Fussball

Lothar Matthäus rät Bundestrainer Löw: Müller ist kein Flügelspieler

Von SPOX
Dienstag, 11.09.2018 | 10:16 Uhr
Thomas Müller - eine Fehlbesetzung auf dem rechten Flügel?
© getty

Lothar Matthäus ist der Meinung, dass Thomas Müller in der Nationalmannschaft falsch eingesetzt wird. In seiner Kolumne sprach der deutsche Rekord-Nationalspieler dem Bayern-Star die Fähigkeit ab, auf dem Flügel wertvoll für das Team zu sein.

"Entweder Löw lässt ihn dort spielen, wo er wertvoll, wichtig und herausragend ist - oder man lässt es bleiben", schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne 'So sehe ich das' über die Rolle von Thomas Müller im DFB-Team.

In Matthäus' Augen hätte Bundestrainer Löw genügend andere und vor allem bessere Alternativen für die Außenbahnen als Müller. Der Weltmeister von 1990 nennt dabei Leroy Sane, Marco Reus, Timo Werner und Julian Brandt, die er alle als klare Flügelspieler sieht. Müller zähle nicht dazu.

Auch die Aufstellung von vier Innenverteidigern sieht der Ex-Kapitän kritisch. "Vier gelernte Innenverteidiger in der Viererkette bedeutet auch, dass auf den Außenbahnen zwei Profis agieren, die sich zum einen innen wohler fühlen und zum anderen nicht den Zug nach vorne haben, den ein gelernter Außenverteidiger mitbringt", schrieb Matthäus über Löws Experiment mit Matthias Ginter und Antonio Rüdiger als Außenverteidiger. "Es fehlt dadurch Kreativität, ein Dribbling oder auch die Präzision bei Flanken von der Grundlinie."

Lothar Matthäus: Reus und Werner sind keine Goalgetter

Um Flanken zu verwerten, braucht es vor allem einen echten Mittelstürmer. Hier machte Matthäus eine weitere Problemzone beim Weltmeister von 2014 aus. "Weder Reus noch Werner sind Mittelstürmer. Ja, sie sind torgefährlich, aber das Strafraumzentrum ist nicht ihre Heimat und es sind keine Goalgetter."

Nils Petersen sieht Matthäus nur als soliden Joker, da dieser ähnlich wie Jonas Hector (Köln) in Freiburg nur bei einem kleinen Klub spielt. Ein solcher Spieler könne "ohne große internationale Erfahrung nicht das Allheilmittel für eine der führenden Fußballnationen sein."

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