Fussball

Joachim Löw auf der Pressekonferenz: "Wir haben das Herz in die Hand genommen"

Von SID
Joachim Löw monierte die Chancenverwertung des DFB-Teams.
© getty

Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Frankreich in der UEFA Nations League stand der Bundestrainer auf der anschließenden Pressekonferenz Rede und Antwort. Grundsätzlich fand er die Leistung der Mannschaft großartig, zeigte sich jedoch über das Ergebnis enttäuscht. Dabei monierte aber auch die Chancenverwertung. Zum Elfmeterpfiff gegen Mats Hummels hat der Bundestrainer auch eine klare Meinung.

Hier gibt es die Pressekonferenz zum Nachlesen.

Frage: "Herr Löw. Wir lautet Ihr Fazit zum Spiel?"

Joachim Löw (Bundestrainer): "Ich bin enttäuscht über das Ergebnis. Die Niederlage fühlt sich aber anders an als am vergangenen Samstag. Es stimmt das Ergebnis nicht, aber die Leistung der Mannschaft war großartig. Innerhalb von drei Tagen war es eine Leistungssteigerung."

Frage: "Was hat Ihnen besonders gut gefallen?"

Löw: "Wir haben das Herz in die Hand genommen und haben mutig nach vorne gespielt. Wir waren mit der besten Mannschaft der Welt auf Augenhöhe. In der ersten Halbzeit hätten wir das 2:0 machen können. Frankreich hat eine unglaubliche individuelle Qualität. Wenn man unaufmerksam ist, schlagen sie daraus Kapital."

Frage: "Wie haben Sie die Szene vor dem Elfmeter für Frankreich gesehen?"

Löw: "Der Elfmeter war nicht gerechtfertigt. Mats Hummels berührt ihn überhaupt nicht. Matuidi tritt Mats auf den Fuß. Wir sind für unser gutes bis sehr gutes Spiel nicht belohnt worden."

Frage: "Gibt es auch negative Punkte?"

Löw: "Wenn ich über negative Punkte spreche, dann vielleicht die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit. Da haben wir zu wenig Kapital geschlagen. Es ist vielleicht die Cleverness und die Reife die fehlt, um da eiskalt zuzuschlagen."

Frage: "Es gab viele Umschaltmomente im deutschen Spiel. War das der Plan?"

Löw: "Es war klar, dass wir eine taktische Veränderung brauchten und eine andere Grundordnung. Wir wollten die Franzosen ein Stück weit überraschen."

Frage: "Sie haben immer von der Notwendigkeit einer Achse gesprochen. Heute saß Thomas Müller nur auf der Bank. War das nur eine temporäre Entscheidung?"

Löw: "Ich habe immer gesagt, dass man eine Achse braucht. Dazu stehe ich auch. Einige Spieler haben eine schwierige Phase, aber sie haben es nicht verlernt. Man braucht immer eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Müller hat seine Qualitäten zuletzt nicht so gezeigt. Er ist aber ein Antreiber, er spricht viel mit jungen Spielern."

Frage: "Hätten Sie in Amsterdam auch so mutig aufstellen sollen?"

Löw: "Ich treffe meine Entscheidungen aus Überzeugung. Man muss sagen, dass es in Amsterdam nicht aufgegangen ist. Manchmal sind Entscheidungen falsch, manchmal sind sie richtig. Da muss man dann die Lehren draus ziehen."

Frage: "Wenn Sie nach vorne schauen. Haben die Leistung und die Aufstellung Signalwirkung für die Zukunft?"

Löw: "Es war eine gute Leistung, auf die man aufbauen kann. Die jungen Spieler haben es klasse gemacht. Die jungen Spieler müssen aber konstant auf diesem Niveau spielen, das kommt manchmal auch erst mit der Erfahrung. Ihre Leistungen sind manchmal schwankend."

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