Montag, 26.04.2010

WM-Formcheck Mittelfeld

Trochowski am Tiefpunkt

Am 11. Juni 2010 findet in Südafrika das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft statt. Der Gastgeber trifft dabei auf Mexiko. Die deutsche Nationalmannschaft startet am 13. Juni gegen Australien in das Turnier. Mitte Mai wird Bundestrainer Joachim Löw seinen Kader berufen.

SPOX-Formcheck
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Zahlreiche deutsche Profis machen sich Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Welttitelkämpfen, jedoch dürfen nur 23 Spieler mit nach Südafrika. Wer darf mit, wer bleibt zuhause? Bis zum Endturnier auf dem schwarzen Kontinent bewertet SPOX wöchentlich die Chancen der 31 potenziellen Kandidaten.

 

Wie kommt die Bewertung zustande? Hier geht's zur Erklärung!

 

 

FC Chelsea, Chelsea, Blues, Kapitän, Capitano, England, Premier League, Legionär, Balle

Michael Ballack: Füllte bei Chelseas 7:0-Kantersieg über Stoke City die defensivste Position im Mittelfeld der Blues aus. Machte dort die Räume dicht und gewann viele Zweikämpfe. Leitete mit einem guten Diagonalball den letzten Treffer ein.

Fazit: Nach Wochen, die er wegen kleinerer Blessuren meistens auf der Bank verbrachte, endlich wieder ein überzeugendes Spiel. Im DFB-Team aber mit einer etwas anderen Rolle.

 

VfL Wolfsburg, Wolfsburg

Christian Gentner: Durfte bei der Niederlage in Freiburg auf der Position vor der Abwehr ran, weil Trainer Köstner durch den Ausfall von Misimovic das System umstellte. In einer schwachen Mannschaft noch einer der besten Wolfsburger. War stets bemüht, Kreativität ins Spiel zu bringen. Gutes Passspiel, engagierter Auftritt, aber wirkungslos.

Fazit: Rolfes hat die WM abgehakt, dadurch steigen Gentners Chancen. Mehr Erfolg mit der Mannschaft würde allerdings nicht schaden.

 

VfB Stuttgart, VfB, Stuttgart, The Hammer, Hitz, Sechser

Thomas Hitzlsperger: Saß in Genua immerhin mal wieder auf der Bank. Vielleicht klappt es in den nächsten Wochen auch mal wieder mit ein paar Minuten Spielzeit.

Fazit: Die Zeit rennt ihm davon. Sollte er gar nicht mehr zum Einsatz kommen, wird es wohl auch mit der WM nichts werden.

 

Aaron Hunt, Werder, Bremen, Werder Bremen, England

Aaron Hunt: Tat sich schwer gegen die defensiven Kölner. Konnte über links nur selten Druck aufbauen oder für Torgefahr sorgen. Musste zur Pause für Almeida Platz machen.

Fazit: Hat auf der Außenbahn große Konkurrenz, die noch einen Tick vor ihm liegt. Seine Zeit wird wohl erst nach der WM kommen.

 

Hamburger SV, Hamburg, HSV, Ex-Bayer

Marcell Jansen: Fehlte in Hoffenheim, hat nach einer Untersuchung bei Dr. Müller-Wohlfahrt aber schon wieder mit dem Krafttraining begonnen.

Fazit: Macht sich weiterhin große Hoffnungen auf die WM. Er wird aller Voraussicht nach rechtzeitig fit und dürfte dann zumindest im erweiterten Kader stehen.

 

VfB Stuttgart, VfB, Stuttgart, U 21

Sami Khedira: Spielte eine solide Partie im zentralen Mittelfeld. War viel unterwegs und ging immer wieder mit in die Spitze. Verlor aber auch den einen oder anderen Ball unnötig.

Fazit: Sein WM-Ticket ist sicher. Wird sich aber noch hinter Ballack und Schweinsteiger anstellen müssen.

 

Bayer Leverkusen, Werkeself, Bayern München, FCB, Mittelfeld

Toni Kroos: Seine Standards sorgten immer für Aufregung im Hannoveraner Strafraum. Aus dem Spiel heraus fehlte bei seinen Steilpässen zunächst das Timing, als sich aber nach dem 1:0 mehr Räume ergaben, kam auch er besser ins Spiel. Bereitete das 2:0 nach einem Konter schön vor und holte den Elfmeter zum 3:0 heraus. Gewann sechs von acht Zweikämpfen.

Fazit: Hat in dieser Saison endgültig seinen Durchbruch geschafft und wird im Sommer zur WM fahren.

 

Werder Bremen, Werder, U 21

Marko Marin: Begann gegen Köln sehr eifrig, war an den meisten Bremer Offensiv-Aktionen in der Anfangsphase beteiligt. Ließ allerdings dann nach. Nicht ganz so durchsetzungsstark und ideenreich wie in den letzten Wochen.

Fazit: Hat sein WM-Ticket sicher. In Hochform sogar ein Mann für die erste Elf.

 

Thomas Müller, Bayern, FCB, München, Bayern München, U 21

Thomas Müller: Gegen Lyon mit großem Laufpensum, aber wenig Durchschlagskraft. Hatte nach einem Pass von Lahm die Chance auf das 1:0, kam aber nicht richtig hinter den Ball. War aber bei Robbens Tor wohl noch mit einem Haarbüschel am Ball. Tauchte gegen Gladbach unter. Nur 32 Ballkontakte und eine Zweikampfquote von 22 Prozent sprechen für sich. Wurde nach 66 Minuten gegen Klose ausgewechselt.

Fazit: Bekam vergangene Woche ein großes Lob vom Bundestrainer und dürfte auch bei der WM dabei sein.

 

Werder Bremen, Werder, Bremen

Mesut Özil: Gegen Köln zwar bemüht, aber glanzlos. Zeichnete sich noch am ehesten durch sein cleveres Passspiel aus.

Fazit: War zuletzt auf dem Weg zur Hinrunden-Form. Gegen Köln konnte das ganze Team und auch er nicht glänzen. Dennoch ein sichererer WM-Kandidat.

 

Bayer Leverkusen, Bayer, Leverkusen, Sechser

Simon Rolfes: Befindet sich weiterhin in der Reha und wird in dieser Saison kein Spiel mehr bestreiten.

Fazit: Hat die WM schon so gut wie abgehakt. Auch Löw plant ohne ihn. Deshalb wird er ab nächster Woche nicht mehr im Formcheck geführt werden.

 

Schweini, Bayern München, Bayern, München, FC Bayern, FCB

Bastian Schweinsteiger: Gegen Lyon Kopf im Mittelfeld, Sturmspitze, Spielzerstörer. War in Abwesenheit von van Bommel als Leader gefordert und füllte das Machtvakuum gut aus. Van Gaal überraschte, indem er Schweinsteiger nach der Pause ganz nach vorne zog. Dort fügte er sich ohne Probleme ein. Nach Gomez' Einwechslung wieder im Mittelfeld und dort perfekter Spielzerstörer. In Gladbach wieder einer der besten Bayern. Hatte die meisten Ballkontakte bei den Bayern (120) und eine ganz starke Passquote von 94 Prozent.

Fazit: Sammer sieht in ihm den würdigen Nachfolger von Ballack. Bestätigt dies Woche für Woche mit starken Leistungen.

 

Christian Träsch, VfB Stuttgart, VfB, Stuttgart

Christian Träsch: Leistete wie immer seine Arbeit im defensiven Mittelfeld und eroberte viele Bälle. Hatte zudem die meisten Ballkontakte und spielte einige kluge Bälle.

Fazit: Hat sich zum Führungsspieler beim VfB entwickelt. Könnte durch seine Vielseitigkeit auch eine Alternative für die WM werden.

 

Hamburger SV, Hamburg, HSV, Troche

Piotr Trochowski: Gegen Fulham auf rechts mit vielen schwachen Flanken und ungefährlichen Distanzen. Spielte in Hoffenheim im zentralen Mittelfeld, weil Ze Roberto fehlte. War damit total überfordert und ließ Jarolim immer wieder allein in der Defensive. Offensiv ohne Akzente und mit schwachen Standards.

Fazit: Seine WM-Teilnahme ist gefährdeter denn je. Die Konkurrenz ist deutlich stabiler. Für Trochowski spricht im Moment nur seine Erfahrung im DFB-Team.

 

 

SPOX

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