Zu jung für den Fluch

Montag, 14.11.2016 | 19:46 Uhr
Joshua Kimmich gehört seit der EM 2016 zum Stammpersonal des DFB
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Ligue 1
Live
Caen -
Marseille
Championship
Live
Derby County -
Bristol City
Primera División
Live
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
Live
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur

Deutschland trifft am Dienstag zum Abschluss des Länderspieljahres auf Italien (20.45 Uhr im LIVETICKER). Das Ergebnis scheint zweitrangig, Bundestrainer Löw hat andere Ziele im Blick. Von einem Fluch spricht dabei längst niemand mehr. Den kennt das junge Team sowieso nur vom Hörensagen.

Es hatte ein bisschen was von einer Abi-Abschlussfahrt. Mit dem gesamten Betreuerstab schlenderte die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag durch die Innenstadt von Rom. Mit zwei Kleinbussen ging es zunächst ins Kolosseum, im Anschluss zur Spanischen Treppe und am Abend in ein schickes Restaurant. Sämtliche Touri-Attraktionen wurden der Reihe nach abgeklappert. Natürlich durfte bei einem solchen Klassenausflug der Rapport nach der ersten Übernachtung nicht fehlen. Auch das DFB-Team kam da nicht herum. Direkt um 9 Uhr wurde die Truppe am Montagmorgen einbestellt.

Und zwar nicht von Joachim Löw aufgrund nächtlicher Eskapaden oder einer individuellen Auslegung der Nachtruhe. Vielmehr hob der Papst höchstpersönlich den Zeigefinger und zitierte die Mannschaft zu sich. "Ich hoffe, er reißt mir den Kopf nicht ab", zeigte sich Mario Götze eingeschüchtert. Auch Benedikt Höwedes gab sich kleinlaut: "Ich bin mal gespannt, ob er noch sauer ist."

Erlebe die WM-Quali Live und auf Abruf auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Dabei lag das eigentliche Vergehen bereits zweieinhalb Jahre zurück. Der Papst hatte das Erlebnis jedoch noch abgespeichert. Schließlich hatte die DFB-Elf ihn selbst und auch sein Heimatland Argentinien im Sommer 2014 vorsätzlich in tiefe Trauer versetzt. Nach 1986 sollte eigentlich die Albiceleste wieder Weltmeister werden. Doch dann kam Deutschland und machte alles kaputt.

Papst: "Das macht sie erfolgreich"

Gut 45 Minuten weilte die deutsche Nationalmannschaft am Montag im Vatikan. Das Ergebnis war erfreulich. Götze behielt seinen Kopf, der Papst zeigte sich als guter Verlierer und lobte den Weltmeister. Zum WM-Finale gab's kein Wort. "Siege im Fußball sind immer Mannschaftssiege. Ihre Mannschaft definiert sich über diese Qualität. Es geht auch um Verantwortung und Respekt füreinander. Das macht Sie erfolgreich", erklärte der Pontifex.

Diese Worte passten perfekt ins Bild des Länderspieltrips. Nachdem der DFB bei San Marino an der Abendkasse die bereits reservierten drei Punkte abgeholt hatte, legte das Team vor dem Klassiker gegen Italien in Rom bewusst einen Stopp in der Hauptstadt ein. Sportlich sollte hier wenig passieren.

Ziel des Aufenthaltes war es stattdessen, den Zusammenhalt der Mannschaft zu stärken. "Es ist in dieser Phase gut, dass wir nicht direkt nach Mailand ins Hotel gehen, sondern den Abstecher nach Rom machen. Das ist gut für den Teamgeist", erklärte der Bundestrainer.

Sieg nicht das einzige Ziel

Teammanager Oliver Bierhoff schlug in die gleiche Kerbe: "Gemeinsame Aktivitäten in lockerer Atmosphäre bringen nicht nur Spaß und Freude, sie schweißen ungezwungen zusammen und fördern ein gutes, respektvolles Miteinander." Von einem unbedingten Siegeswillen im so prestigeträchtigen Duell gegen Italien ist wenig zu spüren. Lediglich "wünschenswert" sei der Sieg, so Löw.

Klar, den Triumph würde man sicherlich mitnehmen, der Fokus liegt darauf allerdings nicht. Bewusst verzichtete der Bundestrainer im Vorfeld der Partie deshalb auf wichtige Stammkräfte. Mesut Özil blieb ganz zu Hause, Sami Khedira reiste nach dem Pflichtsieg gegen San Marino ab. Jerome Boateng, Manuel Neuer und Toni Kroos sind aus unterschiedlichen Gründen ebenfalls nicht an Bord.

Dem Bundestrainer fehlt vor dem Italien-Spiel somit eine komplette Achse. Wirklich schlimm ist das jedoch nicht. Es ist vielmehr eine gute Möglichkeit, unter seriösen Bedingungen den zweiten Anzug zu testen. Schließlich wurde dem Bundestrainer stets vorgeworfen, diesem kaum eine Chance zu geben.

Chance für den Nachwuchs

"In jedem Fall wird die Mannschaft verändert werden. In allererster Linie geht es mir darum, noch einmal den einen oder anderen Spieler zu sehen, in einem Spiel, in dem man richtig gefordert wird. Diese Erkenntnisse sind mir wichtig", erklärte der Bundestrainer vor dem Spiel.

Es ist das alte Spielchen: Auf sämtlichen Positionen können sich nun die Spieler zeigen, die zuletzt immer wieder im Schatten standen. "Wir haben junge Spieler und eine gute Mannschaft, also wird es im spielerischen Bereich keinen Bruch geben. Jetzt haben andere die Chance, sich in den Vordergrund zu spielen", so Löw weiter.

Ilkay Gündogan ist ein solches Beispiel. Bereits gegen San Marino deutete er seine wichtige Rolle im Spiel der Nationalmannschaft an. Immer wieder suchte ihn das Team, mit 174 Ballaktionen übertraf der Mittelfeldspieler beinahe den alten DFB-Rekord von Toni Kroos (180 Ballaktionen). In Abwesenheit von Khedira und Kroos ist er nun erstmals die zentrale Figur im DFB-Maschinenraum.

Welcher Fluch?

Doch Gündogan gehört mit seinen 26 Jahren eigentlich bereits zur älteren Generation. Die Liste der Nachwuchsspieler, die sich aufdrängen wollen, ist mit Namen wie beispielsweise Leon Goretzka, Yannick Gerhardt und Julian Weigl endlos lang. Vor allem das Alter der zweiten Garde ist beeindruckend. Alleine acht Spieler im derzeitigen DFB-Kader könnten noch für die U21 spielen.

Während alteingesessene Fußballexperten schon bei den Worten Squadra Azzurra kalte Hände bekommen, wächst somit eine Generation heran, die mit dem Italien-Fluch nichts mehr am Hut hat. Sogar die arrivierten Spieler um Mats Hummels und Thomas Müller machten bislang nur fünf Spiele gegen Italien. Nur 2016 ging Deutschland im direkten Duell zwei Mal als Sieger hervor.

Das Blatt scheint sich zu wenden. Neidisch blickt man aus Italien auf das Land des Weltmeisters mit seinen aufstrebenden Talenten. "Ein schwächerer Gegner als die wohl bestorganisierte Mannschaft dieses Planeten wäre besser gewesen, um einige neue Sachen auszuprobieren", moserte gar Neu-Nationaltrainer Giampiero Ventura. Nach einem Fluch hört sich das alles nicht mehr an. Dieser wird aus deutscher Sicht zwar von außen an die Mannschaft herangetragen, intern spielt er aber keine große Rolle mehr. Dazu ist die Mannschaft derzeit schlichtweg zu jung.

Alles zur Nationalmannschaft

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung