Mesut Özil, Ilkay Gündogan und der DFB: Die Chronologie der Causa Erdogan

 
Mehr als zwei Monate zieht sich die sogenannte Erdogan-Affäre nun schon hin. Mesut Özils Erklärung dürfte immer noch nicht der Schlusspunkt sein. Hier gibt's alle "Etappen".
© twitter
Mehr als zwei Monate zieht sich die sogenannte Erdogan-Affäre nun schon hin. Mesut Özils Erklärung dürfte immer noch nicht der Schlusspunkt sein. Hier gibt's alle "Etappen".
14. Mai: Einen Tag vor der WM-Kader-Nominierung tauchen Bilder auf, die Özil und Gündogan mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan zeigen. DFB-Präsident Grindel sagt, das Duo habe sich für Erdogans "Wahlkampfmanöver missbrauchen" lassen.
© getty
14. Mai: Einen Tag vor der WM-Kader-Nominierung tauchen Bilder auf, die Özil und Gündogan mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan zeigen. DFB-Präsident Grindel sagt, das Duo habe sich für Erdogans "Wahlkampfmanöver missbrauchen" lassen.
15. Mai: Joachim Löw beruft Özil und Gündogan in sein vorläufiges Aufgebot, obwohl auch er verstimmt ist. "Das war keine glückliche Aktion", sagt der Bundestrainer und kündigt ein Gespräch an. Sanktionen oder ein Verzicht auf beide ist kein Thema.
© getty
15. Mai: Joachim Löw beruft Özil und Gündogan in sein vorläufiges Aufgebot, obwohl auch er verstimmt ist. "Das war keine glückliche Aktion", sagt der Bundestrainer und kündigt ein Gespräch an. Sanktionen oder ein Verzicht auf beide ist kein Thema.
19. Mai: Özil und Gündogan unterbrechen ihren Urlaub, sprechen sich mit Löw, Grindel und Oliver Bierhoff aus und besuchen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sagt: "Beiden war es wichtig, entstandene Missverständnisse aus dem Weg zu räumen."
© getty
19. Mai: Özil und Gündogan unterbrechen ihren Urlaub, sprechen sich mit Löw, Grindel und Oliver Bierhoff aus und besuchen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sagt: "Beiden war es wichtig, entstandene Missverständnisse aus dem Weg zu räumen."
2. Juni: Beim Länderspiel in Klagenfurt gegen Österreich (1:2), wo Özil für die Führung sorgt, werden beide Spieler ausgepfiffen. Thomas Müller verteidigt das Duo, beide seien "wichtiger Teil unseres Teams. Für uns ist das Thema abgehakt."
© getty
2. Juni: Beim Länderspiel in Klagenfurt gegen Österreich (1:2), wo Özil für die Führung sorgt, werden beide Spieler ausgepfiffen. Thomas Müller verteidigt das Duo, beide seien "wichtiger Teil unseres Teams. Für uns ist das Thema abgehakt."
5. Juni: Beim Medientag im Trainingslager in Südtirol äußert sich Gündogan beim SID: "Einige Reaktionen haben mich getroffen, vor allem auch die persönlichen Beleidigungen. Ich verstehe, dass man die Aktion nicht gut finden muss." Özil schweigt weiter.
© getty
5. Juni: Beim Medientag im Trainingslager in Südtirol äußert sich Gündogan beim SID: "Einige Reaktionen haben mich getroffen, vor allem auch die persönlichen Beleidigungen. Ich verstehe, dass man die Aktion nicht gut finden muss." Özil schweigt weiter.
6. Juni: Steinmeier äußert sich in der Zeit befremdet über die Foto-Aktion, sie habe ihn "ein bisschen ratlos gemacht". Ob die Spieler sich entschuldigt hätten, sei "eine Interpretationsfrage".
© getty
6. Juni: Steinmeier äußert sich in der Zeit befremdet über die Foto-Aktion, sie habe ihn "ein bisschen ratlos gemacht". Ob die Spieler sich entschuldigt hätten, sei "eine Interpretationsfrage".
8. Juni: Bierhoff fordert die Medien in der ARD auf, das Thema zu beenden. Beim Test gegen Saudi-Arabien (2:1) wird Gündogan ausgepfiffen. Löw habe die massive Ablehnung "geschmerzt", sagt er. Er fürchtet, das Thema auch beim Turnier nicht los zu werden.
© getty
8. Juni: Bierhoff fordert die Medien in der ARD auf, das Thema zu beenden. Beim Test gegen Saudi-Arabien (2:1) wird Gündogan ausgepfiffen. Löw habe die massive Ablehnung "geschmerzt", sagt er. Er fürchtet, das Thema auch beim Turnier nicht los zu werden.
9. Juni: Gündogan twittert, er sei "immer noch dankbar, für dieses Land zu spielen". Özil? Schweigt.
© getty
9. Juni: Gündogan twittert, er sei "immer noch dankbar, für dieses Land zu spielen". Özil? Schweigt.
15. Juni: Oliver Bierhoff versucht vor dem WM-Start, die Affäre vorerst abzuhaken und erneut Ruhe in die Thematik zu bringen: "Ich sehe nicht die Notwendigkeit, das Thema hier noch mal aufzugreifen", sagt er zwei Tage vor dem Auftaktspiel gegen Mexiko.
© getty
15. Juni: Oliver Bierhoff versucht vor dem WM-Start, die Affäre vorerst abzuhaken und erneut Ruhe in die Thematik zu bringen: "Ich sehe nicht die Notwendigkeit, das Thema hier noch mal aufzugreifen", sagt er zwei Tage vor dem Auftaktspiel gegen Mexiko.
17. Juni: Beim 0:1 gegen Mexiko steht Özil in der Startelf, Pfiffe sind im Luschniki-Stadion jedoch nicht zu vernehmen. Gündogan sitzt 90 Minuten auf der Bank.
© getty
17. Juni: Beim 0:1 gegen Mexiko steht Özil in der Startelf, Pfiffe sind im Luschniki-Stadion jedoch nicht zu vernehmen. Gündogan sitzt 90 Minuten auf der Bank.
27. Juni: Grindel kündigt an, die Affäre nach der WM aufzuarbeiten: "Wir müssen gemeinsam mit der sportlichen Leitung überlegen, wie wir die Spieler noch stärker sensibilisieren können", sagt er in der FAZ. Zudem scheidet Deutschland aus dem Turnier aus.
© getty
27. Juni: Grindel kündigt an, die Affäre nach der WM aufzuarbeiten: "Wir müssen gemeinsam mit der sportlichen Leitung überlegen, wie wir die Spieler noch stärker sensibilisieren können", sagt er in der FAZ. Zudem scheidet Deutschland aus dem Turnier aus.
30. Juni: "Ich werde einige Zeit brauchen, um darüber hinwegzukommen", schreibt Özil auf Twitter über das WM-Aus.
© getty
30. Juni: "Ich werde einige Zeit brauchen, um darüber hinwegzukommen", schreibt Özil auf Twitter über das WM-Aus.
5. Juli: Bierhoff räumt Fehler ein. "Man hätte überlegen müssen, ob man sportlich auf Özil verzichtet", sagt er in der Welt. Einen Tag später rudert er zurück und meint, er habe sich falsch ausgedrückt. Was genau er hatte sagen wollen, bleibt unklar.
© getty
5. Juli: Bierhoff räumt Fehler ein. "Man hätte überlegen müssen, ob man sportlich auf Özil verzichtet", sagt er in der Welt. Einen Tag später rudert er zurück und meint, er habe sich falsch ausgedrückt. Was genau er hatte sagen wollen, bleibt unklar.
8. Juli: DFB-Präsident Grindel fordert Özil zu einer öffentlichen Stellungnahme für die Zeit nach dem WM-Urlaub auf. Die Fans seien enttäuscht, weil sie noch keine Antworten auf ihre Fragen erhalten hätten, sagt Grindel dem kicker.
© getty
8. Juli: DFB-Präsident Grindel fordert Özil zu einer öffentlichen Stellungnahme für die Zeit nach dem WM-Urlaub auf. Die Fans seien enttäuscht, weil sie noch keine Antworten auf ihre Fragen erhalten hätten, sagt Grindel dem kicker.
22. Juli: Özil bricht sein Schweigen und äußert sich in den sozialen Netzwerken erstmals öffentlich zur Sache. Er hätte unabhängig von Wahlen in der Türkei "das Bild trotzdem gemacht". Anschließend trat er aus der Nationalelf zurück.
© getty
22. Juli: Özil bricht sein Schweigen und äußert sich in den sozialen Netzwerken erstmals öffentlich zur Sache. Er hätte unabhängig von Wahlen in der Türkei "das Bild trotzdem gemacht". Anschließend trat er aus der Nationalelf zurück.
1 / 1
Werbung
Werbung