EM-Formcheck Abwehr

Beck und Tasci schwächeln

Von SPOX
Montag, 06.02.2012 | 17:20 Uhr
SPOX-Formcheck zur EM 2012 in Polen und der Ukraine
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Am 8. Juni 2012 findet in Warschau das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine statt. Deutschland spielt in der Vorrunden-Gruppe B gegen Portugal, die Niederlande und Dänemark. Mitte Mai wird Bundestrainer Joachim Löw seinen endgültigen EM-Kader bekannt geben.

Viele deutsche Profis machen sich Hoffnungen auf eine EM-Teilnahme, jedoch dürfen nur 23 Spieler die Reise nach Polen und in die Ukraine mitmachen. Wer sind am Ende die Glücklichen und wer muss zuhause bleiben? SPOX bewertet über die komplette Saison wöchentlich die Chancen der 41 potenziellen EM-Fahrer, gibt differenzierte Einschätzungen ab und zeigt die Formkurve der Casting-Kandidaten.

Wie kommt die Bewertung zustande? Hier geht's zur Erklärung!

 

Torhüter: Marc-Andre ter Stegen: Die Ruhe in Person

Mittelfeldspieler: Erster richtiger Dämpfer für Marco Reus

Stürmer: Gomez blass - Cacau erneut schwach

 

Dennis Aogo: In der ersten Hälfte ziemlich aktiv auf der linken Seite, kam auch einige Male am schwachen Tymoschtschuk vorbei. Als sich der HSV in der zweiten Halbzeit in die Defensive gedrängt sah, offenbarte er aber Mängel im Zweikampfverhalten.

 

Holger Badstuber: Ließ sich immer wieder weit aus der Viererkette rauslocken, fehlte so bei der Chance von Son und war vor dem 0:1 zu zögerlich gegen Guerrero.

 

Andreas Beck: Schlechte Leistung des Rechtsverteidigers: Beck gewann nur 44 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte in der Schlussphase großes Glück, dass Mölders wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Beck hatte die Aktion nämlich mit einem völlig misslungenen Rückpass eingeleitet.

 

Jerome Boateng: Durfte wieder auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung ran. Vor dem 0:1 konnte er den Ball kaum anders klären, weil er im Rückwärtslaufen war. Ansonsten war er unauffällig und wenig eingespielt mit Badstuber. Stark seine Zweikampfquote von 68 Prozent.

 

Gonzalo Castro: Wurde zu Beginn erneut auf der rechten Mittelfeldseite eingesetzt. War dort gewohnt fleißig und viel unterwegs (11,5 Kilometer). Castro harmonierte erstaunlich gut mit Neuzugang Corluka und zeigte offensiv wie defensiv eine ansprechende Leistung. Ein Makel: Sein absichtliches und unüberlegtes Handspiel rund 20 Meter vor dem eigenen Tor führte zum 1:1-Ausgleich.

 

Benedikt Höwedes: Der Schalker Kapitän zeigte in der Innenverteidigung gegen Mainz eine solide Leistung, auch wenn er die Viererkette gerade in der ersten Halbzeit nicht immer optimal dirigierte und mit 52 Prozent gewonnenen Zweikämpfen keine überragende Quote hatte. Das wichtige 1:1 bereitete er jedoch mit einem Ballgewinn und einem schönen Pass auf Obasi vor.

 

Mats Hummels: In der ersten Halbzeit erging es ihm, wie seiner gesamten Mannschaft: Er tat sich schwer gegen die forschen Nürnberger. Mit zunehmender Spieldauer legte sich dies aber und Hummels wurde zum nahezu unüberwindbaren Hindernis. Stark seine Zweikampfquote von 72 Prozent.

 

Philipp Lahm: War bis zur Rochade nach rechts offensiv nicht so viel zu sehen. Erst zum Ende der Partie mit mehr Zug nach vorne. Musste vor dem Gegentor einrücken, weil die Innenverteidigung in großen Problemen war - erst deshalb wurde Sala so frei. Ergo: Kein zwingender Fehler von Lahm. Stark war Lahms Passquote (99 Prozent) und seine Zweikampfbilanz (78 Prozent).

 

Per Mertesacker: Wurde von den harmlosen und hoffnungslos unterlegenen Blackburn-Angreifern kaum beschäftigt, stand bei den wenigen Angriffen aber sicher und fehlerfrei.

 

Sascha Riether: Machte im defensiven Mittelfeld zusammen mit Lanig die Mitte dicht, brachte 82 Prozent seiner Pässe an den Mann und hatte die drittmeisten Ballkontakte seines Teams. Seine Zweikampfbilanz (40 Prozent) war allerdings stark ausbaufähig.

 

Marcel Schäfer: Spielte den offensiveren Part auf der linken Seite und wusste vor allem mit Einsatz und Flanken zu überzeugen. Seine Zweikampfquote war mit 29 Prozent allerdings sehr ausbaufähig.

 

Marcel Schmelzer: Im Spiel nach vorne mit Ausnahme eines Torschusses und einer Flanke relativ unauffällig. Defensiv stand er gegen die Nürnberger aber sehr sicher.

 

Serdar Tasci: Ließ beim 0:1-Rückstand Rolfes am Elfmeterpunkt völlig blank stehen und verursachte zu allem Überfluss auch noch den Elfmeter. Sah auch sonst nicht immer glücklich in seinen Aktionen aus.

 

Philipp Wollscheid: Gute Partie des Nürnbergers. 83 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind eine fantastische Quote für einen Innenverteidiger. Vor dem 0:2 hätte er allerdings Leitners Pass zu Piszczek mit einem etwas beherzteren Einsteigen entschärfen können.

 

Torhüter: Marc-Andre ter Stegen: Die Ruhe in Person

Mittelfeldspieler: Erster richtiger Dämpfer für Marco Reus

Stürmer: Gomez blass - Cacau erneut schwach

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