WM-Formcheck Mittelfeld

Marin: Kleiner Mann ganz groß

SID
Montag, 10.11.2008 | 19:31 Uhr
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Am 11. Juni 2010 findet in Südafrika das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft statt. Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich in der Qualifikationsgruppe 4 auf einem guten Weg zum nächsten großen Fußball-Event.

Zahlreiche deutsche Profis machen sich Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Welttitelkämpfen, jedoch dürfen nur 23 Spieler mit nach Südafrika. Wer darf mit, wer bleibt zuhause?

Bis zum Endturnier auf dem schwarzen Kontinent bewertet SPOX wöchentlich die Chancen der 39 potenziellen Kandidaten.

 

 

Michael Ballack: Wartet nach seinen Fußoperationen weiter auf ein Comeback beim FC Chelsea. Kam weder in Rom noch in Blackburn zum Einsatz. Die Blues machen keine Angaben über den Gesundheitszustand des 32-Jährigen. Aus dem Umfeld Ballacks verlautete allerdings, dass mit seiner Rückkehr bald zu rechnen sei. Trotzdem erscheint sein Einsatz gegen England mehr als fraglich.

 

Tim Borowski: Hatte in Florenz anfangs auf der ungeliebten Position im defensiven Mittelfeld große Probleme, leistete sich viele Ballverluste und verlor die Mehrzahl der Zweikämpfe. Hatte seine beste Szene in der 78. Minute, als er den Ausgleich erzielte. War auf Schalke bemüht, aber glücklos und setzte viel zu selten Impulse nach vorne. Seine Torgefährlichkeit ist ein Plus, insgesamt fehlt Borowski aber noch ein ganzes Stück zu alter Leistungsstärke. Sollte Ballack aber passen müssen, wäre Boro gegen England ein Kandidat für's zentrale Mittelfeld.

 

Torsten Frings: War gegen Panathinaikos in der Champions League wegen der dritten gelben Karte gesperrt. Gegen Bochum schaffte er es neben einem auffälligen Diego nicht, genug Akzente in der Offensive zu setzen. In der Rückwärtsbewegung war der Routinier allerdings stärker und gewann die Großzahl seiner Zweikämpfe im Mittelfeld. Einer Nominierung steht nach dem ausgeräumten Streit Bundestrainer Löw nichts im Weg. Ob es nach den mäßigen Leistungen der letzten Wochen aber für die Startelf reicht?

 

Christian Gentner: Wurde beim 5:1 im UEFA-Cup gegen Heerenveen in der 62. Minute  eingewechselt. Fügte sich nahtlos ins Spiel der Wölfe ein, ohne jedoch für ein Highlight zu sorgen. Agierte auch gegen Cottbus unauffällig. Nach vorne wenig gute Aktionen, defensiv aber stabil. In der 73. Minute für Krzynowek ausgewechselt. Gentner ist auf einem guten Weg, aber wohl noch ein ganzes Stück entfernt von seiner ersten Berufung in den DFB-Kader.

 

Roberto Hilbert: Gegen Partizan im UEFA-Cup bemüht, teilweise aber in seinen Aktionen zu hektisch und fahrig. Wirkte physisch wieder sehr präsent, allerdings noch ohne Selbstvertrauen und ohne Linie. Saß in Frankfurt 90 Minuten auf der Bank und das, obwohl das Stuttgarter Flügelspiel gegen die Eintracht ein Totalausfall war. Durchläuft derzeit ein Tief und kann alle Gedanken an die Nationalmannschaft vorerst ad acta legen.

 

Thomas Hitzlsperger: Saß gegen Partizan Belgrad zunächst nur auf der Bank. Um ihn zu schonen, versicherte VfB-Trainer Armin Veh. Kam nach einer Stunde in die Partie, spielte solide, aber unauffällig. Nach seiner Pause im UEFA-Cup wirkte er in Frankfurt trotzdem nicht spritzig und konnte dem Spiel keine Impulse geben. Der Kapitän wurde folgerichtig nach einer Stunde ausgewechselt. Sucht weiter nach seiner Form und verliert im Rennen um die vakante Position auf der Sechs im DFB-Team etwas an Boden. Für einen Startplatz gegen England wird es eng.

 

Jermaine Jones: Kam in Santander erst in der 86. Minute für Fabian Ernst in die Partie. Durfte aber gegen die Bayern über die volle Distanz ran. Ackerte emsig, aber rieb sich immer wieder in den Zweikämpfen im Mittelfeld auf. Hatte in der 28. Minute Pech, als sein schöner Fernschuss nur knapp am Bayern-Tor vorbei flog. Jones stagniert in seiner Entwicklung, vor allem unterlaufen ihm als defensivem Mittelfeldspieler immer noch zu viele technische Fehler. Angesichts der starken Konkurrenz auf seiner Position wird es schwer mit einem Comeback gegen England.

 

Sami Khedira: Musste für die Partie im UEFA-Cup gegen Partizan Belgrad aufgrund einer Grippe absagen. Wurde in der Liga gegen Frankfurt erst nach 71 Minuten eingewechselt. Konnte sich in dieser kurzen Zeit nicht entscheidend in Szene setzen. Nach einem kurzen Hoch steckt der U-21-Nationalspieler in einem kleinen Leistungsloch. Erstmals bei der A-Nationalmannschaft reinscnuppern kann Khedira wohl frühestens 2009.

 

Toni Kroos: Kam in Florenz eine Minute nach dem Ausgleichstreffer von Borowski für Schweinsteiger, konnte aber gegen müde Italiener nur wenig zeigen. Hatte in der Nachspielzeit die Großchance zur 2:1-Führung, traf mit seinem Volleyschuss aber nur das Außennetz. Durfte im Liga-Spitzenspiel auf Schalke für den verletzten Schweinsteiger von Beginn an ran und war an der Entstehung zum 0:1 beteiligt. War anschließend nur noch selten zu sehen. Kroos' begrenzte Einsatzzeiten lassen seine Chancen auf den Sprung ins Nationalteam auf ein Minimum schrumpfen, der 18-Jährige denkt über angeblich einen Tapetenwechsel in Form eines Ausleihgeschäfts in der Winterpause nach.

 

Marko Marin: War der Mann des Tages beim 2:0 Auswärtssieg der Fohlen gegen Bielefeld. Neben seinen beiden Toren und einigen atemberaubenden Soli fiel Marin auch durch sein bissiges Engagement und einige harte Tacklings auf. Die Denkpause von Trainer Hans Meyer scheint dem Youngster zu getan zu haben. Nach seiner Abstellung für die U-21-Playoffspiele gegen Frankreich darf Marin jetzt wieder mit einer Nominierung gegen England rechnen.

 

Mesut Özil: Mangelhaftes Zweikampfverhalten, keine Aggressivität: Konnte sich gegen Athen in der Champions League überhaupt nicht in Szene setzen und verlor sehr viele Bälle. Musste in Bochum mit Rot vom Feld, nachdem er in der 80. Minute gegen Zdebel nachgetreten hatte. Spielte bis zu seinem Platzverweis eine passable erste Hälfte, schaffte es aber auch nicht, das Bochumer Abwehr-Bollwerk zu überwinden. Steckt nach starken Spielen zu Saisonbeginn seit einigen Wochen in der Findungsphase. Mit seinem Debüt in der A-Nationalmannschaft ist erst 2009 zu rechnen. Das England-Spiel kommt für Özil noch zu früh.

 

Simon Rolfes: In Karlsruhe präsentierte er sich als starker Sechser. Verteilte klug die Bälle, räumte vor der Abwehr ab, wenn nötig. Es waren zwar ein, zwei unnötige Fehlpässe im Spielaufbau, doch diese blieben ohne Konsequenzen. Löw, der sich das Spiel live ansah, wird zumindest aus dem ersten Durchgang einen durchweg positiven Eindruck von Rolfes mitnehmen. Zusammen mit den starken Leistungen der letzten Wochen dürfte der Bundestrainer den Leverkusener bei der Besetzung der Sechserposition ganz oben auf dem Zettel haben.

 

Bastian Schweinsteiger: Verletzte sich gegen Florenz in der Anfangsphase nach einem üblen Foul am Schienbein. Biss trotz des Handicaps auf die Zähne und spielte bis zur 80. Minute weiter. Konnte keine spielerischen Akzente setzen, kämpferisch jedoch wie zuletzt immer tadellos. Fehlte auf Schalke wegen der in Florenz erlittenen Schienbeinprellung. Gegen England aber wieder mit von der Partie und ohne Wenn und Aber eine feste Größe im deutschen Mittelfeld.

 

Piotr Trochowski: Blieb im Spiel gegen Dortmund blass und hatte kaum nennenswerte Szenen. Setzte zu wenig Impulse nach vorne und war wie zuletzt auch etwas glücklos. Nach seinen starken Vorstellungen im Oktober scheint Trochowski nun in ein kleines Leistungsloch zu fallen. Trotzdem die erste Option für die Planstelle im linken Mittelfeld, nicht zuletzt wegen seiner überzeugenden Auftritte gegen Russland und Wales.

 

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