Fussball

Deutschland - Peru, Stimmen und Reaktionen zum DFB-Spiel

Von SPOX
Marco Reus (M.) hatte als Spitze gegen Peru einen schweren Stand und vergab auch noch gute Chancen.
© getty

Nach dem 2:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft hat Marco Reus über seinen Rolle im Sturmzentrum und seine vergebenen Großchancen gesprochen. Bundestrainer Joachim Löw bemängelte die Leistung in der zweiten Halbzeit und kündigte einen veränderten Schwerpunkt im Training an. Julian Brandt und Nico Schulz sprachen zudem über ihre Treffer.

Hier die Stimmen zum Spiel.

Julian Brandt über ...

... die Leistung gegen Peru: "Ich glaube, wir haben grundsätzlich ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten Chancen, haben leider nur zwei Tore gemacht und ein blödes Tor gefangen. Es ist nicht alles Gold was glänzt, aber jeder Sieg, den wir uns erarbeiten, tut uns gut."

... sein Tor: "Ich habe mir über die WM hinaus viel Selbstvertrauen erarbeiten können. Ich fühle mich in der Nationalmannschaft sehr wohl, komme mit den anderen Spielern gut klar. Ich will jede Minute nutzen und meine Stärken einbringen. Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat."

... die Fortschritte im Team: "Die Mannschaft ist absolut intakt. Wir müssen an einigen Schrauben drehen, es gibt immer noch gewisse Unstimmigkeiten, eine kleine Unsicherheit ist noch da. Aber wenn jetzt alles klappen würde, würden wir uns auch fragen, was bei der WM los war. Ich bin zuversichtlich für die Zukunft."

Marco Reus über ...

... den Auftritt gegen Peru: "Wir haben analysiert, dass Peru ähnlich spielt wie Frankreich, tief und kompakt. Da ist es wichtig, geduldig zu sein, den Ball laufen zu lassen und zielstrebig zu agieren. Das hat gegen Frankreich gefehlt. Wir hatten heute in der ersten Halbzeit mehrere gute Torchancen. Dann muss man sie natürlich machen.

... seine Rolle vorn im Zentrum: "Wir haben vorher über die 9 gesprochen. Timo (Werner) soll mit seiner enormen Geschwindigkeit über außen kommen. Ich sollte Überzahl im Mittelfeld schaffen, damit wir kontrolliert nach vorn kommen. Natürlich ist es nicht meine Lieblingsposition, ganz klar. Die anderen wissen, dass sie mich gegen so Brecher nicht hoch anspielen müssen. Ich versuche, das Beste daraus zu machen. Mit mehr Glück oder Konzentration muss ich eine der beiden Torchancen machen."

... den Sieg: "Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht, das war unser Ziel. Wir müssen Selbstvertrauen tanken durch Siege wie heute, auch wenn sie dreckig sind. Aber sie sind wichtig."

Nico Schulz über ...

... sein Debüt: "Es ist toll, für die Nationalmannschaft zu spielen, gerade im eigenen Stadion. Am wichtigsten ist, dass wir gewonnen haben. Die Abläufe können noch besser werden, nach so kurzer Zeit ist das verständlich."

... seine Rolle vor dem Gegentreffer: "Ich kann den Ball direkt wegschlagen, aber der Gegenspieler läuft durch, deshalb stoppe ich den Ball. Es war ein bisschen ärgerlich."

... sein Tor zum Sieg: "Das Tor geht nur in unserem Stadion rein. Es war ein bisschen glücklich."

Bundestrainer Joachim Löw über ...

... das Spiel: "Ich wollte heute bewusst dem einen oder anderen Spieler eine Möglichkeit geben. In der 2. Halbzeit hat die Raumaufteilung nicht mehr gestimmt. Die Spieler sind nicht mehr so oft in die Tiefe gegangen, um Räume zu schaffen. Wir hatten ein paar Ballverluste. Die Balance stimmt noch nicht, wir waren in der zweiten Halbzeit nach hinten anfälliger als in der ersten."

... Nico Schulz: "Er hat im Training einen guten Eindruck gemacht, körperlich stark, schnell und läuferisch gut. (Beim Gegentor war er) ein bisschen unglücklich. Wir haben im Zentrum, als wir gepresst haben, nicht gut geschlossen. Schulz hat es verpasst, den Ball zu gewinnen."

... die Abstimmung im Team: "Für die Zukunft müssen wir die richtige Mischung finden. Wir haben diese Woche vier Trainingseinheiten gehabt, der Schwerpunkt lag auf defensiver Organisation, dem Pressen und Anlaufen im richtigen Moment. In den letzten Jahren haben wir es vielleicht ein bisschen überzogen mit viel Ballbesitz. Das schnelle Umschalten nach Ballgewinn haben wir ein bisschen verloren. Die Spieler kommen immer entgegen, und gehen nicht weg (vom Ball). Daran müssen wir arbeiten, wenn wir wieder zusammen sind."

... die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern: "Wir müssen uns stabilisieren. Am Donnerstag hat man gegen Frankreich gesehen, dass erfahrene Spieler wie Neuer oder Boateng wahnsinnig wichtig sind. Mit jungen Spielern allein wird man es nicht schaffen, wir brauchen die Erfahrung, die Spieler haben die Klasse. Wenn wir weiter arbeiten, werden wir die richtige Mischung finden für eine schlagkräftige Mannschaft im nächsten Turnier."

... den Empfang durch die Fans: "Das war sehr erfreulich. In München war eine gute Stimmung, gestern sind wir hier von vielen Fans freundlich empfangen worden. Wir sind noch nicht über den Berg, auch wenn die Leute sehr positiv sind. Über Leistung und gutes Auftreten müssen wir überzeugen."

...die Außenverteidigerposition: "Auf den Außen muss man ein bisschen variieren, das hängt vom Gegner ab. Mit Matthias Ginter, Nico Schulz, Jonas Hector, Marcel Halstenberg, vielleicht auch Philipp Max von Augsburg, der ein gutes letztes Jahr hatte."

Thomas Müller über ...

... die kommenden Aufgaben: "Es geht darum, diesen kleinen Schwung mitzunehmen, positiv nach vorn zu schauen. Es warten schwierige Aufgaben mit Wettkampfspielen gegen Holland und Frankreich. Da können wir nicht sagen: Der Einsatz war toll, aber das Ergebnis hat nicht gepasst."

... die Mischung im Team: "Wir haben sehr viele Spieler dabei, die noch nicht ewig lange dabei sind. Nur 5 von 23 Spielern sind jetzt schon längere Zeit dabei. Da lügt man sich in die Tasche, wenn man sagt, wir sind eine alte Truppe die ausgewechselt werden muss."

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