Ballack rät Schweini zum Rücktritt

SID
Samstag, 09.07.2016 | 19:13 Uhr
Michael Ballack fürchtet um Bastian Schweinsteigers Status im DFB-Team
© getty
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Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack (39) rät Bastian Schweinsteiger (31) nach dem EM-Aus im Halbfinale gegen Frankreich (0:2) zum Rücktritt aus der Auswahl des DFB.

"Ich weiß nicht, ob er sich einen Gefallen tun würde, die WM in Russland als nächstes persönliches Ziel auszurufen", schrieb der 39-Jährige in seiner Kolumne im Express und der TZ: "Ich würde ihm raten, sich diesen Schritt genau zu überlegen."

Sonst, das "fürchtet" Ballack, könne Schweinsteiger, mit dem er viele Jahre zusammen im DFB-Trikot aufgelaufen war, "in einen Strudel hineingeraten" und "andere Spieler könnten die Situation nutzen, um seinen Status in der Nationalmannschaft in Frage zu stellen - das hätte Schweinsteiger nicht verdient".

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Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts (69) hat sich dagegen für eine Fortsetzung der Nationalmannschafts-Karriere von Schweinsteiger ausgesprochen. "Bastian Schweinsteiger hat einen Fehler gemacht, als er im Halbfinale gegen Frankreich mit der Hand zum Kopfball-Duell hochgeht und es den Elfmeter gibt. Das weiß er selbst. Ansonsten kann ich nur sagen: Er ist nach wie vor ein klasse Spieler. Es wäre zu schade, wenn er so seine Nationalmannschafts-Karriere beenden würde", sagte Vogts der Sport Bild. Er hofft, dass der ManUnited-Star noch zwei Jahre weitermache.

Ex-DFB-Kapitän Ballack vertritt eine andere Meinung. Ein Rücktritt würde die Karriere des England-Profis aus Sicht von Ballack nicht schmälern. "Er hat Deutschland 2014 zum Weltmeister gemacht. Er hat Großartiges für den Fußball geleistet", so Ballack über Schweinsteiger: "Er kann jetzt erhobenen Hauptes durch die Vordertür abtreten. Ich denke, es ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ihn, zurückzutreten."

Ballack war der Vorvorgänger von Schweinsteiger als Kapitän. Nachdem er verletzungsbedingt die WM 2010 verpasst hatte, übernahm zunächst Philipp Lahm das DFB-Kapitänsamt. Nach Lahms Rücktritt nach dem WM-Titel in Brasilien rückte Schweinsteiger nach.

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