ist schon Weltmeister geworden. (lacht) Es ist derzeit einfach eine gute Mischung.

Frage: Fühlen Sie sich denn in dieser Rasselbande schon alter Haudegen?

Hummels: Ich bin jetzt tatsächlich einer der erfahrenen Spieler. Das geht immer schneller, als man denkt. Aber ich bin 27 Jahre alt. Das ist noch in Ordnung, da kann ich schon ein wenig spielen.

Frage: Joachim Löw hatte angekündigt, die Einsatzzeit entsprechender Spieler aufgrund des anstehenden Spiels zwischen Dortmund und Bayern zu dosieren. Ist ihm das gelungen?

Hummels: Ja, der Bundestrainer hat das wirklich sehr gut gemacht. Er hat definitiv Rücksicht genommen, sodass beide Mannschaften zufrieden sein können. Alle Spieler kehren gesund zu ihren Mannschaften zurück. Das ist ja mit das Wichtigste. Und vor allem liegen ja jetzt auch noch drei Tage dazwischen. Da darf man als Leistungssportler dann auch wieder fit sein.

Frage: Bei Italien stand Ihr ehemaliger Teamkollege Ciro Immobile in der Startelf. Hatten Sie Kontakt zu ihm?

Hummels: Wir haben kurz vor dem Spiel kurz gequatscht. Das lief alles sehr harmonisch und freundlich ab. Aber während des Spiels hatten wir jetzt nicht mehr groß Berührungspunkte.

Italien - Deutschland: Daten zum Spiel

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