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Das DFB-Team in der Einzelkritik

Hector crasht den FCB-Dreier

Freitag, 04.09.2015 | 23:10 Uhr
Mario Götze und Jerome Boateng verdienten sich die beste Note des Abends
© getty
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Gegen Polen überzeugt vor allem die Offensive, einzig Özil erntet eine negative Bewertung. Im Mittelfeld können zwei Akteure ihre Stärken kaum ausspielen und kommen gleichzeitig zu spät. Defensiv kann sich Löw einmal mehr auf seinen Abwehr-Turm verlassen. Das DFB-Team in der Einzelkritik.

Manuel Neuer: Machtlos beim einzigen Treffer der Polen, ansonsten ein gewohnt sicherer Rückhalt. Hielt die Führung mit seiner Parade gegen Lewandowski überragend fest. Note 2,5

Jonas Hector: Ganz starke Partie des jungen Kölners. Wusste Löws sehr offensive Ausrichtung hervorragend umzusetzen und schaltete sich über die linke Seite in nahezu jeden Angriff ein. Mehrmals klasse im Zusammenspiel mit Bellarabi. Bereitete die beiden ersten Treffer Deutschlands vor. Note 2

Mats Hummels: Unaufgeregte Partie von Hummels. Der Kapitän des BVB hatte zwar nicht die Präsenz Boatengs, gewann aber 80 Prozent seiner Zweikämpfe und vereitelte mehre gute Chancen der Gäste durch sein beherztes Einsteigen. Wurde von Lewandowski ständig beschäftigt und konnte den Polen nicht immer halten. Note 3

Jerome Boateng: Bester Mann auf dem Platz. Omnipräsent in der Defensive, mit herausragendem Stellungsspiel und vielen wichtigen Klärungsaktionen. Gewann jeden seiner Zweikämpfe und behielt die Übersicht, wenn es hektisch wurde und die Polen das deutsche Mittelfeld überrannten. Note 1,5

Emre Can: Feierte sein Debüt im Trikot der A-Nationalmannschaft und machte seine Sache gut. War in der Offensive zwar nicht so auffällig wie Hector, hielt seine Seite aber weitestgehend dicht und führte die meisten Zweikämpfe aller Feldspieler. Ließ sich beim Gegentreffer sehr weit rausziehen und kam dann nicht mehr hinterher - auch wenn Müller ihn hätte absichern müssen. Note 3,5

Toni Kroos: Kroos hat seine Stärken in der Ballkontrolle und im Spielaufbau - beides fand in einer unheimlich hektischen ersten Hälfte kaum statt. Bekam das Mittelfeld mit Nebenmann Schweinsteiger mit zunehmender Dauer zwar besser in den Griff und verlagerte mehrfach gut, war offensiv aber nur selten ein Faktor und in der Rückwärtsbewegung einige Male zu spät im Zweikampf. Note 3,5

Bastian Schweinsteiger: Dem deutschen Kapitän merkte man an, dass er noch nicht voll im Rhythmus ist. Hatte ähnliche Probleme wie Kroos, das Spiel zu ordnen und auch mal das Tempo rauszunehmen. Agierte unglücklich vor dem 1:2, als er den Ball zu weit vom Körper abspringen ließ und dann nicht mehr rechtzeitig ausbessern konnte. Spielte unter dem Strich aber die meisten Pässe und hatte gleichzeitig die meisten Ballaktionen. Note 3,5

Mesut Özil: Der schwächste Deutsche in einer ansonsten hervorragenden Offensive. Traf einige Male die falsche Entscheidung und lief sich fest, statt den besser postierten Mitspieler zu finden. Ließ sich außerdem zu viel Zeit mit seinen Pässen, wodurch seine Mitspieler ins Abseits liefen. Note 4

Karim Bellarabi: Sehr auffälliges Spiel des Leverkuseners. Kombinierte nicht nur vor dem 1:0 stark mit Hector, rochierte regelmäßig mit Götze und Müller und sorgte so für Unstimmigkeiten in der Defensive der Polen. Wurde als Vorsichtsmaßnahme nach einem Zusammenprall in der 53. Minute ausgewechselt. Note 2,5

Thomas Müller: War in den ersten 30 Minuten kaum in den Griff zu kriegen und in der polnischen Hälfte praktisch überall zu finden. Ließ sich vor dem 1:0 clever in den Rücken der polnischen Verteidiger fallen, und bereitete das 3:1 mit seinem Schuss vor. Stark auch seine Arbeit in der Defensive. Müller ging gewohnt weite Wege und klärte mehrfach am eigenen Sechzehner. Note 2

Mario Götze: Falsche Neun, echte Elf - völlig egal. In der Form ist Mario Götze aus dem deutschen Sturmzentrum nicht wegzudenken. Strotze nur so vor Selbstvertrauen, suchte Dribblings und Eins-gegen-eins-Situation, wann immer sich die Chance bot. War mit seinen beiden Treffern der entscheidende Mann auf dem Platz und verhinderte vor der Pause den Ausgleichstreffer, als er auf der Linie klärte. Note 1,5

Ilkay Gündogan: Kam in der 53. Minute für Bellarabi und übernahm Özils Position auf der Zehn. Fand sofort Bindung zum Spiel und trieb den Ball immer wieder voran. 43 Ballaktionen, zehn Zweikämpfe und 30 Pässe sind ausgezeichnete Werte für seine kurze Spielzeit. Note 3

Lukas Podolski: Kam in der Nachspielzeit für Götze. Keine Bewertung

Deutschland - Polen: Die Statistik zum Spiel

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