Löw lobt Neuling Weis

SID
Montag, 17.11.2008 | 19:00 Uhr
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Am 11. Juni 2010 findet in Südafrika das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft statt. Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich in der Qualifikationsgruppe 4 auf einem guten Weg zum nächsten großen Fußball-Event.

Zahlreiche deutsche Profis machen sich Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Welttitelkämpfen, jedoch dürfen nur 23 Spieler mit nach Südafrika. Wer darf mit, wer bleibt zuhause?

Bis zum Endturnier auf dem schwarzen Kontinent bewertet SPOX wöchentlich die Chancen der 41 potenziellen Kandidaten.

Wie kommt die Bewertung zustande? Hier geht's zur Erklärung!

 

 

Michael Ballack: Endlich ist er wieder da! Der Capitano feierte nach seiner Operation an beiden Füßen gegen West Bromwich sein Comeback für den FC Chelsea. In seinem 50. Premier-League-Spiel wurde in der 68. Minute für Kalou eingewechselt. Das Wichtigste dabei: Endlich mal wieder auf dem Rasen zu stehen. Bis Ballack wieder in Topform ist, braucht er noch ein bisschen Zeit. Genau das ist auch der Grund dafür, dass er am Mittwoch gegen England nicht spielen wird. In Absprache mit seinem Kapitän hatte Bundestrainer Joachim Löw auf eine Nominierung verzichtet.

 

Tim Borowski: Wurde in der 66. Minute gegen Gladbach für den schwachen Schweinsteiger eingewechselt. Konnte sich aber in der Schlussphase nicht in Szene setzen und blieb beim Ausgleich am Strafraum stehen, so dass Bradley und Matmour völlig blank am Fünfer standen. Obwohl Ballack und Frings im Mittelfeld fehlen, wurde Boro nicht für die Partie gegen England nominiert. Ein ganz klarer Fingerzeig von Löw nach dem Motto: "Da muss deutlich mehr kommen".

 

Torsten Frings: Spielte gegen Köln im rechten Mittelfeld und arbeitete viel, so wie man es von ihm gewohnt ist. Blieb allerdings im Spielaufbau unauffällig. Hielt seinem Spielmacher Diego den Rücken frei und bereitete kurz vor der Halbzeit die 2:0-Führung von Naldo per Eckball vor. Nach der Pause legte Werder einen Zahn zu und auch Frings war an vielen Bremer Angriffen beteiligt. Einigte sich nach Aussprache mit Löw auf eine Pause für das Freundschaftsspiel gegen England. "Das ist das Beste für beide Seiten", versicherte Frings. SPOX-Kolumnist Guido Buchwald bescheinigt dem Vize-Weltmeister von 2002, dass er in Normalform nicht aus der Nationalelf wegzudenken sei.

 

Christian Gentner: Nahm in Hoffenheim, wie auch Dejagah, zunächst auf der Bank Platz und wurde, ebenso wie Dejagah, erst in der 81. Minute für Misimovic eingewechselt. Seine Ballsicherheit und Übersicht hätten der lahmenden Wolfsburger Offensive sicher schon früher gut getan. Hatte noch einige gute Aktionen, konnte das Blatt aber auch nicht mehr wenden. Gentner ist zwar auf einem guten Weg, muss sich aber in Wolfsburg als absolute Stammkraft etablieren. Bis dahin ist er wohl noch ein ganzes Stück entfernt von seiner ersten Berufung in den DFB-Kader.

 

Roberto Hilbert: Kam in der 36. Minute für den verletzten Khedira. Einziges Plus: War bemüht auf der rechten Außenbahn. Ansonsten kam vom Ex-Fürther rein gar nichts. Keine Kreativität, kein Offensivdrang, keine Überraschungsmomente. Insgesamt eine enttäuschende Leistung. So wird sich Hilbert mit Sicherheit keinen Platz in der Stammelf des VfB erarbeiten. In dieser Verfassung meilenweit von der Nationalmannschaft entfernt.

 

Thomas Hitzlsperger: Schmorte gegen Bielefeld 90 Minuten auf der Bank. Auch als Khedira verletzt raus musste (36. Minute), brachte Veh nicht seinen etatmäßigen Kapitän, sondern Roberto Hilbert. Vielleicht tut ihm die Pause gut und er kann neue Kraft tanken, denn seine Leistungen in den letzten Wochen waren wenig nationalmannschaftswürdig. Dennoch von Bundestrainer Jogi Löw für das Spiel gegen England nominiert. Im direkten Vergleich mit Simon Rolfes und Jermaine Jones hat der Stuttgarter momentan allerdings das Nachsehen.

 

Jermaine Jones: Wie gewohnt fleißig, aber ein "Controlleur" wird nicht mehr aus ihm. Ging beim 1:2 in Leverkusen zwar resolut in die Zweikämpfe, war des Öfteren aber auch einen Schritt zu spät, wenn Leverkusen den Ball kreiseln ließ. Dem Schalker Spiel fehlte es vor allem an Kreativität, die auch Jones nicht liefern konnte. Dennoch einer der Besseren bei S04. Beste Szene: Nach Doppelpass mit Rafinha hätte Jones per Kopfball fast den Ausgleich erzielt (36.). Weil Löw das Aufeinandertreffen mit England für einige Tests nutzen will, könnte Jones zu einem Einsatz von Beginn an kommen. Zuletzt hatte der 27-Jährige gegen Russland und Wales zwei Mal nur auf der Tribüne gesessen.

 

Sami Khedira: Musste gegen Bielefeld in der 36. Minute mit einer Bauchmuskelzerrung verletzt raus. Bis dahin war nicht viel zu sehen von ihm. Keine gute Aktion nach vorne, sehr unauffälliges Spiel. Wird somit auch nicht der U 21 für das Länderspiel gegen Italien zur Verfügung stehen. Erstmals bei der A-Nationalmannschaft reinschnuppern kann Khedira frühestens 2009.

 

Toni Kroos: Kam mitten in die Gladbacher Offensivphase für Miroslav Klose (80.) in die Begegnung. In der Nachspielzeit bediente er Luca Toni mit einer schönen Flanke, doch der Italiener köpfte knapp am Gehäuse vorbei. Zu wenig Spielzeit für eine Bewertung und zu wenig Spielpraxis, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Liebäugelt mit einem Wechsel zum KSC in der Winterpause, wo er öfter auf sich und sein unbestrittenes Potenzial aufmerksam machen könnte, als momentan in München.

 

Marko Marin: War auch ohne Treffer zusammen mit Baumjohann der auffälligste Borusse, von den Bayern kaum in den Griff zu kriegen und ständig auf seiner linken Seite unterwegs. Nach seiner Abstellung für die U-21-Playoffspiele gegen Frankreich wurde Marin aufgrund seiner konstant starken Vorstellungen der letzten Wochen jetzt wieder zu Recht für den A-Kader nominiert und darf auf Einsatzminuten gegen die kampfstarken Engländer hoffen.

 

Mesut Özil: Wurde nach seiner Tätlichkeit gegen Zdebel im Spiel gegen Bochum vom DFB für drei Spiele gesperrt und kam somit gegen Köln nicht zum Einsatz. Auch wegen seiner bisweilen noch unbeherrschten Art kommt eine Berufung für die Nationalmannschaft noch zu früh.

 

Simon Rolfes: Starke Leistung des Sechsers beim 2:1 gegen Schalke. Bestach im defensiven Mittelfeld wie gewohnt mit seinem umsichtigen Stellungsspiel, harmonierte auch gut mit seinen Mittelfeldkollegen Augusto, Vidal und Barnetta. Stark: Seine präzisen Vertikalpässe aus der Tiefe und seine auffällige Lufthoheit. Sah in der 22. Minute nicht ganz so gut aus, als er vor Kuranyis Torschuss den Zweikampf mit dem Schalke-Stürmer verlor. Zusammen mit den starken Leistungen der letzten Wochen dürfte der Bundestrainer den Leverkusener bei der Besetzung der Sechserposition gegen England ganz oben auf dem Zettel haben, zumal sich Konkurrent Hitzlsperger momentan in einem Formtief befindet und Torsten Frings eine Länderspiel-Pause verordnet bekam.

 

Bastian Schweinsteiger: Nicht sein Tag. Kam nach seiner Verletzungspause wegen einer Schienbeinprellung in Gladbach nicht so recht ins Spiel und konnte keine Akzente setzen, auch wenn ihm der Wille anzumerken war. Wurde in der 66. Minute durch Borowski ersetzt. Gegen England aber wieder mit von der Partie und ohne Wenn und Aber eine feste Größe im deutschen Mittelfeld. Nach dem Ausfall von Ballack und der Pause für Frings ist Schweini zusammen mit Klose der Chef auf dem Rasen.

 

Piotr Trochowski: Im ersten Durchgang in Berlin weit auf den rechten Flügel abgedrängt und dadurch nicht so im Geschehen wie gewohnt. Dennoch sehr bemüht, allerdings viel zu selten zum Abschluss kommend. Nach der Pause zentraler und mit mehr Akzenten, wobei er sich aber gegen die extrem defensiv eingestellten Berliner aufrieb. Wurde in der 75. Minute etwas überraschend durch Guerrero ersetzt. Für das Duell gegen die Three Lions ist Troche trotzdem die erste Option für die Planstelle im linken Mittelfeld. Nicht zuletzt wegen seiner überzeugenden Auftritte gegen Russland und Wales hat er die Nase gegenüber seinen Konkurrenten momentan vorne.

 

Tobias Weis: Unter den Augen von Bundestrainer Löw zeigte der frisch ins DFB-Team berufene Youngster gegen Wolfsburg eine engagierte Leistung. Arbeitete viel im rechten Mittelfeld, stimmte sich im Defensivverhalten gut mit Beck ab und spielte seine Stärken, nämlich seine Technik und Schnelligkeit, immer wieder aus. Fiel außerdem durch sicheres Passspiel auf, wurde in der Offensive aber von einem starken Eduardo in den Schatten gestellt und rückte nach Salihovics Hereinnahme ins defensive Mittelfeld. Könnte schon gegen England zu seinem ersten Länderspiel kommen. "Über ein paar Einsatzminuten würden ich mich natürlich riesig freuen. Entscheiden tut aber der Trainer", ließ Weis auf seiner ersten Pressekonferenz beim DFB-Team durchblicken. Und auch der Bundestrainer gab bekannt, dass die Einsatzchancen für Weis definitiv da sind, da er in der Lage ist, "technisch guten Kombinationsfußball zu spielen und eine körperliche Dynamik mitbringt".

 

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