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Das DFB-Team in der Einzelkritik

Fehlbesetzung im Zentrum

Von Stefan Rommel
Dienstag, 14.10.2014 | 23:08 Uhr
Matthias Ginter fand in seiner Rolle im defensiven Mittelfeld keinen Zugang zum Spiel
© getty
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Die deutsche Nationalmannschaft hat das zweite Spiel in Folge in der EM-Qualifikationsgruppe D nicht gewinnen können und nach drei Spieltagen drei Punkte Rückstand auf Platz eins der Gruppe.

Vor 51.204 Zuschauern in der nicht ausverkauften Arena auf Schalke erzielte Toni Kroos (71.) das vermeintlich entscheidende Tor für den Weltmeister. John O'Shea besorgte mit der letzten Aktion der Partie aber doch noch den Ausgleich für die Iren (90.+4).

Im Vergleich zum Polen-Spiel nahm Löw zwei Änderungen vor: Für die kranken Kramer und Schürrle spielten Matthias Ginter im defensiven Mittelfeld und Julian Draxler auf dem linken Flügel.

Allerdings offenbarte die Mannschaft in Abwesenheit von sieben Leistungsträgern erneut große Probleme in den Abläufen, besonders im Offensivspiel. Erst nach der Pause wurden die deutschen Angriffe etwas zielstrebiger und wuchtiger. Beim Weltmeister konnte nur Torschütze Kroos überzeugen.

Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik

Manuel Neuer: In der ersten Halbzeit fast ohne Beschäftigung. Berührte den Ball mit den Händen nur, um einen Abstoß vorzubereiten. Nach dem Wechsel bei McGeadys scharfer Hereingabe dann gleich aufmerksam. Beim Gegentor aus kurzer Distanz machtlos. Note 3,5

Antonio Rüdiger: Kam doch wieder rechts in der Viererkette zum Einsatz und zeigte einen ausgeprägten Vorwärtsdrang. Kam nach Standards einige Male mit dem Kopf zum Abschluss, schob stets gut an. Seine Flanken waren aber wie schon in Warschau nicht präzise. Konnte die Hereingabe vor dem Ausgleich nicht verhindern. Note 3,5

Jerome Boateng: Wechselte sich mit Boateng bei der Bewachung von Keane ab, Walters orientierte sich fast ausschließlich an Durm. In den seltenen Duellen gegen den Mann abgezockt. Hielt sich in der Offensive merklich zurück. Note 3

Mats Hummels: Nahm die Kopfballduelle mit Keane und später Walters an und entschied fast jedes für sich. Übernahm immer mal wieder auch die Rolle des Aufbauspielers oder dribbelte bis tief in die gegnerische Hälfte an, wenn die Passwege zugestellt waren. War in der zweiten Halbzeit als Zielspieler am ersten Pfosten gefährlich, als er einige Bälle gut verlängern konnte. In der Schlussphase mit einem schludrigen Fehlpass. Kam beim Gegentor gegen O'Shea einen Schritt zu spät. Note 3,5

Erik Durm: Spektakulärer Start mit einem Volleyschuss an die Latte. Danach aber in der Offensive nicht so präsent, wie es wünschenswert gewesen wäre. Walters machte Durms linke Seite als fünfter Abwehrspieler mit zu und unterband so jegliches Tempo über die linke Seite. Schob nach dem Wechsel weiter nach vorne, war aber im Passspiel mit Podolski vor sich nicht genau genug. Mit einer ebenso wichtigen wie starken Abwehraktion nach Hoolahans Schuss aus kurzer Distanz wenige Minuten vor dem Ende. Note 3

Matthias Ginter: Kam etwas überraschend an Stelle von Rudy auf der Doppel-Sechs zum Einsatz und sollte den etwas offensiveren Part neben Kroos spielen. Hatte damit aber ziemlich große Probleme. Ginter fehlte es an Orientierung, an Handlungsschnelligkeit und der entsprechenden Ballverarbeitung, um das Spiel mit einem Kontakt auch mal schnell zu machen. Eine Fehlbesetzung auf der Position, die Löw nach 45 Minuten dann auch korrigierte. Note 5

Toni Kroos: Der Spieler auf dem Platz mit den meisten Ballkontakten. Ließ sich oft in den linken Halbraum fallen, um die Bälle zu verteilen und endlich auch mehr Diagonalbälle zu spielen. Mit einer schicken Idee, als er Draxler in die Tiefe auf die Reise schickte und so einen gefährlichen Angriff selbst einleitete - den dann mit einem harmlosen Schüsschen aber schwach abschloss. Nach der Pause als alleiniger Sechser unterwegs und spielte noch klarer aus der Zentrale heraus und auch einige Meter weiter vorne. Belohnte sich für seinen großen Aufwand mit dem wichtigen Tor. Leistete sich aber auch noch einen Fehlpass kurz vor dem Ende, der glücklicherweise nicht bestraft wurde. Trotzdem bester deutscher Spieler an diesem Abend. Note 2

Karim Bellarabi: Bekam wieder seine Chance auf dem rechten Flügel und startete stark. Als sich die Iren dann aber auf seine Dribblings besser eingestellt hatten und Bellarabi weniger Raum ließen, bekam auch der Leverkusener immer mehr Probleme. War aber wieder sehr engagiert in der Rückwärtsbewegung. Gute Ballbehandlung samt Abschlusschance nach 54 Minuten, aber dabei eine Spur zu überhastet. In der Folge nicht mehr so auffällig. Wurde vier Minuten vor Schluss ausgewechselt. Note 3,5

Mario Götze: Wurde wieder auf der Position in der Zentrale eingesetzt und zeigte wie schon in Warschau nur sporadisch seine Qualitäten. Gerade in einem Spiel, bei dem die Mannschaft auch auf Einzelaktionen angewiesen ist, versteckte sich Götze zu lange und wurde erst ab Mitte der zweiten Halbzeit lebendiger. Vergab nach 80 Minuten die Chance zur Entscheidung. Immerhin war er gegen den Ball engagierter als zuletzt gegen Polen. Note 4

Julian Draxler: Beim Einsatz in seinem Heimspiel mit deutlich mehr Schatten als Licht. Kam überhaupt nicht ins Tempo gegen die tiefstehenden Gäste, lief oft an und wartete dann vergeblich auf das Zuspiel. Und wenn er den Ball bekam, traf er zu oft die falsche Entscheidung. Wechselte nach der Pause ins Zentrum neben Götze. Blieb auch hier zu verschnörkelt und überhaupt nicht klar in seinen Aktionen. Nach 70 Minuten ausgewechselt. Note 4,5

Thomas Müller: Durfte - oder musste - wieder als Spitze starten, rochierte im Zuge der ständigen Wechsel in der deutschen Offensive aber oft in die Halbräume oder auf den rechten Flügel. Versuchte wenigstens bei Gelegenheit, den Ball sofort weiterzuleiten, um etwas Tempo in die Spielzüge zu bekommen. Allerdings auch zu selten mit Erfolg. Nach der Pause mit Pech, als er drei Meter vor dem Tor noch abgeblockt wurde. Leitete eine Chance von Götze mit einem schönen Steilpass ein. Kam ansonsten auffällig selten zu einer Abschlussaktion. Note 3,5

Lukas Podolski: Der Londoner kam zur Pause für Ginter und reihte sich auf der linken Seite in das von da an vier Spieler starke offensive Mittelfeld ein. Guter Laufweg vor seiner Chance nach knapp einer Stunde. Danach aber nicht mehr oft zu sehen, das Zusammenspiel mit Durm auf der linken Seite funktionierte kaum. Note 4

Max Kruse: Kam nach 70 Minuten für Draxler und fügte sich mit seinem zweiten Ballkontakt gleich als Assistgeber zu Kroos' Treffer ein. Unterstützte Müller vorne drin oder wechselte sich mit Podolski auf links ab. Hatte aber auch kaum Platz gegen selbst nach dem Rückstand noch ziemlich defensive Iren. Note 3

Sebastian Rudy: Kam in der 86. Minute für Bellarabi ins Spiel und verstärkte das defensive Mittelfeld. Keine Bewertung

Deutschland - Irland: Daten zum Spiel

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