"Der Sport ist unser Werkzeug"

Von SPOX
Mittwoch, 09.06.2010 | 22:29 Uhr
Edwin Moses vergibt als Laureus-Vorsitzender jährlich den Laureus World Sports Award
© Getty
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Der DFB hat im Rahmen des Laureus-Projekts "Sport for Good" 18 einheimische Kinder und einige Betreuer in das Quartier der Nationalmannschaft eingeladen. Edwin Moses ist Vorsitzender der Laureus World Sports Academy und gemeinsam mit Franz Beckenbauer Schirmherr des von Mercedes unterstützten Projekts.

Zithobile sieht aus wie zwölf, dabei ist er schon 15 Jahre alt. Eigentlich kommt er aus Spruit, einem kleinen Örtchen in der Nähe von Johannesburg.

Dort gibt es nicht viel. Ein paar Häuser, eine Schule mit einer staubigen Weide nebendran, auf der das wenige Gras nicht grün, sondern grau-braun ist. Spruit ist ein klassischer Township-Vorort in Südafrika, wie tausende andere, mit niedriger Bildung und hoher Kriminalitätsrate.

Aber jetzt findet sich Zithobile in einer neuen Welt wider. Zumindest für ein paar Stunden. Der Junge ist eines von ca. einer Million Kindern weltweit, das im Laureus-Projekt "Sport for Goods" betreut wird.

Ganz nah dran

18 Kinder und eine Handvoll Betreuer hatte der Deutsche Fußball Bund im Zusammenarbeit mit Mercedes Benz, einem der Mitbegründer der Laureus Foundation, ins Velmore Hotel vor den Toren von Pretoria eingeladen.

Dorthin, wo eigentlich niemand Zutritt hat, wo die deutsche Nationalmannschaft wohnt und wo grau-braune Grashalme definitiv nicht zum Inventar gehören. Während Tim Wiese über die Anlage schlendert, rennen die Kinder und Jugendlichen zusammen mit den beiden Schirmherren Edwin Moses und Franz Beckenbauer aus dem Trainingsplatz dem Ball hinterher.

Laureus ein Riesen-Erfolg

Früher war Moses der beste 400-Meter-Hürdenläufer der Welt, heute ist er Vorsitzender der Laureus World Sports Academy.  47 Legenden des Sports sind dort rund um den Erdball organisiert, um soziale Projekte zu initiieren und zu fördern, Gelder aufzutreiben und Unternehmungen zu betreuen.

Mit sechs Projekten in zwei Ländern startete Laureus im Jahr 2001 sein Unterfangen. Mittlerweile sind es 87 Projekte in 36 Ländern der Welt.

Dank an den DFB

"Der Sport ist unser Werkzeug, um Menschen aus sozialen Brennpunkten eine bessere Zukunft zu bescheren. Wir wollen grundlegende Dinge ändern. In Krisen- oder Kriegsgebieten, in sozial schwachen Gegenden. Kinder aus dem Drogenmilieu befreien oder ihnen helfen, Krankheiten zu überstehen", sagt Moses.

Mercedes Benz als Mitbegründer der Laureus-Stiftung nimmt dabei eine zentrale Haltung ein. Der Termin im DFB-Quartier sei "eine große Erfahrung für diese jungen Menschen", so Moses. "Deshalb wollen wir uns beim DFB und bei Mercedes Benz dafür bedanken, dass wir hier sein können."

Beckenbauer wird viel zu erzählen haben

Auch Franz Beckenbauer war begeistert. "Nehmen wir doch mal Südafrika. Hier herrscht ein großes soziales Ungleichgewicht, das kann man nicht so schnell ändern. Aber der Sport kann einen ersten Schritt in die richtige Richtung einleiten."

Zithobile jedenfalls hatte seinen Spaß und ein nagelneues Trikot um. Das weiße DFB-Shirt mit dem vierten Stern auf der Brust stand ihm sehr gut. Er werde es so schnell jetzt nicht mehr ausziehen, versprach er. Und zu Hause in Spruit wird er einiges zu erzählen haben.

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