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Mario Götze im Interview

"Ich trainiere genug"

Dienstag, 29.03.2016 | 18:39 Uhr
Mario Götze jubelte sehr emotional nach seinem Treffer zum 2:0
© getty
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Mario Götze war das Thema des Abends. Erst die Kritik von Mehmet Scholl, dann seine ordentliche Leistung und sein Treffer beim 4:1-Sieg Deutschlands über Italien. In der Mixed Zone sprach der 23-Jährige kurz über seine Eindrücke.

Frage: Herr Götze, waren dieses Spiel und das Tor nach der schwierigen Zeit zuletzt ein Befreiungsschlag?

Mario Götze: Klar, gerade nach so einer langen Verletzung ist es immer eine schwierige Zeit. Es war eine schwerwiegende Verletzung und ich habe sehr viel Zeit in der Reha verbracht. Da muss ich auch mal den Leuten danken, die mit mir diese Zeit verbracht haben. Es war definitiv nicht leicht und deshalb freue ich mich, dass es heute so gelaufen ist, dass ich gesund bin, dass ich spielen kann. Das ist das Entscheidende.

Frage: Mehmet Scholl hat vor dem Spiel gesagt, Sie müssten mehr trainieren.

Götze: Ich wusste nicht, dass er mein Training beobachtet, ich wusste auch nicht, dass er immer dabei ist, wenn ich trainiere. Aber ich nehm's mir mal zu Herzen. Meines Erachtens trainiere ich genug.

Frage: Können Sie sich erklären, warum er das gesagt hat?

Götze: Ich weiß es nicht. Es muss ja eine Begründung dafür gegeben haben, warum er das gesagt hat. Aber er kann mich ja mal darauf ansprechen.

Frage: Was bedeutet diese Leistung für Ihre Rolle beim FC Bayern?

Götze: Grundsätzlich war es für uns als Mannschaft nach dem England-Spiel wichtig, dass wir eine vernünftige Leistung abliefern. Es ist eine Weile her, dass Deutschland gegen Italien gewonnen hat. Das war unser Fokus. Für mich persönlich war es wichtig, dass ich spielen kann. Ich spiele für mich, ich spiele, dass ich fit werde und nach so einer langen Zeit meinen Rhythmus finde. Das Tor war das i-Tüpfelchen und deshalb umso schöner.

Frage: Wie hat Pep Guardiola begründet, dass er Sie solange auf der Bank hat schmoren lassen?

Götze: Ich bin im hier und jetzt, ich bin bei der Nationalmannschaft und ich bin froh, dass ich spielen und ein Tor machen konnte.

Frage: Wie wichtig ist es für Sie, das Vertrauen des Bundestrainers zu spüren?

Götze: Ich glaube, jeder Spieler braucht das Vertrauen des Trainers, das steht außer Frage. Ich habe ein gutes Spiel gemacht und stehe wieder auf dem Platz. Das ist das Wichtigste.

Frage: War es eine besondere Drucksituation für Sie in diesem Spiel?

Götze: Ich habe mich einfach auf die Nationalmannschaft gefreut. Wir hatten zwei super Gegner mit England und Italien. Nach der Verletzung sind vier oder fünf Monate vergangen. Ich bin froh über jede einzelne Minute, die ich wieder auf dem Platz stehen kann.

Deutschland - Italien: Daten zum Spiel

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