Das DFB-Saisonzeugnis: BVB-Neuling wird zum Gewinner - Sane mit Quantensprung

 
Mit dem 8:0-Kantersieg über Estland endet die Spielzeit 2018/19 für die DFB-Stars, es geht in die verdiente Sommerpause. Zeit für das Saisonzeugnis. SPOX bewertet die Nationalspieler, die seit dem WM-Debakel in Russland zum Einsatz kamen.
© getty
Mit dem 8:0-Kantersieg über Estland endet die Spielzeit 2018/19 für die DFB-Stars, es geht in die verdiente Sommerpause. Zeit für das Saisonzeugnis. SPOX bewertet die Nationalspieler, die seit dem WM-Debakel in Russland zum Einsatz kamen.
SEHR GUT - ANTONIO RÜDIGER (26/FC Chelsea): Avancierte in der letzten Saison zum Abwehrchef der Blues und gewann nach der Ausbootung von Boateng und Hummels auch im DFB-Team an Standing. Überzeugte mit gutem Stellungsspiel und toller Spieleröffnung.
© getty
SEHR GUT - ANTONIO RÜDIGER (26/FC Chelsea): Avancierte in der letzten Saison zum Abwehrchef der Blues und gewann nach der Ausbootung von Boateng und Hummels auch im DFB-Team an Standing. Überzeugte mit gutem Stellungsspiel und toller Spieleröffnung.
NIKLAS SÜLE (23/FC Bayern): Übernahm im neuen Jahr sowohl in der Dreier- als auch Viererkette auf Anhieb in die Chefrolle und sorgte dafür, dass weder Boateng noch Hunmels vermisst wurden. Dürfte mit Rüdiger das neue Innenverteidiger-Duo bilden.
© getty
NIKLAS SÜLE (23/FC Bayern): Übernahm im neuen Jahr sowohl in der Dreier- als auch Viererkette auf Anhieb in die Chefrolle und sorgte dafür, dass weder Boateng noch Hunmels vermisst wurden. Dürfte mit Rüdiger das neue Innenverteidiger-Duo bilden.
NICO SCHULZ (26/BVB): Einer derjenigen, die stark von dem Umbruch nach der WM profitierten. Spielte sich hinten links auf Anhieb fest und brachte im 3-5-2 seine Offensivstärken mit ein. Besonders wichtig: sein Last-Minute-Siegtor gegen die Niederlande.
© getty
NICO SCHULZ (26/BVB): Einer derjenigen, die stark von dem Umbruch nach der WM profitierten. Spielte sich hinten links auf Anhieb fest und brachte im 3-5-2 seine Offensivstärken mit ein. Besonders wichtig: sein Last-Minute-Siegtor gegen die Niederlande.
ILKAY GÜNDOGAN (28/Manchester City): Passmaschine, Publikumsliebling und auf dem besten Weg zum Mittelfeld-Leader. Verwandelte die Pfiffe mit genialen, wenn auch nicht immer von Erfolg gekrönten Ideen in Applaus und übernahm auch schon die Kapitänsbinde.
© getty
ILKAY GÜNDOGAN (28/Manchester City): Passmaschine, Publikumsliebling und auf dem besten Weg zum Mittelfeld-Leader. Verwandelte die Pfiffe mit genialen, wenn auch nicht immer von Erfolg gekrönten Ideen in Applaus und übernahm auch schon die Kapitänsbinde.
SERGE GNABRY (23/FC Bayern): Entwickelte sich wie im Verein auch im DFB-Team prächtig, schoss wichtige Tore und sprühte mit seinen Dribblings nur so vor Kreativität. Insbesondere sein Schlenzertor gegen die Niederlande im März war allererste Sahne.
© getty
SERGE GNABRY (23/FC Bayern): Entwickelte sich wie im Verein auch im DFB-Team prächtig, schoss wichtige Tore und sprühte mit seinen Dribblings nur so vor Kreativität. Insbesondere sein Schlenzertor gegen die Niederlande im März war allererste Sahne.
LEROY SANE (23/Manchester City): Profitierte rückblickend von seiner Nichtberücksichtigung in Russland und machte wie Kumpel Gnabry einen Quantensprung. Es sind nicht nur die vielen Tore, die Sane so wichtig machen. Es ist seine Art, Fußball zu spielen.
© getty
LEROY SANE (23/Manchester City): Profitierte rückblickend von seiner Nichtberücksichtigung in Russland und machte wie Kumpel Gnabry einen Quantensprung. Es sind nicht nur die vielen Tore, die Sane so wichtig machen. Es ist seine Art, Fußball zu spielen.
MARCO REUS (30/BVB): Der aktuell beste Bundesliga-Spieler. Reißt nicht nur Fans, sondern auch seine Mitspieler mit seinem begeisternden, von Überraschungsmomenten geprägten Fußball mit. Sein Freistoßkunstwerk gegen Estland unterstrich seine Weltklasse.
© getty
MARCO REUS (30/BVB): Der aktuell beste Bundesliga-Spieler. Reißt nicht nur Fans, sondern auch seine Mitspieler mit seinem begeisternden, von Überraschungsmomenten geprägten Fußball mit. Sein Freistoßkunstwerk gegen Estland unterstrich seine Weltklasse.
GUT - MANUEL NEUER (33/FC Bayern): Wirkte nach dem WM-Schock nicht immer stabil, weshalb Diskussionen um seinen Stammplatz entbrannten. Stabilisierte sich im neuen Jahr und rettete das DFB-Team vor allem gegen die Niederlande mit starken Paraden.
© getty
GUT - MANUEL NEUER (33/FC Bayern): Wirkte nach dem WM-Schock nicht immer stabil, weshalb Diskussionen um seinen Stammplatz entbrannten. Stabilisierte sich im neuen Jahr und rettete das DFB-Team vor allem gegen die Niederlande mit starken Paraden.
MARC-ANDRE TER STEGEN (27/FC Barcelona): Lieferte bei Barca alle notwendigen sportlichen Argumente für eine Wachablösung im Nationaltor. Kam unter Neuer-Fan Löw trotzdem nur auf einen Einsatz (beim 2:1 gegen Peru). Muss sich weiter gedulden.
© getty
MARC-ANDRE TER STEGEN (27/FC Barcelona): Lieferte bei Barca alle notwendigen sportlichen Argumente für eine Wachablösung im Nationaltor. Kam unter Neuer-Fan Löw trotzdem nur auf einen Einsatz (beim 2:1 gegen Peru). Muss sich weiter gedulden.
MATTHIAS GINTER (25/Borussia Mönchengladbach): Kein Lautsprecher, aber ein solider und unaufgeregter Arbeiter, den Löw vor allem wegen seiner Variabilität schätzt. Stand in acht der zehn Spiele seit der WM in der Startelf und agierte stets fehlerfrei.
© getty
MATTHIAS GINTER (25/Borussia Mönchengladbach): Kein Lautsprecher, aber ein solider und unaufgeregter Arbeiter, den Löw vor allem wegen seiner Variabilität schätzt. Stand in acht der zehn Spiele seit der WM in der Startelf und agierte stets fehlerfrei.
JOSHUA KIMMICH (24/FC Bayern): Bekam nach der WM seinen Herzenswunsch erfüllt und rückte von der rechten Abwehrseite ins Mittelfeld. Machte dort vor allem mit dem Ball einen hervorragenden Job, offenbarte aber bisweilen Defizite in der Rückwärtsbewegung.
© getty
JOSHUA KIMMICH (24/FC Bayern): Bekam nach der WM seinen Herzenswunsch erfüllt und rückte von der rechten Abwehrseite ins Mittelfeld. Machte dort vor allem mit dem Ball einen hervorragenden Job, offenbarte aber bisweilen Defizite in der Rückwärtsbewegung.
LEON GORETZKA (24/FC Bayern): Muss sich brutaler Konkurrenz im zentralen Mittelfeld erwehren und sitzt deshalb auch häufiger auf der Bank. Spielt aber ordentlich, wenn er ran darf und ist vorne überall zu finden. Traf auch sehenswert gegen Estland.
© getty
LEON GORETZKA (24/FC Bayern): Muss sich brutaler Konkurrenz im zentralen Mittelfeld erwehren und sitzt deshalb auch häufiger auf der Bank. Spielt aber ordentlich, wenn er ran darf und ist vorne überall zu finden. Traf auch sehenswert gegen Estland.
THILO KEHRER (22/PSG): Einer derjenigen, die fußballerisch wie menschlich noch reifen müssen, aber schon gute Chancen auf einen Stammplatz bei der EM haben. Kann auf nahezu allen Verteidiger-Positionen spielen und verfügt über eine feine Technik.
© getty
THILO KEHRER (22/PSG): Einer derjenigen, die fußballerisch wie menschlich noch reifen müssen, aber schon gute Chancen auf einen Stammplatz bei der EM haben. Kann auf nahezu allen Verteidiger-Positionen spielen und verfügt über eine feine Technik.
BEFRIEDIGEND - JONATHAN TAH (23/Bayer Leverkusen): Hinter Süle, Rüdiger und Ginter nur Innenverteidiger Nummer vier. Macht es zumeist aber gut, wenn ihm Löw eine Chance gibt - so wie beim jüngsten Sieg in Weißrussland.
© getty
BEFRIEDIGEND - JONATHAN TAH (23/Bayer Leverkusen): Hinter Süle, Rüdiger und Ginter nur Innenverteidiger Nummer vier. Macht es zumeist aber gut, wenn ihm Löw eine Chance gibt - so wie beim jüngsten Sieg in Weißrussland.
LUKAS KLOSTERMANN (23/RB Leipzig): Trat bei seinen zwei Länderspieleinsätzen gegen Serbien und Weißrussland nicht mit außergewöhnlichen Aktionen in Erscheinung, verteidigte aber souverän und interpretierte seine Rolle ganz nach Löws Geschmack: offensiv.
© getty
LUKAS KLOSTERMANN (23/RB Leipzig): Trat bei seinen zwei Länderspieleinsätzen gegen Serbien und Weißrussland nicht mit außergewöhnlichen Aktionen in Erscheinung, verteidigte aber souverän und interpretierte seine Rolle ganz nach Löws Geschmack: offensiv.
MARCEL HALSTENBERG (27/RB Leipzig): Ein ähnlicher Spielertyp wie Klostermann. Schlägt besonders gute Flanken, wie er gegen Estland wieder einmal unter Beweis stellte. Wird sich mit Hector wohl um einen Platz als Schulz-Backup streiten.
© getty
MARCEL HALSTENBERG (27/RB Leipzig): Ein ähnlicher Spielertyp wie Klostermann. Schlägt besonders gute Flanken, wie er gegen Estland wieder einmal unter Beweis stellte. Wird sich mit Hector wohl um einen Platz als Schulz-Backup streiten.
TONI KROOS (29/Real Madrid): Wurde in Spanien als "Dieseltraktor" verschmäht - aber von Löw begnadigt. Zahlte das Vertrauen zumindest mit einem guten Auftritt in Amsterdam zurück. Muss sich aber steigern, um seinen Platz nicht an Gündogan zu verlieren.
© getty
TONI KROOS (29/Real Madrid): Wurde in Spanien als "Dieseltraktor" verschmäht - aber von Löw begnadigt. Zahlte das Vertrauen zumindest mit einem guten Auftritt in Amsterdam zurück. Muss sich aber steigern, um seinen Platz nicht an Gündogan zu verlieren.
JULIAN DRAXLER (25/PSG): Hat ebenfalls eine gebrauchte Saison hinter sich. Kam bei PSG in wichtigen Spielen meist nur von der Bank und wurde von Verletzungen heimgesucht, die ihn auch einige Länderspiele kosteten. Zeigte gegen Estland aber gute Ansätze.
© getty
JULIAN DRAXLER (25/PSG): Hat ebenfalls eine gebrauchte Saison hinter sich. Kam bei PSG in wichtigen Spielen meist nur von der Bank und wurde von Verletzungen heimgesucht, die ihn auch einige Länderspiele kosteten. Zeigte gegen Estland aber gute Ansätze.
KAI HAVERTZ (20/Bayer Leverkusen): Hat alles, um ein ganz Großer zu werden, was spätestens in der abgelaufenen Bundesliga-Saison (17 Tore, 4 Vorlagen) deutlich wurde. Sein Problem: die Konkurrenz im Mittelfeld.
© getty
KAI HAVERTZ (20/Bayer Leverkusen): Hat alles, um ein ganz Großer zu werden, was spätestens in der abgelaufenen Bundesliga-Saison (17 Tore, 4 Vorlagen) deutlich wurde. Sein Problem: die Konkurrenz im Mittelfeld.
JULIAN BRANDT (23/BVB): Spielte in Leverkusen die bislang beste Saison seiner Karriere. Hatte wie Havertz allerdings das Problem, dass Löw keinen Platz für ihn fand. War trotz guter Ansätze aber auch nicht torgefährlich genug, wenn er spielen durfte.
© getty
JULIAN BRANDT (23/BVB): Spielte in Leverkusen die bislang beste Saison seiner Karriere. Hatte wie Havertz allerdings das Problem, dass Löw keinen Platz für ihn fand. War trotz guter Ansätze aber auch nicht torgefährlich genug, wenn er spielen durfte.
AUSREICHEND - MATS HUMMELS (30/FC Bayern): Hinterließ auch nach der WM keinen sattelfesten Eindruck, wurde nach dem 0:3 gegen die Niederlande im Oktober als "Altherrenfußballer" verschmäht. Seine Ausbootung kam trotzdem überraschend.
© getty
AUSREICHEND - MATS HUMMELS (30/FC Bayern): Hinterließ auch nach der WM keinen sattelfesten Eindruck, wurde nach dem 0:3 gegen die Niederlande im Oktober als "Altherrenfußballer" verschmäht. Seine Ausbootung kam trotzdem überraschend.
JONAS HECTOR (29/1. FC Köln): Wurde nach einer sehr schwachen WM von Schulz und Halstenberg verdrängt. Ist trotzdem noch eine Option für Löw, weil er auch im Mittelfeld spielen kann. Stand jetzt sollte das aber eher nicht für eine EM-Teilnahme genügen.
© getty
JONAS HECTOR (29/1. FC Köln): Wurde nach einer sehr schwachen WM von Schulz und Halstenberg verdrängt. Ist trotzdem noch eine Option für Löw, weil er auch im Mittelfeld spielen kann. Stand jetzt sollte das aber eher nicht für eine EM-Teilnahme genügen.
EMRE CAN (25/Juventus Turin): Legte nach seinem geplatzten WM-Traum eine gute Debüt-Saison bei Juve hin, wartet aber seit Oktober auf einen Anruf von Löw. Will weiter um die EM kämpfen, auch wenn die Konkurrenz auf seiner Position riesig ist.
© getty
EMRE CAN (25/Juventus Turin): Legte nach seinem geplatzten WM-Traum eine gute Debüt-Saison bei Juve hin, wartet aber seit Oktober auf einen Anruf von Löw. Will weiter um die EM kämpfen, auch wenn die Konkurrenz auf seiner Position riesig ist.
THOMAS MÜLLER (29/FC Bayern): Lebte ja schon immer von Überraschungsmomenten. Weil diese aber im DFB-Trikot weniger wurden und Müller auch nach der WM einem Fremdkörper gleichkam, verlor Löw Schritt für Schritt das Vertrauen in ihn.
© getty
THOMAS MÜLLER (29/FC Bayern): Lebte ja schon immer von Überraschungsmomenten. Weil diese aber im DFB-Trikot weniger wurden und Müller auch nach der WM einem Fremdkörper gleichkam, verlor Löw Schritt für Schritt das Vertrauen in ihn.
TIMO WERNER (23/RB Leipzig): Verwandelte den WM-Frust nicht in positive Energie, verballerte stattdessen viele Chancen wie beim 1:1 gegen Serbien und verlor infolgedessen seinen Stammplatz unter Löw. Tankte gegen Estland ein bisschen Selbstvertrauen.
© getty
TIMO WERNER (23/RB Leipzig): Verwandelte den WM-Frust nicht in positive Energie, verballerte stattdessen viele Chancen wie beim 1:1 gegen Serbien und verlor infolgedessen seinen Stammplatz unter Löw. Tankte gegen Estland ein bisschen Selbstvertrauen.
NILS PETERSEN (30/SC Freiburg): Ein guter Bundesliga-Knipser, aber nicht gut genug für die Nationalmannschaft. Stand nach der WM nur 20 Minuten (beim 2:1 gegen Peru) auf dem Platz, schaffte es in dieser Zeit aber immerhin, einen Treffer vorzubereiten.
© getty
NILS PETERSEN (30/SC Freiburg): Ein guter Bundesliga-Knipser, aber nicht gut genug für die Nationalmannschaft. Stand nach der WM nur 20 Minuten (beim 2:1 gegen Peru) auf dem Platz, schaffte es in dieser Zeit aber immerhin, einen Treffer vorzubereiten.
MANGELHAFT - JEROME BOATENG (30/FC Bayern): Präsentierte sich noch anfälliger als Hummels. Verlor im Gegensatz zum Ex-Dortmunder auch im Verein seinen Stammplatz und dürfte München zeitnah verlassen. Hat mit der Nationalmannschaft abgeschlossen.
© getty
MANGELHAFT - JEROME BOATENG (30/FC Bayern): Präsentierte sich noch anfälliger als Hummels. Verlor im Gegensatz zum Ex-Dortmunder auch im Verein seinen Stammplatz und dürfte München zeitnah verlassen. Hat mit der Nationalmannschaft abgeschlossen.
SEBASTIAN RUDY (29/Schalke 04): Spielte beim 3:0 gegen Russland im vergangenen November noch mit, wurde danach nicht mehr nominiert. Verlor auch bei Schalke seinen Stammplatz. Ist in dieser Verfassung meilenweit von einer EM-Teilnahme entfernt.
© getty
SEBASTIAN RUDY (29/Schalke 04): Spielte beim 3:0 gegen Russland im vergangenen November noch mit, wurde danach nicht mehr nominiert. Verlor auch bei Schalke seinen Stammplatz. Ist in dieser Verfassung meilenweit von einer EM-Teilnahme entfernt.
MARK UTH (27/Schalke 04): Wurde für die ersten beiden Nations-League-Spiele nach der WM überraschend nominiert. Stand beim 0:3 gegen die Niederlande in der Startelf, machte aber keinen Stich. Spielt seitdem keine Rolle mehr in der Nationalelf.
© getty
MARK UTH (27/Schalke 04): Wurde für die ersten beiden Nations-League-Spiele nach der WM überraschend nominiert. Stand beim 0:3 gegen die Niederlande in der Startelf, machte aber keinen Stich. Spielt seitdem keine Rolle mehr in der Nationalelf.
1 / 1
Werbung
Werbung