Fussball

DFB-Pressekonferenz mit Müller, Neuer und Brandt: "Sind ja nicht 20 andere besser"

Von SPOX
Manuel Neuer, Thomas Müller und Julian Brandt stellten sich den Fragen der Journalisten.
© getty

Manuel Neuer, Thomas Müller und Julian Brandt sprachen auf der DFB-Pressekonferenz unter anderem über das bevorstehende erste Spiel nach der verpatzten WM gegen Weltmeister Frankreich, den "Umbruch light" und Ilkay Gündogan.

Nachdem Bundestrainer Joachim Löw keine großen Änderungen am Kader vorgenommen hat, gab es viel Kritik, dass der Umbruch nach dem Weltmeisterschaftsdebakel zu flach abgelaufen wäre. Müller sieht das anders. "Paar Wochen später sind ja nicht 20 andere besser", erklärte der Bayern-Akteur.

Die aktuellen Spieler seien hochmotiviert und wollen wieder "viel Energie" zeigen, so Müller weiter. Mit Blick auf Frankreich sagte er: "Ich sehe es als große Chance gegen Frankreich zu spielen. Da haben wir die Chance, schnellen Umschaltfußball zu spielen, der dann auch wieder nach mehr Einsatz aussieht."

Neuer sprach derweil über die mögliche Hilfe, die das Team dem in der Kritik stehenden Ilkay Gündogan geben könnte. "Es gibt da keine Sonderrollen", stellte er klar: "Jeder einzelne Spieler ist verantwortlich dafür, was wir auf dem Platz zeigen. Dabei geht es auch darum den Mitspielern den Rücken zu stärken. So machen wir es auch bei Ilkay."

Untenstehend finden sich die Pressekonferenz nochmals zum Nachlesen.

Die DFB-Pressekonferenz vor dem Frankreich-Spiel

13.01 Uhr: Die letzte Frage richtet sich an Julian Brandt, der gefragt wird, inwiefern für den Trainer gespielt wird. "Natürlich spielen wir auch für den Trainer. Wir wollen im zeigen, dass er weiter auf uns bauen kann und wir weiter auf ihn bauen können."

12.57 Uhr: Müller wird gefragt, wie der Ausfall von Mesut Özil sportlich ersetzt werden soll: "Das ist grundsätzlich eine Frage die man dem Trainer stellen muss. Wir haben aber viele Spieler in der Offensive, die sehr flexibel einsetzbar sind. Da wird der Trainer die Positionen dann dementsprechend unterschiedlich besetzen."

12.55 Uhr: Die nächste Frage richtet sich wieder an Manuel Neuer und die Rassismus-Debatte. Wie steht die Nationalmannschaft zum Thema in Chemnitz. Neuer: "Wir leben für eine integrative Spielkultur. Ich finde diese Sache in Chemnitz eine gute Sache und bin froh, dass so viele Musiker und der Chemnitzer FC daran teilgenommen haben."

12.52 Uhr: Noch einmal zurück zum fehlenden Umbruch. Müller betont, dass der Kader zur WM ja nicht willkürlich zusammengestellt wurde. "Und dann sind ein paar Wochen später ja nicht 20 andere besser. Zur Motivation: Man hat ja auch bei den Bayern gesehen, dass wir dort viel Energie gezeigt haben. Diese wollen wir dann natürlich auch mit zur Nationalmannschaft nehmen."

12.50 Uhr: Manuel Neuer freut sich hingegen über das ausverkaufte Stadion. "Wir wollen natürlich den Zuschauern etwas zurückgeben. Wir werden alles daran setzen die Fans zufrieden zu stellen. Wenn wir nach dem Spiel in den Spiegel schauen und sagen: 'Wir haben alles gegeben' dann ist auch der Fan zufrieden.

12.45 Uhr: Großer Kritikpunkt bei der WM war ja die fehlende Einsatzbereichtschaft. Thomas Müller ist dabei wichtig klarzustellen, dass die Einstellung bei der WM dennoch gestimmt hat. "Ich sehe es daher als große Chance gegen Frankreich zu spielen. Da haben wir die Chance schnellen Umschaltfußball zu spielen, der dann auch wieder nach mehr Einsatz aussieht." Auch bei der WM wäre der Einsatz richtig gewesen, der Ballbesitzfußball sah laut Müller allerdings "recht zähflüssig" aus.

12.42 Uhr: Nächstes Thema: Die Unterstützung für Ilkay Gündogan. Manuel Neuer geht es dabei gar nicht speziell um die Unterstützung für Gündogan selber: "Es gibt da keine Sonderrollen. Jeder einzelne Spieler ist verantwortlich dafür, was wir auf dem Platz zeigen. Dabei geht es auch darum den Mitspielern den Rücken zu stärken. So machen wir es auch bei Ilkay."

12.40 Uhr: Der Umgang von Jogi Löw sei laut Manuel Neuer nicht anders geworden. "Jogi war nach der WM natürlich niedergeschlagen, aber er hat uns gezeigt, dass er unbedingt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren will. Er ist genau so hungrig wie wir Spieler."

12.39 Uhr: Die generelle Ausrichtung, also ob man beim Ballbesitz bleibt oder nicht, sei laut Müller auch vom Gegner abhängig. "Wir haben generell aber viel Qualität am Ball, das soll aber nicht darin münden, dass wir uns auf den Ballbesitz versteifen."

12.36 Uhr: Die große Frage ist nun natürlich 'Was hat sich eigentlich konkret geändert?' Müller beantwortet diese Fragen mit "taktischen Dingen, die intern besprochen worden. Gestern ging es auch speziell schon in Richtung Frankreich. Dort haben wir dann auch Überzahl/Unterzahl-Situationen trainiert, bei denen die Verteidigung des Tores im Vordergrund stand. Das soll insgesamt wieder einen größeren Fokus bekommen."

12.34 Uhr: Manuel Neuer wird auf die Selbstkritik von Jogi Löw angesprochen und will den Blick nach vorne richten: "Jeder Spieler hat sich selbst hinterfragt, so hat es auch das Trainerteam getan. Die Analyse hat in der letzten Woche sehr ausführlich stattgefunden. Jetzt müssen wir versuchen die richtigen Schrauben zu drehen. Natürlich unterhalten wir uns darüber, aber nicht unbedingt über die Pressekonferenz, sondern eher über das, was wir besser machen wollen.

12.33 Uhr: Julian Brandt freut sich nicht nur dabei zu sein, sondern auch über seine neue Rückennummer: "Ich wurde gefragt und habe sie angenommen. Es ist eine ehrenvolle Nummer mit einer großen Bedeutung in der Nationalmannschaft. Ich habe aber nicht aktiv Wünsche geäußert, dass ich die Nummer haben will."

12.32 Uhr: Über das neue System der Nations League hat sich besonders Thomas Müller schon bestens informiert: "Für uns als Sportler und als Wettkampftypen ist es besser als Testspiele. Auch die Situation, dass man sogar absteigen kann, finde ich eigentlich gut."

12.30 Uhr: Die erste Frage richtet sich an alle drei: Wie werdet ihr das Spiel angehen? Neuer will die Partie mit "Spaß und Freude angehen. Wir wollen versuchen wieder guten und erfolgreichen Fußball zu spielen. Gegen solche Gegner sich messen zu können, ist das beste was uns jetzt passieren könnte." Julian Brandt fügt hinzu, dass er sich auch persönlich freut, weiterhin dabei zu sein. Ansonsten schließen sich die beiden den Aussagen von Neuer an.

12.29 Uhr: Die drei Spieler sind da - heute sogar mal pünktlich. Auf geht's.

12.21 Uhr: Die Journalisten sitzen schon bereit und die Bühne ist für Neuer, Müller und Brandt hergerichtet. Kann losgehen!

11.59 Uhr: Vor dem Länderspiel gegen Frankreich lohnt sich natürlich auch ein Blick auf den Kader des Gegners. Didier Deschamps hat natürlich nur wenig Grund für einen Umbruch und geht beinahe mit dem kompletten WM-Kader an den Start.

10.30 Uhr: In zwei Stunden geht es hier los. Man darf gespannt sein, welche Meinung die Spieler zum angedeuteten Umbruch haben.

DFB-Pressekonferenz: Neuer, Müller und Brandt sind dabei

Nachdem sich in der vergangenen Woche bereits die Verantwortlichen des DFB zum ersten Mal seit der WM äußerten, sind heute die Spieler dran. Neben Manuel Neuer, der gegen Frankreich wohl erneut im Tor stehen wird, werden auch Thomas Müller und Julian Brandt anwesend sein.

Müller äußerte sich gestern bereits zur erneuten Nominierung von Ilkay Gündogan, der im Gegensatz zu Mesut Özil weiterhin für das DFB-Team auflaufen wird. Alle Aussagen von Müller findet ihr hier.

DFB-Team, Spielplan: Nächste Partien und Gegner

Für das DFB-Team stehen nach dem Vorrunden-Aus bei der WM die ersten Länderspiele auf dem Programm. Das sind die nächsten fünf Partien.

GegnerDatumWettbewerb
Frankreich06.09.2018UEFA Nations League
Peru09.09.2018Testspiel
Niederlande13.10.2018UEFA Nations League
Frankreich16.10.2018UEFA Nations League
Russland15.11.2018Testspiel
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