WM-Formcheck Abwehr

Nur auf Mertesacker und Lahm ist Verlass

Von SPOX
Montag, 12.04.2010 | 14:56 Uhr
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Am 11. Juni 2010 findet in Südafrika das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft statt. Der Gastgeber trifft dabei auf Mexiko. Die deutsche Nationalmannschaft startet am 13. Juni gegen Australien in das Turnier. Mitte Mai wird Bundestrainer Joachim Löw seinen Kader berufen.

Zahlreiche deutsche Profis machen sich Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Welttitelkämpfen, jedoch dürfen nur 23 Spieler mit nach Südafrika. Wer darf mit, wer bleibt zuhause? Bis zum Endturnier auf dem schwarzen Kontinent bewertet SPOX wöchentlich die Chancen der 36 potenziellen Kandidaten.

 

Wie kommt die Bewertung zustande? Hier geht's zur Erklärung!

 

 

Andreas Beck: Hatte mit dem schwachen Podolski auf seiner Seite wenig Mühe, konnte seine Stärke in der Offensive aber nie zeigen. Seine Flanken waren entweder zu lang oder zu nah vors Tor gezogen. Hatte eine gute Aktion, als er Ibisevic mustergültig den Ball auflegte, ansonsten ging er im schwachen Hoffenheimer Team unter.

Fazit: Sucht nach der Verletzung noch nach seiner Form. Trotzdem ein heißer Kandidat für den Posten des Rechtsverteidigers.

 

Jerome Boateng: Durfte gegen Lüttich und Nürnberg in der Innenverteidigung neben Mathijsen ran und zeigte, dass er dort besser aufgehoben ist als auf den Außenbahnen. Gewann gegen Standard 85 Prozent seiner Zweikämpfe. Präsentierte sich auch gegen den VfL gewohnt sicher im Spielaufbau, Stellungsspiel und Zweikampf. Schlug in der ersten Hälfte am Mittelkreis mit links einen klasse Pass auf den startenden Petric, der mit einem Heber scheiterte.

Fazit: Muss sich um den Platz im WM-Kader keine Sorgen machen. Nur hat Löw für ihn eher einen Platz als Rechtsverteidiger vorgesehen.

 

Arne Friedrich: Arne Friedrich dirigierte seine Abwehr zu Beginn gut und nahm Marica aus dem Spiel. War beim Gegentreffer aber zu passiv und ließ Cacau 30 Meter vor dem Tor gewähren.

Fazit: Hat sich in den letzten Wochen stabilisiert und sich im Kampf um den Platz neben Mertesacker gute Karten erspielt.

 

Philipp Lahm: Hatte in Manchester massive Probleme mit Nani und ließ den Portugiesen vor dem 0:2 im Rücken weglaufen. Dafür in der Offensive mit der einen oder anderen brauchbaren Flanke. Auch in Leverkusen erneut kein Ausreißer nach oben. Solide im Defensivverhalten - mehr nicht. Kroos zog von links immer wieder nach innen, um Lahms Bewachung zu entgehen. Praktisch null Offensivdrang und wenn, dann schlug er harmlose Flanken.

Fazit: Bei Löw links oder rechts gesetzt - komme was wolle.

 

Per Mertesacker: Stand gegen die harmlosen Freiburger hinten sicher und erlaubte sich keinen Fehler. Hatte aber auch nicht wirklich viel zu tun.

Fazit: Auch bei wenig Beschäftigung war Mertesacker immer konzentriert und zur Stelle. Auf diesen Mann kann sich Löw verlassen.

 

Marcel Schäfer: Kam gegen Fulham nicht ins Spiel und konnte über links kaum Druck erzeugen. Verlor einige direkte Duelle gegen Baird und Duff, die geistig und körperlich frischer waren. In der Liga defensiv weniger gefordert, weil Nürnberg fast alle Angriffe über Wolfsburgs rechte Abwehrseite vortrug. Nach vorne bis auf eine gute Flanke wieder nicht existent.

Fazit: Hat trotz nicht immer überzeugenden Leistungen nach wie vor gute Karten, auf den WM-Zug mit aufzuspringen.

 

Serdar Tasci: Stand eigentlich ganz gut und vereitelte viele Berliner Angriffe. Leistete sich aber zwei Schnitzer. Zum einen klärte er einen Ball aus dem Sechzehner genau auf Kobiaschwili, dessen Schuss nur wegen einer Glanzparade von Lehmann nicht im Netz landete. Zum anderen beging er ein klares Handspiel im Strafraum, das der Schiedsrichter nicht ahndete.

Fazit: Ein typisches Tasci-Spiel mit viel Licht und Schatten. Steht sich mit Unkonzentriertheiten immer wieder selbst im Weg. Trotzdem baut Löw auf ihn.

 

Heiko Westermann: Sein Eigentor war schlichtweg Pech, doch er hatte in der Innenverteidigung insgesamt viele Probleme mit Hannovers Angreifern. War oft zu passiv und zögerlich, wirkte auch im Antritt nicht spritzig. Zudem mit vielen Fehlern im Spielaufbau.

Fazit: Westermann kommt nicht wirklich in Fahrt und ist in seinen Leistungen nach wie vor sehr schwankend. Trotzdem ein sicherer Kandidat für Südafrika.

 

 

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