Fussball

Deutschland vs. Frankreich - Stimmen und Reaktionen zum Spiel des DFB-Teams

Von SPOX
Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich nach dem Spiel zum Fall Özil.
© getty

Bundestrainer Joachim Löw hat das Auftreten seiner Mannschaft beim 0:0 gegen Frankreich gelobt und auch noch einmal über den zurückgetretenen Mesut Özil gesprochen. Auch Thomas Müller, Toni Kroos und Mats Hummels äußerten sich nach dem Spiel des DFB-Teams zufrieden.

Hier die Stimmen zum Spiel.

Joachim Löw (Bundestrainer) über ...

... den Fall Özil: "Natürlich habe ich erwartet, dass er mich anruft, dass er mich persönlich anruft und mich informiert. Die Gründe, warum er das nicht macht, kenne ich auch nicht. Logischerweise bin ich deswegen auch enttäuscht. Wir sind viele Jahre diesen Weg zusammen gegangen, waren eigentlich sehr erfolgreich, er ist ein klasse Spieler. Aber menschlich bin ich schon enttäuscht."

... das Auftreten seiner Mannschaft: "Das Spiel stand unter besonderen Vorzeichen. Es war wichtig, wie wir auftreten und das hat die Mannschaft gut gemacht. Wie jeder Spieler gefightet hat, war zufriedenstellend für mich. Wir haben viele Zweikämpfe angenommen und auch gewonnen. Wir hätten durchaus auch ein Tor gegen den Weltmeister schießen können."

... die Spielphilosophie: "Dass wir Ballbesitz haben, ist klar. Die Franzosen greifen ja nicht hoch an. Es war aber viel, viel wichtiger, eine gute Organisation in der Defensive zu haben und uns nicht auskontern zu lassen. Die Franzosen haben eine Stärke und das ist eben das Konterspiel. Das haben wir gut verhindert."

... die vorsichtige Spielweise: "Nach dieser WM ist es nicht völlig unnormal, dass man am Anfang nicht so viel Risiko geht."

... die weitere Entwicklung: "Es wäre ja naiv zu meinen, mit einem Spiel so eine WM vergessen zu machen. Wir können uns erst beim nächsten Turnier wieder rehabilitieren. Es wird ein Prozess. Nach und nach muss sich auch noch mehr entwickeln, dass wir den Druck nach vorne entfalten."

... das Fehlen der Debütanten: "Gegen Frankreich war es wichtig, erfahrene Spieler auf den Platz zu bringen. Ich bin nach wie vor 100 prozentig davon überzeugt, dass ein Boateng, Hummels und Neuer die nötige Qualität haben. Das haben sie heute gezeigt."

Toni Kroos (Deutschland) über ...

... das Spiel: "Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Nach dem Negativ-Erlebnis bei der WM wollten wir kompakt stehen und das ist uns gerade in der ersten Halbzeit gut gelungen. Trotzdem haben wir immer wieder versucht, schnell umzuschalten und haben auch mit Ball das Spiel ganz gut kontrolliert. Ein bisschen ärgerlich ist, dass wir aus unseren Möglichkeiten kein Tor gemacht haben."

... die Situation nach der WM: "Wir wussten, dass es um etwas geht. Das hat man gemerkt. Das heute war aber nur ein erster Schritt."

... die Aufstellung mit vier Innenverteidigern: "Wir haben wenig zugelassen gegen eine offensiv starke Mannschaft. Komplett kann man die nicht ausschalten, aber insgesamt haben wir als Mannschaft gut gearbeitet."

Thomas Müller (Deutschland) über ...

... das Spiel: "Für uns war es wichtig, dass wir viel Einsatz zeigen. Nach vorne haben wir nicht ganz so befreit gespielt wie zu unseren besten Zeiten, erst hinten raus mit der Schlussoffensive waren wir da aktiver. In der ersten Halbzeit haben wir nicht so viel Risiko genommen, sondern wollten die Null hinten stehen haben. Als erstes Zeichen war es positiv. Es war kein technisch perfektes Spiel von uns, aber man hat gesehen, dass wir zeigen wollten, dass ein Herz in uns steckt."

... die besondere Situation nach der WM: "Es ging darum, den Leuten zu zeigen, dass wir nicht nur aus Jux hierherkommen und uns das Nationalmannschaftstrikot überziehen, als wäre es ein Trainingsleibchen. Wir wollten uns den Kredit zurückholen, den wir bei der WM verspielt haben."

Mats Hummels (Deutschland) über ...

... das Spiel: "Wir haben uns gut geschlagen und in diesem Spiel unsere Lehren aus der WM gezogen. Der Fokus lag auf der defensiven Stabilität, ohne die Offensive komplett zu vernachlässigen."

... den Druck vor dem Spiel: "Wir hatten alle schon Rückschläge in unserer Karriere. Wir sind es gewohnt, dann wieder aufstehen zu müssen."

Joshua Kimmich (Deutschland) über ...

das Spiel: "Gerade in der ersten Halbzeit waren wir gewillt, defensiv gut zu stehen. Da wollten beide Mannschaften nicht das letzte Risiko gehen und haben mit angezogener Handbremse gespielt."

... seine Position im zentralen Mittelfeld: "Ich sollte auf den Raum vor unseren Innenverteidigern aufpassen und die zweiten Bälle abfangen. Von mir aus würde ich sehr, sehr gerne öfter zentral spielen."

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